Filip Kostic
Filip Kostic schoss die Eintacht gegen Limassol früh in Führung. Bild © Imago

Eintracht Frankfurt hat seine makellose Bilanz in Europa ausgebaut: Gegen einen überforderten Gegner aus Limassol gewannen die Hessen ohne Probleme – und zeigten sich sogar gnädig. Die K.o.-Phase ist fast nur noch Formsache.

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Eintracht Frankfurt hat das Tor zum Sechzehntelfinale in der Europa League dank des fünften Pflichtspiel-Erfolgs in Serie sperrangelweit aufgestoßen. Im dritten Gruppenspiel gewannen die Hessen locker mit 2:0 (2:0) gegen Apollon Limassol und thronen mit makelloser Bilanz von drei Siegen weiter an der Spitze der "Todesgruppe" mit Lazio Rom und Olympique Marseille. Die Italiener sind nach einem 3:1-Auswärtssieg in Marseille erster Verfolger. Gewinnt die Eintracht ihr Rückspiel in Limassol in zwei Wochen, ist das Weiterkommen perfekt.

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Frankfurt brannte am Donnerstag nach dem 7:1 in der Liga gegen Düsseldorf zwar kein weiteres Feuerwerk ab – das gab es wieder einmal auf den Rängen des mit 47.000 Zuschauern ausverkauften Stadions – setzte sich aber souverän und ungefährdet im Stile einer Spitzenmannschaft durch. Die Treffer gegen einen mutlosen und auf diesem Niveau schlicht überforderten Gegner erzielten Filip Kostic (13. Minute) und Sébastien Haller (32.).

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Böser Patzer bringt Frankfurt auf Kurs

Trainer Adi Hütter musste auf die angeschlagenen Kevin Trapp und Lucas Torró verzichten. Er gönnte sich gegen die Zyprer den Luxus, Fünf-Tore-Stürmer Luka Jovic nach seiner Düsseldorf-Gala auf die Bank zu setzen. Für ihn stürmte Rückkehrer Ante Rebic an der Seite von Haller und zeigte, was man von ihm gewohnt ist: starken Einsatz, Zug zum Tor und das Auge für den Mitspieler.

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Eintracht im heimspiel!

Das Spiel der Eintracht ist am Samstag ab 17.15 Uhr auch Thema im heimspiel! des hr-fernsehens.

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Beim 1:0 hatte Rebic direkt sein Köpfchen im Spiel. Der Kroate verlängerte einen Rönnow-Abschlag in Richtung Kostic, der die Eintracht unter Mithilfe des gegnerischen Keepers aus rund 20 Metern in Führung schoss. Bruno Vale ließ den harmlosen Distanzschuss durch Hände und Hosenträger gleiten, sodass der Ball in Minimalgeschwindigkeit über die Linie trudelte. Ein schrecklicher Patzer aus Sicht der Zyprer und auf der anderen Seite ein Beleg für das alte Sprichwort: Wenn es läuft, dann läuft's einfach.

Blick auf die imposante Choregrafie der Frankfurter Fans vor Spielbeginn.
Blick auf die imposante Choregrafie der Frankfurter Fans vor Spielbeginn. Bild © Imago

Der Bundesligist ließ nach rund 20 Minuten erstmals von seinem frühen Pressing ab, sodass sich die Zyprer auch mit dem Rasen in der Frankfurter Spielhälfte vertraut machen konnten. Chancen für Limassol gab es dennoch nicht. Dafür legten die Hessen gegen Ende der ersten Halbzeit wieder einen Gang zu. Nach dem 2:0 durch Haller – er köpfte eine Flanke von Evan N‘Dicka ein – hätte Jonathan de Guzman die Vorentscheidung herbeiführen müssen (45.), sein Schuss strich jedoch knapp am Pfosten vorbei.

Nur das dritte Tor fehlt

Die Eintracht machte nach Wiederanpfiff da weiter, wo sie aufgehört hatte: Nach Rebic-Vorlage hatte Haller die Großchance zum 3:0, scheiterte diesmal aber an Vale (49.). Wenig später kam dann auch Limassol durch den eingewechselten André Schembri zu seiner ersten Gelegenheit (56.). Am Bild änderte diese Randnotiz aber nichts: Frankfurt drückte, Frankfurt drängte, aber Frankfurt machte den Deckel trotz einiger Chancen nicht drauf.

Das ist wohl der einzige Vorwurf, den sich die Hausherren gefallen lassen mussten: Trotz toller Spielzüge und der dafür nötigen Räume fehlte oftmals die Seriosität im Abschluss. Dazu verweigerte der Schiedsrichter Rebic einen Strafstoß nach der schönsten Einzelaktion der Partie (77.). Wenig später dann Slapstick pur: Bei einem seiner wenigen Angriffe scheiterte Limassol zweimal an Latte und Pfosten und in letzter Instanz am eingewechselten Marco Russ, der auf der Linie klärte (80.).

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Wenig später durfte dann auch Joker Jovic ran. Doch auch der 20-Jährige vermochte es nicht mehr, seinen Namen auf den Anzeigewürfel zu schießen. Es blieb beim 2:0, das den Gästen aus Zypern trotz der Alu-Doppel-Chance sehr schmeichelte.

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Eintracht Frankfurt - Apollon Limassol 2:0 (2:0)

Frankfurt: Rönnow - da Costa (56. Willems), Abraham (68. Russ), N'dicka, Kostic  - Hasebe, Fernandes -Gacinovic, de Guzman, Rebic (82. Jovic) - Haller

Limassol: Bruno Vale - Joao Pedro, Kyriakou, Roberge, Vasiliou - Markovic, Sachetti - Pereyra (46. Zelaya), Papoulis, Carayol (46. Schembri) - Maglica (67. Stylianou)

Tore: 1:0 Kostic (13.), 2:0 Haller (32.)

Gelbe Karten: Kostic - Sachetti

Schiedsrichter: Ivanov (Russland)
Zuschauer: 47.000               

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