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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht schlägt den SC Paderborn

Die Eintracht jubelt gegen Paderborn

Trotz einer Drei-Tore-Führung verspielt Eintracht Frankfurt gegen Absteiger Paderborn um ein Haar den Sieg. Für Abschiedsgeschenke für die angehenden Fußball-Rentner Marco Russ und Gelson Fernandes bleibt keine Zeit.

Eintracht Frankfurt hat diese ebenso lange wie merkwürdige Bundesliga-Saison am Samstag mit einem 3:2 (2:0)-Heimsieg gegen den SC Paderborn beendet. Sebastian Rode (9. Minute), André Silva (33.) und Bas Dost (52.) trafen für die Gastgeber, die Paderborner Mohamed Dräger (55.) und Sven Michel (75.) sorgten in der Schlussphase noch einmal für Spannung. Da der SC Freiburg am letzten Spieltag ebenfalls einen Sieg feierte (4:0 gegen Schalke), gehen die Hessen als Neunter über die Ziellinie.

Rode und Silva treffen vor der Pause

Trainer Adi Hütter hatte bei der Aufstellung zunächst auf Überraschungen und Abschiedsgeschenke verzichtet und die stärkste Elf aufgeboten. Signal: Spiel ernstnehmen, Platz acht angreifen. Auf dem Platz wurde diese Vorgabe dann auch direkt umgesetzt. Die Eintracht präsentierte sich vom Anpfiff weg topmotiviert und zielstrebig. Die erste Chance vergab Silva nach vier Minuten, die zweite nutzte Rode kurz später zur Führung.

Die Eintracht war klar Herr im eigenen Haus und schnürte die Gäste aus Ostwestfalen mit frühem Pressing oft schon am eigenen Strafraum fest. Ohne den ganz großen Druck schlichen sich in der Defensive zwar immer mal wieder kleinere Fehler ein, nach einer kurzen Druckphase der Paderborner zogen die Hessen das Tempo aber wieder an und wurden prompt belohnt. Silva vergoldete eine schöne Kombination von Danny da Costa und Daichi Kamada zur 2:0-Halbzeitführung.

Paderborn kommt zurück

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Die Eintracht dominierte die Partie und zeigte in der Offensive immer wieder gute Ansätze. Vor allem Filip Kostic und da Costa kurbelten immer wieder über Außen an, aber auch Silva, Dost und Kamada präsentierten sich kurz vor Urlaubsbeginn noch mal in bester Spiellaune. Das 3:0 durch Dost fiel folgerichtig, die beiden Paderborner Anschlusstreffer eher aus dem Nichts. Dräger brachte die Gäste mit seinem ersten Bundesliga-Treffer zurück ins Spiel, Michel nutzte eine Einladung zum Konter eiskalt aus.

Obwohl das Spiel zwischenzeitlich doch sehr vor sich hinplätscherte und immer mehr in Richtung Sommerkick kippte, verzichtete Trainer Hütter in der Schlussphase auf große Gesten. Marco Russ und Gelson Fernandes, die beide ihre Karriere beenden, liefen sich zwar bis zum Ende warm, eingewechselt wurden beide aber nicht mehr.

Und so sahen die beiden angehenden Fußball-Renter von der Bank aus, wie Paderborn in der Nachspielzeit um ein Haar noch zum Ausgleich gekommen wäre. Das vermeintliche Tor von Jans wurde wegen Abseitsstellung aber zurückgepfiffen.

Weitere Informationen

EINTRACHT FRANKFURT - SC PADERBORN 3:2 (2:0)

Tore:  1:0 Rode (9.), 2:0 Silva  (33.), 3:0 Dost (52.), 3:1 Dräger (55.), 3:2 Michel (76.)               

Frankfurt: Trapp - Abraham, Hinteregger, N'Dicka - Kohr (78. de Guzman), Rode - da Costa, Kamada, Kostic - Silva (65. Sow), Dost (78. Paciencia)         
Paderborn: Zingerle - Kilian (Fridjonsson), Jans, Collins - Dräger (85. Holtmann), Antwi-Adjei - Ritter (75. Pröger), Vasiliadis, Sabiri (85. Evans) - Srbeny (66. Zolinski), Michel                 

Gelbe Karten: -/Michel
Zuschauer: keine
Schiedsrichter: Brand (Unterspießheim)

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr1, heimspiel!, 27.06.20, 15.15 Uhr