Eintracht

Auf die große Party in München folgt der Kater gegen Berlin: Eintracht Frankfurt präsentiert sich gegen die Hertha zum Teil indisponiert. In der Schlussphase wird es trotzdem noch mal aufregend.

Videobeitrag

Video

zum Video Eintracht-PK nach dem Spiel gegen Hertha

Oliver Glasner
Ende des Videobeitrags

Enttäuschender Samstagnachmittag für Eintracht Frankfurt in der Fußball-Bundesliga: Das Team verlor das Heimspiel gegen Hertha BSC mit 1:2 (0:1). Die Tore für die Gäste erzielten Marco Richter (7. Minute) und Jurgen Ekkelenkamp (63.), Goncalo Paciencia traf für Frankfurt per Foulelfmeter (78.).

Für die Eintracht gab es schnell eine kalte Dusche: In der 7. Minute flankte Vladimir Darida auf Richter, der am Fünfmeterraum alle Freiheiten hatte und zur Führung für die Gäste einköpfte. Die neu formierte Frankfurter Abwehr mit der Dreierkette Evan N'Dicka, Makoto Hasebe und Martin Hinteregger war dabei komplett indisponiert.

Pfiffe zur Halbzeit

Das Selbstvertrauen, das die Mannschaft durch den Sieg in München aufgebaut hatte, war damit schnell dahin. Zehn Minuten nach dem 0:1 vertändelte Filip Kostic den Ball und ermöglichte dadurch Krzysztof Piatek eine große Kopfballchance - Kevin Trapp konnte aus kurzer Distanz stark parieren.

Audiobeitrag

Audio

Audioseite Eintracht unterliegt Hertha BSC

Makoto Hasebe von Eintracht Frankfurt im Zweikampf mit Krzysztof Piatek (Hertha)
Ende des Audiobeitrags

Die einzige gute Möglichkeit für eine fahrige Eintracht hatte Kristijan Jakić nach einer schönen Eckball-Variante, seinen Schuss von der Strafraumkante konnte Hertha-Torhüter Alexander Schwolow entschärfen (28.). Auf der Gegenseite vergaben die disziplinierten Berliner, nach einem schwachen Saisonstart auch nicht gerade mit Selbstbewusstsein gesegnet, weitere gute Chancen durch Maximilian Mittelstädt (32.), Santiago Ascacibar (37.) und wiederum Piatek (41.). Das Halbzeitergebnis von 0:1 quittierten die gut 32.000 Fans im Stadion mit lauten Pfiffen.

Konter zieht Eintracht vorerst den Stecker

Die schienen das Team anzustacheln, denn die Eintracht kam verändert aus der Kabine: aggressiveres Pressing und mehr Zielstrebigkeit waren fortan zu sehen, außerdem die Umstellung auf Viererkette. So ergaben sich dann auch endlich Chancen aus dem Spiel heraus. Djibril Sow nahm eine Kostic-Flanke volley, der Ball segelte aber am Tor vorbei (52.). In der 60. Minute jagte Jakic einem Abpraller hinterher und flankte auf N'Dicka, dessen Kopfball den Kasten von Schwolow aber nicht traf.

Mitten in die Frankfurter Drangphase setzte die Hertha einen Konter: Ein langer Ball fand Mittelstädt, der flach und scharf in den Strafraum passte. Dort war der eingewechselte Ekkelenkamp schneller als N'Dicka und drückte die Kugel zum 2:0 aus Berliner Sicht über die Linie (63.).

Paciencia trifft, Sow verzieht

Als bereits alles nach einer Niederlage aussah, wurde der eingewechselte Paciencia von Schwolow im Strafraum gefoult. Den Elfmeter versenkte der Portugiese direkt selbst (78.) - nur noch 1:2. Fünf Minuten später verzog Sow nach schöner Freistoß-Ablage. Auf der Gegenseite musste Trapp noch einen direkten Freistoß von Marvin Plattenharft entschärfen (86.), dann war die Eintracht-Pleite besiegelt.

Für die Frankfurter, die bereits am Donnerstag wieder in der Europa League antreten müssen (21 Uhr gegen Piräus), war es die erste Heimniederlage in der laufenden Saison.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - Hertha BSC Berlin 1:2 (0:1)

Frankfurt: Trapp - N'Dicka, Hasebe, Hinteregger - Chandler (46. Toure), Jakic (69. Paciencia), Sow, Kostic - Hauge, Lindström (46. Kamada) - Lammers (60. Borre)
Berlin: Schwolow - Pekarik, Stark, Boyata, Plattenhardt - Ascacibar, Darida (83. Boateng) - Richter
(61. Belfodil), Serdar, Mittelstädt (73. Jastrzembski) – Piatek (61. Ekkelenkamp)

Tore: 0:1 Richter (7.), 0:2 Ekkelenkamp (63.), 1:2 Paciencia (78./FE)
Gelbe Karten: Jakic / Richter, Schwolow

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 32.000

Ende der weiteren Informationen