Sebastien Haller
Sebastien Haller im Trainingslager Bild © Jan Hübner

Sebastien Haller ist der wahrscheinlich wichtigste Stürmer der Frankfurter Eintracht. Im Trainingslager der Hessen sprach er über Angebote anderer Klubs und seinen Instagram-Scherz, als er seinen Abschied verkündete.

Videobeitrag
Sebastien Haller

Video

zum Video Sebastien Haller erklärt seinen Abschieds-Scherz

Ende des Videobeitrags

Es dürfte für den ein oder anderen Eintracht-Fan der Schockmoment des Jahres gewesen sein: Aus dem Urlaub schrieb Stürmerstar Sebastien Haller auf Instagram, er sei sehr traurig, den Klub zu verlassen, aber alle guten Dinge kämen irgendwann zu einem Ende. Die Nachricht machte schnell die Runde, Entsetzen unter den Fans machte sich breit. Wenige Minuten später aber sorgte Haller für Entwarnung. Er habe nur von dem Ferienklub gesprochen, den er nach Ende des Urlaubs verlassen müsse.

Was Pointen angeht, zeigt sich Haller also ähnlich treffsicher wie vor des Gegners Kasten. Mittlerweile hat allerdings auch für Haller der Ernst des Lebens wieder angefangen. Pünktlich zum Trainingsstart am vergangenen Montag stand er wieder bei seinem Arbeitgeber auf der Matte, auch in der ersten Übungseinheit im Trainingslager in der Schweiz, das die Hessen am heutigen Sonntag bezogen, mischte der Franzose fröhlich mit. Und bezog nach dem Training noch einmal Stellung zu seinem Instagram-Witzchen: "Das war, weil ich so viel über meine Zukunft und Wechsel gehört habe, ohne dass etwas passiert ist. Ich fand es lustig."  

Haller hat einen, eher zwei Schritte nach vorne gemacht

Nicht jeder Fan dürfte bei dieser Einschätzung mitgehen, Recht hat Haller zumindest was die Tatsache angeht, dass noch nichts passiert ist. Anders als bei seinem Sturmkollegen Ante Rebic gibt es zu Haller noch nicht einmal Wechselgerüchte über potentielle Abnehmer. Was sich aber bei einem Stürmer von seinem Kaliber durchaus noch ändern kann.

Denn der 25-Jährige hat sich im letzten Jahr zum absoluten Fixpunkt in der Frankfurter Offensive entwickelt, fungierte als Wandspieler, Ballverteiler und Torjäger in Personalunion. Als ihn eine hartnäckige Buchmuskelverletzung gegen Ende der Saison in die Knie zwang, ging auch der Eintracht nicht zufällig die Puste aus. Haller hat einen, eher zwei Schritte nach vorne gemacht, was auch den Scouts internationaler Topklubs nicht verborgen geblieben sein dürfte.

Videobeitrag
Sebastien Haller

Video

zum Video Sebastien Haller zu seiner Zukunft

Ende des Videobeitrags

"Ich werde nicht wechseln, nur um zu wechseln"

"Derzeit gibt es kein Angebot", betonte der Franzose nun, nicht ohne jedoch nachzuschieben: "Aber meine Zukunft ist weiter offen." Nach dem Abgang von Luka Jovic und einem sich abzeichnenden Abschied von Ante Rebic wäre es für die Durchschlagskraft der Hessen absolut notwendig, Haller zu halten. Obschon allen im Verein klar ist, dass auch bei Haller die Mechanismen des Marktes greifen. Heißt: Kommt ein Topklub mit einem dicken Portemonnaie, wird Haller schwer zu halten sein. Auch deshalb sagte Sportvorstand Fredi Bobic schon vor Wochen: "Es kann sein, dass wir alle drei verlieren."  

Haller selbst hält sich in der Wechselfrage gleichermaßen bedeckt wie aufrichtig: "Im Leben geht es um Gelegenheiten. Ich fühle mich wohl in Frankfurt. Ich werde nicht wechseln, nur um zu wechseln. Ich will mit dem Verein weiterarbeiten. Aber man weiß nie, was die Zukunft bringt." Die Gegenwart heißt nun ohnehin erst einmal Saisonvorbereitung mit der Eintracht. Mit der Haller durchaus auch noch Ziele hat. "In drei Wochen haben wir schon das erste Pflichtspiel. Wir wollen in die Europa League, ich würde das gerne wieder erleben. Also haben wir hoffentlich sechs englische Wochen vor uns." Deswegen gelte es nun, konzentriert darauf hinzuarbeiten, so Haller, der mit einem Grinsen nachschob: "No Jokes"

Videobeitrag
Eintracht Frankfurt im Trainingslager

Video

zum Video Eintracht schuftet in der Schweiz

Ende des Videobeitrags