Darf sich die Eintracht schon bald in Kleinstgruppen auf dem Trainingsplatz bewegen?

Seit Sonntag befinden sich die Spieler von Eintracht Frankfurt im Hotel. Quarantäne vor dem Spiel gegen Mönchengladbach ist angesagt. Eine ungewöhnliche Situation, die manche an die Vorbereitung im Sommer erinnert.

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zum hr-fernsehen.de Video So bereitet man sich auf ein Geisterspiel vor

Ein, als Geist verkleideter, Mensch sitzt auf einer ansonsten leeren Zuschauertribüne.
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Es könnte der Start in eine ganz normale Trainingswoche vor einem Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt sein. Alleine die Art und Weise, wie die Profis der Hessen am Montag aber zum Training erschienen, bewies direkt das Gegenteil. In zwei Bussen wurden die Spieler aus ihrem Hotel, in dem sie seit Sonntagabend ihr Quartier bezogen haben, ans Trainigsgelände kutschiert. Mit denselben Bussen ging es nach der Einheit zurück. "Es fühlt sich an wie in einem Trainingslager", gibt daher auch Verteidiger Almamy Touré zu.

Man kann es nicht anders sagen: Es wird eine skurrile Woche für die Eintracht-Profis werden. Seit Sonntag ist Quarantäne angesagt, nichts darf vor dem Bundesliga-Neustart nach der Corona-Pause am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr) dem Zufall überlassen werden. Die Spieler haben daher im Hotel in Frankfurt-Sachsenhausen auch jeweils ein eigenes Zimmer, Kontakte werden auf ein absolutes Minimum beschränkt.

"Wir müssen den Rhythmus voll aufnehmen"

Da droht ordentlich Langeweile. "Ich habe ein paar Bücher mehr eingepackt. Dazu belege ich den einen oder anderen Online-Kurs", erzählt Touré. Irgendwie muss die Zeit im Hotel und in der Quarantäne bis Samstag vertrieben werden. Auch das kennen die Profis aus einem Trainingslager im Sommer oder Winter.

Nur, dass normalerweise auf eine solche Einkasernierung keine Bundesliga-Partie folgt. "Es liegt an allen, jetzt mental und physisch auf der Höhe zu sein", betont Touré und fordert mit Blick auf die kommenden Trainingstage im Quarantäne-Modus: "Wir müssen den Rhythmus wieder voll aufnehmen."

Leichter gesagt als getan unter diesen Umständen. Aber: "Die Pause hat nicht nur uns aus dem Tritt gebracht, sondern auch die anderen Mannschaften." Am Samstag, nach dieser ungewöhnlichen Woche, wird sich zeigen, wer sich in den Quarantäne-Tagen besser vorbereiten konnte.