André Silva von Eintracht Frankfurt gegen Niklas Stark von Hertha BSC

Die Eintracht will ihre Erfolgsserie fortsetzen und auf Kurs Europapokal bleiben. Hertha BSC kommt dagegen mit neuem Trainer nach Frankfurt. Das Wichtigste zum Spiel.

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zum Video Pressekonferenz: Eintracht Frankfurt vor dem Spiel gegen Hertha

Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Eintracht Frankfurt kriegt Besuch aus der Hauptstadt: Am Samstag (15.30 Uhr) kommt Hertha BSC zum 19. Spieltag der Bundesliga an den Main.

Die Ausgangslage

Bei der Eintracht herrscht eitel Sonnenschein: sieben ungeschlagene Bundesliga-Spiele in Folge, 30 Punkte, Platz sechs - und Rückkehrer Luka Jovic in der Hinterhand. "Wir spielen richtig gut Fußball", sagt Trainer Adi Hütter. "Die Mannschaft ist jetzt voller Selbstvertrauen." In der heimischen Arena haben die Frankfurter in dieser Saison zudem immer gepunktet.

In Berlin ging es in letzter Zeit dagegen drunter und drüber: Bruno Labbadia und Michael Preetz sind weg, dafür kommt die Hertha nun wieder mit Pal Dardai auf der Trainerbank nach Frankfurt. Der selbsternannte Big City Club läuft den eigenen Ambitionen meilenweit hinterher und steht mit 17 Punkten nur knapp über dem Relegationsplatz.

Das Personal

Hütter hat nahezu seinen gesamten Kader zur Verfügung und damit die Qual der Wahl. Nur Stürmer Ragnar Ache ist nach seiner langen Verletzung noch keine Option für den Kader. Dafür drängt Sebastian Rode zurück in die Startelf. Stefan Ilsanker und Ersatz-Torwart Markus Schubert sind dem Coach zufolge leicht angeschlagen, zudem wurde Almamy Touré unter der Woche aus Gründen der Belastungssteuerung aus dem Training genommen.

Aber auch die Hertha hat fast alle Spieler zur Verfügung, nur Javairo Dilrosun und Dedryck Boyata fallen sicher aus. Die Aufstellung ist mit neuem Trainer aber natürlich eine Wundertüte.

So könnte die Eintracht spielen:

Die voraussichtliche Aufstellung der Eintracht gegen Berlin

So könnte die Hertha spielen: Schwolow - Pekarik, Stark, Torunarigha, Netz - Tousart, Guendouzi - Leckie, Darida, Matheus Cunha - Cordoba

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Ich erwarte eine Mannschaft, die von Pal aufgelockert und taktisch sehr diszipliniert ist und vielleicht auch etwas defensiver eingestellt ist. Pal wird uns sicher das Leben so schwer wie möglich machen. Natürlich wird das ein Geduldsspiel werden."

Pal Dardai: "Wir wissen, wie die Frankfurter spielen. Wenn sie Raum bekommen, sind sie kaum zu stoppen. Wir gehen mit großem Respekt dahin, aber wir haben auch unsere Stärken. Wir müssen ein Tor mehr schießen als der Gegner – mit diesem Motto treten wir an."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

76 Spielminuten, drei Tore: Rückkehrer Jovic hat die ohnehin hohen Erwartungen bislang übertroffen. Einen Startelf-Einsatz gab es für ihn aber noch nicht, Hütter bringt ihn aktuell noch am liebsten von der Bank. "Er braucht noch ein bisschen, wird aber von Tag zu Tag besser", so der Trainer. Gut möglich, dass der Serbe auch gegen Berlin wieder als Joker an seiner Torbilanz schrauben darf. Oder Hütter überrascht mit einer Doppelspitze und bringt ihn von Beginn an.

Bei der Hertha sind alle Augen auf den Trainer gerichtet. Dardai hatte in Berlin von 2015 bis 2019 das Sagen. Nun ist er nach der Entlassung von Labbadia wieder da. Nach einer turbulenten Zeit soll es eine Rückkehr zur Stabilität werden. Außerdem ist der Ungarn ein großer Motivator. Dass die Eintracht aber auch Gegner schlagen kann, die mit neuem Trainer durchstarten wollen, hat sie kürzlich beim 2:0-Sieg in Mainz gezeigt.

Die Statistik des Spiels

Von den letzten sechs Bundesliga-Heimspielen gegen die Hertha konnte die Eintracht keins gewinnen - die längste Sieglos-Serie der Hessen im heimischen Stadion. Allerdings hat sie auch nur eins der Spiele verloren, denn fünf der letzten sechs Aufeinandertreffen in Frankfurt endeten unentschieden. Dennoch will die Hütter-Elf endlich wieder daheim gegen die Berliner gewinnen. Zuletzt war das im Januar 2014 der Fall.