Makoto Hasebe im Zweikampf
Das war ein hartes Stück Arbeit für Makoto Hasebe und sein Team. Bild © picture-alliance/dpa

Eintracht Frankfurt hat in einem intensiven Spiel im Halbfinal-Hinspiel der Europa League gegen Chelsea ein 1:1 erkämpft. Obwohl die Hessen zu Beginn das stärkere Team sind, ist das Ergebnis am Ende ein wenig glücklich. Die Ausgangslage vor dem Rückspiel bleibt damit offen.

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Stark begonnen, bis zum Ende einen furiosen Kampf geliefert - und am Ende ein etwas glückliches 1:1 (1:1) über die Zeit gerettet: Eintracht Frankfurt hat sich im Halbfinal-Hinspiel der Europa League eine ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche in London erspielt. Die Tore in Frankfurt erzielten Luka Jovic (23. Minute) und für die Gäste aus London Pedro (45.).

Vor dem Spiel überraschte Eintracht-Coach Adi Hütter ein wenig mit seiner Aufstellung. In der Abwehr lief Simon Falette auf, im Sturm verzichtete der Trainer der Frankfurter auf Goncalo Paciencia und ließ Jovic im Sturm alleine ran. Eine defensivere Grundordnung, die jedoch von Beginn an nicht zu sehen war. Die Hessen begannen - nach einer kurzen Phase des Abtastens - enorm druckvoll, was bereits nach 21 Minuten zur ersten Eintracht-Chance führte. David Abraham zielte nach einem Freistoß von Filip Kostic aus aussichtsreicher Position deutlich über das Tor.

Start nach Maß für die Eintracht

Nur zwei Minuten später machte es Jovic besser. Nach einem blitzsauberen Konter vollendete der Serbe eine Flanke seines Landsmanns Kostic per Kopf fast auf Höhe der Grasnarbe zum zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:0 (23.). Ein Start nach Maß für die Hessen - der nun aber den Gast aus London auf den Plan rief.

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Pedros erster Warnschuss aus gut 20 Metern ging knapp am Gehäuse von Kevin Trapp vorbei (27.). Der Druck der Gäste wurde danach aber von Minute zu Minute größer. Ruben Loftus-Cheek zielte noch haarscharf am Kasten vorbei (42.), Pedro gelang schließlich vor der Halbzeit der 1:1-Ausgleich. Nach einer Ecke, bei der die Hessen den Ball nicht aus dem Strafraum bekamen, traf der Spanier mit einem satten Linksschuss aus zwölf Metern. Trapp im Eintracht-Tor war chancenlos (45.).

David Luiz trifft die Latte

Die zweite Hälfte begann, wie die erste endete. Chelsea entfachte direkt wieder Druck und kam so folgerichtig auch zur ersten Chance. Loftus-Cheek setzte seinen Schuss nach einem schönen Angriff knapp über das Tor. Der Eintracht merkte man zu diesem Zeitpunkt an, dass die ersten 30 Minuten Kraft gekostet hatten. Wenig Ballbesitz, viele verlorene Zweikämpfe - die Frankfurter liefen fast nur hinterher. Konsequenz: die nächste große Chelsea-Chance. David Luiz setzte einen Freistoß an die Latte (59.).

Auch danach blieb es dabei: die Kugel am Fuß hatten nur die Engländer. Der stark aufspielende Loftus-Cheek scheiterte in der 74. Minute an Trapp, den Nachschuss setzte der eingewechselte Eden Hazard über das Tor. Nur zwei Minuten später die nächste gute Gelegenheit: Bei einem Kofpball von David Luiz war Trapp einmal mehr zur Stelle. Richtig durchatmen konnten die Frankfurter bis zur Schlussphase kaum noch.

Abraham köpft über das Tor

Dann gehörten die letzten Möglichkeiten der Partie aber der Hütter-Elf. Der eingewechselte Goncalo Paciencia verfehlte vor dem Tor eine flache Hereingabe von Danny da Costa nur knapp (82.). Dazu ging ein Kopfball von David Abraham deutlich über das Tor (85.). Nur: Ein Tor gelang keinem der beiden Teams mehr, wodurch es beim - aus Eintracht-Sicht etwas glücklichen - 1:1 blieb.

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EINTRACHT FRANKFURT - CHELSEA FC 1:1 (1:1)

Frankfurt: Trapp - Abraham, Hinteregger, Falette - Hasebe, Fernandes (73. Paciencia) - da Costa, Rode, Gacinovic (90. Willems), Kostic - Jovic

Chelsea: Kepa - Azpilicueta, David Luiz, Christensen, Emerson - Jorginho - Kanté Loftus-Cheek (83. Kovacic) - Willian (61. Hazard), Giroud, Pedro

Tore: 1:0 Jovic (23.), 1:1 Pedro (45.)

Gelbe Karten: Hasebe, Fernandes - Christensen

Schiedsrichter: del Cerro Grande (Spanien)

Zuschauer: 48.000 (ausverkauft)

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