Jesper Lindström bejubelt seinen Treffer.

Eintracht Frankfurt bleibt das Team der Stunde in der Bundesliga und klettert in der Tabelle weiter nach oben. Und bringt ganz nebenbei Ex-Trainer Adi Hütter eine empfindliche Niederlage bei.

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Wappen Gladbach und Eintracht Frankfurt
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Eintracht Frankfurt hat den nächsten Sieg in der Bundesliga gefeiert: Die Hessen gewannen am Mittwochabend bei Borussia Mönchengladbach mit 3:2 (1:1). Florian Neuhaus hatte die Hausherren in Führung gebracht (6. Minute), Rafael Borré glich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus. Nach der Pause legte Jesper Lindström für die Eintracht nach (50.), ehe Ramy Bensebaini per Foulelfmeter auf 2:2 stellen konnte (54.). Für den Siegtreffer sorgte Daichi Kamada (55.). Zudem sah Tuta nach 70 Minuten Gelb-Rot.

Borré rettet Eintracht nach schlechter erster Hälfte

Wie schon drei Tage zuvor gegen Leverkusen startete die Partie mit einer kalten Dusche für die Eintracht: In der 6. Minute legte Joe Scally auf Neuhaus ab, der aus rund 15 Metern überlegt in die lange Ecke abschloss - das frühe 1:0 für die Hausherren. Eine schnelle Antwort der Frankfurter, die personell unverändert ins Spiel gegangen waren, blieb dieses Mal allerdings aus.

Im Gegenteil: Die Gladbacher, nach zuletzt drei herben Niederlagen nicht gerade mit viel Selbstvertrauen ausgestattet, waren die bessere Mannschaft und kamen immer mal wieder gefährlich vor das Eintracht-Tor. Scally scheiterte völlig frei - allerdings aus Abseitsposition - an Kevin Trapp (23. Minute), ebenso Alassane Plea mit einem Schuss aus der halbrechten Position (26.). Auf der Gegenseite fand die Eintracht kaum statt und die Flanken von Filip Kostic verfehlten ihr Ziel ein ums andere Mal.

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Oliver Glasner
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Als nach einer knappen halben Stunde auch noch der zuletzt so starke Kristijan Jakic verletzt ausgewechselt werden musste - Sebastian Rode kam für ihn - schien die erste Hälfte aus hessischer Sicht endgültig verkorkst. Das änderten Lindström und Borré in der Nachspielzeit: Der Däne bediente den Kolumbianer mit einer flachen Hereingabe, die dieser mühelos zum schmeichelhaften 1:1 über die Linie drückte.

Wilder Start in Halbzeit zwei

Den Schwung des Treffers nahm die Eintracht direkt mit in die zweite Halbzeit. In der 50. Minute tauchte N'Dicka im gegnerischen Strafraum auf und legte zurück auf Lindström, der den Ball aus knapp zehn Metern zur Eintracht-Führung ins Tor hämmerte. Die hielt jedoch nicht lange, weil Danny da Costa im Strafraum Manu Koné fällte. Den Elfmeter versenkte Bensebaini zum 2:2 (54.).

Und die Eintracht? Die machte unbeirrt weiter! Nur eine Minute nach dem Gegentreffer spielten Kamada und Borré Doppelpass, in dessen Folge der Japaner alleine auf das Tor von Gladbach-Keeper Sommer zulief und ins lange Eck vollendete - 3:2 aus Frankfurter Sicht und endlich der erste Treffer für Kamada in der laufenden Bundesliga-Saison.

Abwehrschlacht nach Platzverweis

Im Anschluss verpasste es Lindström, den Vorsprung für die Eintracht auszubauen, als er aus zentraler Position nur den Pfosten traf (58.). Ab der 70. Minute ging es für die Hessen dann in Unterzahl weiter: Tuta sah nach einem Foul im Mittelfeld an Marcus Thuram Gelb-Rot.

Die Folge: eine Abwehrschlacht gegen die immer wütender anrennende Borussia. Doch das Bollwerk hielt - auch dank Trapp, der zwei Mal stark gegen Matthias Ginter parierte (81. und 89.). Es blieb beim knappen Eintracht-Sieg, der das Team in Reichweite der Europapokal-Plätze bringt und Ex-Trainer Adi Hütter mit seinen Gladbachern noch tiefer in die Krise stürzt.

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Borussia Mönchengladbach – Eintracht Frankfurt 2:3 (1:1)

Gladbach: Sommer - Ginter, Zakaria, Bensebaini - Kone, Neuhaus (65. Kramer) - Scally (76. Herrmann), Plea, Benes (65. Thuram), Netz (89. Bennetts) - Embolo

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger, N'Dicka - Sow (83. Lenz), Jakic (28. Rode) - da Costa, Lindström (83. Barkok), Kamada, Kostic - Borre (73. Hasebe)

Tore: 1:0 Neuhaus (6.), 1:1 Borre (45.), 1:2 Lindström (50.), 2:2 Bensebaini (54./FE), 2:3 Kamada (55.)
Gelbe Karten: Kone, Embolo / da Costa, Borre, Tuta, Lenz
Gelb-Rot: Tuta (70./Wdh.Foulspiel)

Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart)
Zuschauer: 10.028

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