Da Costa und Rode
Danny da Costa und Sebastian Rode im Spiel gegen den VfL Wolfsburg Bild © Imago Images

Mit dosiertem Training und so vielen Regenerationsphasen wie möglich will Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter seine Mannschaft sowohl in der Bundesliga als auch in der Europa League auf Erfolgskurs halten. Die Abnutzungserscheinungen sind aber nicht zu übersehen.

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Schon bei der hastigen Rückreise zählte für Eintracht Frankfurt jede Minute. Kurzer Charterflug statt langer Busfahrt in die Nacht hinein: Die Hessen müssen im Saisonendspurt mit ihren Kräften haushalten. Und angesichts der aktuellen Terminhatz zwischen Bundesliga und Europa League behielt Trainer Adi Hütter nach dem 1:1 (0:0) beim VfL Wolfsburg seine innere Enttäuschung auch bei sich.

"Wenn man unser Pensum in diesem Jahr betrachtet, muss man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein", sagte der Österreicher, auf den für die Gäste unglücklichen Spielverlauf blickend. Denn erst in der Schlussminute hatten die Niedersachsen durch ein Tor ihres aufgerückten Abwehrchefs John Anthony Brooks die Frankfurter Führung durch Jonathan de Guzman (78.) ausgeglichen.

"Wir waren müde, gar keine Frage"

Letztlich das Resultat einer physischen, in den Schlussminuten aber auch mentalen Müdigkeit, der Kraftakt vom 2:0-Triumph im Viertelfinal-Rückspiel gegen Benfica Lissabon wirkte nach. Sogar bei Torhüter Kevin Trapp: "Ja, wir waren müde, gar keine Frage." Ähnlich äußerte sich Trapps Teamkollege Danny da Costa: "Natürlich merkt man eine gewisse Erschöpfung. Das ist vollkommen normal, selbst ohne die internationalen Spiele. Es geht gegen Ende der Saison und wir haben eine ganze Menge Spiele in den Beinen."

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da costa

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found da Costa: "Körperlich noch auf einem guten Level"

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Dem ein oder anderen war die Überspieltheit anzusehen, das musste auch da Costa zugeben: "Vielleicht waren ein paar mehr Abspielfehler da und Zweikämpfe, in denen man einen Schritt zu spät gekommen ist." Dennoch wollte der Rechtsverteidiger kein generelles Problem erkennen: "Ich glaube schon, dass wir körperlich auf einem guten Level sind und das zum Saisonende durchziehen werden." Man habe gesehen, dass jeder Spieler 90 Minuten alles habe geben wollen.

So viele Übungseinheiten wie nötig, so wenig Training wie möglich

Wollen und können sind derweil natürlich zwei verschieden paar Schuhe. Und so ist vor den beiden Heimspielen gegen Hertha BSC am Samstag sowie gegen den FC Chelsea am 2. Mai Fingerspitzengefühl seitens des Trainers bei der Belastungssteuerung gefragt. So viele Übungseinheiten wie nötig, so wenig Training wie möglich, da gilt es für den 49-Jährigen, eine ausgewogene Mischung zu finden. Immerhin: Wegen des Europacup-Halbfinals hat die DFL das Spiel der Eintracht am vorletzten Spieltag vom Samstag, den 11. Mai, auf den Sonntag, den 12. Mai verlegt, um den Hessen einen zusätzlichen Tag Regeneration zuzugestehen.

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Eintracht-Keeper Kevin Trapp

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Trapp: "Erst einmal überwiegt die Enttäuschung"

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Hütter bleibt ohnehin positiv: "Natürlich ist das ein absolutes Mammutprogramm. Aber wir sind ja bislang gut durchgekommen." Eine glatte Untertreibung, denn die Hessen sind der Qualifikation für die Champions League sehr, sehr nahe. Durch das Remis in Wolfsburg wuchs der Vorsprung des Tabellenvierten auf den nächsten Verfolger Borussia Mönchengladbach auf zwei Punkte an - dazu kommt die deutlich bessere Tordifferenz.

Der schlechte Saisonstart hatte auch etwas Gutes

Sogar der völlig verpatzte Saisonstart des Pokalsiegers hatte angesichts des aktuellen Stresses ganz offensichtlich etwas Gutes. Nach einer 0:5-Schlappe im Supercup gegen Bayern München blamierte sich der Cupverteidiger in der ersten Runde des DFB-Pokals und verlor beim Viertligisten SSV Ulm 1846 mit 1:2. Eine Krise, die für freie Spieltermine sorgte und die neuformierte Truppe schneller als erhofft zusammenschweißte. Die sportliche Ernte soll jetzt eingefahren werden.

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