Die Frankfurter Eintracht blickt gespannt auf die Europa-League-Auslosung am Freitag.
Die Frankfurter Eintracht blickt gespannt auf die Europa-League-Auslosung am Freitag. Bild © Imago Images

Donnerstag ist Europa-League-Tag. Meistens jedenfalls. Die Frankfurter Eintracht könnte in der K.o.-Runde Mitte Februar allerdings schon an einem Dienstag gefordert sein – oder an einem Mittwoch.

Wenn am Montag (13 Uhr) in Nyon der nächste Europa-League-Gegner der Eintracht ausgelost wird, werden viele Fans gebannt vor dem Bildschirm sitzen: in einem Browser-Fenster den Livestream aus Nyon, in einem anderen die Seite eines Fluganbieters, um möglichst schnell die Reise für das Auswärtsspiel Mitte Februar festzuzurren. Aber Vorsicht! Flugtickets sollten nicht voreilig gebucht werden. Der Termin für die Partie ist nämlich noch nicht hundertprozentig fix.

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Eintracht-Rom im Social Radio

Mit dem Gruppensieg in der Tasche tritt Eintracht Frankfurt im letzten Europa-League-Spiel in diesem Jahr bei Lazio Rom an. Wir berichten ab 17 Uhr im Countdown und ab 18.55 Uhr im Social Radio.

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Da die Eintracht ihre Gruppe gewonnen hat, genießt sie als gesetztes Team im Rückspiel am Donnerstag, den 21. Februar, Heimrecht. Genau eine Woche zuvor, am 14. Februar, ist das Auswärtsspiel angesetzt. Das kann unter Umständen aber auch schon am 12. oder 13. Februar ausgetragen werden – etwa wenn die Frankfurter einen der drei Istanbuler Clubs (Galatasaray, Fenerbahce, Besiktas) zugelost bekommen. Das bestätigte die UEFA dem hr-sport auf Anfrage.

Spezielle UEFA-Regel

Entscheidend ist hierfür Artikel 21.03 des UEFA-Reglements. Er besagt: Eine Veränderung von Spielterminen oder Anstoßzeiten ist möglich. Nämlich dann, wenn zwei Vereine aus einer Region weniger als 50 Kilometer auseinanderliegen und vor der Saison angemeldet haben, dass sie ihre Spiele nicht am gleichen Tag austragen können.

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Keine Gegner

Es gibt einige wenige Vereine, auf die die Eintracht in der K.o.-Runde auf keinen Fall treffen wird – selbst wenn sie im zweiten Lostopf sind. Die UEFA verbietet ein deutsch-deutsches Duell im Sechzehntelfinale. Nach Leverkusen oder Leipzig werden die Hessen also nicht reisen müssen. Ebenfalls aus der Verlosung ist Lazio Rom, da auch keine Teams aufeinandertreffen dürfen, die schon in der Gruppenphase Gegner waren.

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Als ersten Ausweichtermin nennt die UEFA den Dienstag. Sollte nach Galatasaray und Fenerbahce auch Besiktas als dritter Istanbuler Club in Lostopf zwei landen, wären Spiele am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in der türkischen Metropole denkbar. Die UEFA betont allerdings, dass eine genaue Terminierung erst nach der Auslosung stattfinden wird.

Kollisionen in Glasgow und Sevilla möglich

Ein Dienstagspiel droht den Frankfurtern aber nicht nur im Falle eines Istanbul-Loses. Artikel 21.03 könnte auch bei den Glasgower Teams Celtic und Rangers sowie den beiden spanischen Vertretern FC und Real Betis Sevilla greifen. Keine stadtinternen Kollisionen muss die Eintracht indes mehr in Lissabon und Moskau fürchten.

Nach den Champions-League-Endständen vom Mittwochabend liegt Benfica als einer der vier besten Gruppendritten - neben Neapel, Inter Mailand und Valencia - im selben Lostopf wie die Hessen. ZSKA Moskau schied hingegen aus und musste Viktoria Pilsen den Vortritt lassen. Die Tschechen sind ebenso wie Brügge, Schachtar Donezk und Galatasaray als punktschlechtere Champions-League-Absteiger potenzielle Eintracht-Gegner.

Sendung: hr-iNFO, 13.12.2018, 18.55 Uhr