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Audioseite Eintracht Frankfurt hat die Unentschieden-Seuche

Filip Kostic Eintracht Frankfurt Köln

Eintracht Frankfurt kann nicht mehr gewinnen: In einer zeitweise vogelwilden Partie reicht es für die Hessen nur zu einem Remis gegen Köln.

Eintracht Frankfurt hat im Heimspiel gegen den 1. FC Köln 1:1-Unentschieden gespielt. Ellyes Shkiri brachte die Kölner in Führung (14.), Rafael Borré glich spät in der der ersten Halbzeit aus (45.+6).

Eintracht-Trainer Oliver Glasner schickte zum ersten Mal die Doppelspitze Sam Lammers / Borré auf den Platz, Leidtragender war Daichi Kamada, der weichen musste. Auf der Linksverteidigerposition kam Timothy Chandler zu seinem ersten Einsatz, Erik Durm rückte auf rechts.

Kalte Dusche durch Shkiri

Hatte sich Glasner von der Umstellung mehr Offensivpower gewünscht, war zunächst das Gegenteil der Fall. Die Hessen kamen nur schwer in die Partie, Köln wirkte zu Beginn wacher, aggressiver und ideenreicher. Der frühe Rückschlag für die Hessen, bei denen Durm nach einem Zusammenprall schon in der neunten Minute ausgewechselt werden musste, war daher nur folgerichtig: Bei einem hohen Ball auf Jonas Hector präsentierte sich die Eintracht-Defensive unsortiert, Hector legte den Ball in die Mitte, wo Shkiri nur noch vollenden musste (14.). So etwas nennt man wohl kalte Dusche.

Auch in der Folge war Köln besser, die Eintracht konnte den Druck zwar erhöhen, echte Torchancen erspielten sich die Hessen aber nicht. Jens Petter Hauges Solo blieb erfolglos, Lammers legte sich den Ball zu weit vor. Auf der Gegenseite schnupperten die Kölner am 2:0, Sebastian Andersson rutschte wenige Zentimeter an einer Hereingabe vorbei (45.+6)

Kölner Chance führt zu Ausgleich

Kurioserweise war es diese Situation, die zum Ausgleich der Hessen führte. Im Mittelfeld kam Hauge an den Ball, schickte Filip Kostic mit einem schönen Außenrist-Pass, dieser legte clever in den Rückraum zurück, wo Borré überlegt ins Eck einschob (45.+7). Das erste Pflichtspieltor des Kolumbianers, dem die Erleichterung darüber beim Jubel anzusehen war.

Die Hessen kamen giftiger aus der Kabine, blieben spielerisch aber oft zu nervös. Mehr noch: Vor allem in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit war die Partie zeitweise vogelwild. Glück hatte die Eintracht dann, als Anthony Modeste bei einem Fernschuss von Ondrej Duda, den Kevin Trapp klatschen ließ, knapp im Abseits stand. Das vermeintliche 2:1 für Köln durch Florian Kainz wurde nach VAR-Überprüfung zurückgenommen (56.).

Köln schwimmt zeitweise

In der Folge erspielte sich die Eintracht deutliche Feldvorteile. Eine Hereingabe von Kostic konnte der eingewechselte Jesper Lindström nicht verwandeln (68.). Wenig später war es Martin Hinteregger, der nach einer Ecke seinen Gegenspieler erst schön aussteigen ließ, um dann aber zu mittig zu zielen (69.). Köln schwamm in dieser Phase geradezu, die Eintracht konnte den Druck aber nicht aufrechterhalten.

Und so blieb es am Ende bei einem erneuten Unentschieden, in dem der kämpferische Einsatz der Eintracht zwar weitestgehend stimmte, zu selten aber erkennbar war, was die Hessen offensiv eigentlich vorhaben. Ob der Befreiungsschlag dann kommende Woche gelingt, darf bezweifelt werden. Die Eintracht muss dann zu Bayern München.

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Eintracht Frankfurt - 1.FC Köln 1:1 (1:1)

Frankfurt: Trapp - Chandler, Ndicka, Hinteregger, Durm (11. da Costa) - Sow (85. Ilsanker), Jakic, Borré, Hauge (61. Lindström), Kostic – Lammers (61. Kamada)
Köln: Horn - Schmitz (46. Ehizibue), Kilian (35. Mere), Czichos, Hector - Skhiri - Ljubicic (46. Thielmann), Kainz (72. Schaub) - Duda (85. Uth) - Andersson, Modeste

Tore: 0:1 Skhiri (14.), 1:1 Borre (45.+6)
Gelbe Karten: Chandler, Hinteregger – Ehizibue, Ljubici, Andersson,

Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart)
Zuschauer: 25.000

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