Bein und der DFB-Pokal
Uwe Bein Bild © Imago

Geht es nach Uwe Bein, liegt Frankfurt nicht umsonst "im Herzen von Europa". Im hr-heimspiel! erklärt die Eintracht-Ikone, warum Luka Jovic und Co. die fußballerischen Vorzüge Hessens noch eine gewisse Zeit lang genießen sollten.

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"Adler-Allstars trauen Eintracht die Champions League zu" – unter dieser Überschrift hat hessenschau.de am vergangenen Wochenende von den Prognosen ehemaliger Frankfurter Profis wie Kevin-Prince Boateng und Maurizio Gaudino rund um das Benefizspiel des früheren brasilianischen Weltstars Ronaldinho berichtet. Auch Uwe Bein, von 1989 bis 1994 Träger des Adlertrikots und heutzutage Markenbotschafter des Pokalsiegers, traut dem Club den Sprung vom Europa-League- zum Königsklassen-Teilnehmer zu – allein mit Blick auf das Wann und das Wie tritt der ehemalige Mittelfeldspieler zumindest leicht auf die Bremse.

"Es ist noch ein ganz, ganz weiter Weg", sagte Bein am Montag im heimspiel! des hr-fernsehens über die Champions-League-Chancen der Eintracht. "Im letzten Jahr waren wir auch schon nah dran, sind dann eingebrochen und haben noch die Euro League durch den Pokalsieg geschafft. Solange man in der Region oben mitspielen kann, sollte man es tun." In der Bundesliga-Tabelle sind die Frankfurter nach elf Partien Vierter, als Vorbild könnte in Beins Augen der aktuelle Sechste fungieren: "Hoffenheim spielt auch Champions League, warum also wir nicht auch?!"

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Auf dem Weg dorthin, da schließt sich Bein der einhelligen Meinung Fußball-Deutschlands an, dürfte auch nach der Länderspielpause die Offensivpower der gemeinhin als Büffelherde bekannten Topspieler Sébastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic eine große Hilfe sein. "Es macht einfach Spaß, den Jungs zuzugucken", so der 58-Jährige, der zudem eine hohe Mannschaftsdienlichkeit des Trios sowie einen generell positiven Teamspirit ausgemacht hat. "Natürlich spricht jeder von den Dreien vorne, weil sie auch vorne schon sehr viel Defensivarbeit leisten. Es herrscht eine Kameradschaft in der Truppe."

Eine Kameradschaft, die naturgemäß anderen Vereinen nicht verborgen bleibt. Gerüchte über das Interesse europäischer Top-Clubs an einer Verpflichtung von Jovic, Haller oder Rebic tauchen derzeit gefühlt alle zwei bis drei Wochen auf. Die neueste Variante: Jovic, der mit neun Treffern die Torjägerliste der Bundesliga anführt, soll inzwischen auch konkrete Begehrlichkeiten beim FC Barcelona sowie bei FC Liverpool geweckt haben.

Bein sieht da Costa in der Nationalmannschaft

"Es liegt an den Managern der Spieler, ihnen nicht gleich einen Floh ins Ohr zu setzen", nahm Bein die Berater der Spieler in die Pflicht. "Man sollte erst einmal ein, zwei Jahre hier spielen, die Leistung bringen, sich weiterentwickeln. Dann kann man immer den großen Sprung machen."

Eine Vorhersage, die eines Tages möglicherweise auch auf Danny da Costa zutrifft. Der Flügelspieler ist zum absoluten Dauer(b)renner auf der rechten Außenbahn geworden und daher aus der Stammelf der Hessen nicht mehr wegzudenken. Ob der 25-Jährige nach seinen konstant guten Leistungen in dieser Saison nicht auch mal einer für Joachim Löw wäre? "Er hat alle Voraussetzungen", sagte Bein, der selbst 17 Länderspiele im Lebenslauf stehen hat, über die Nationalmannschaftschancen da Costas. "Aber man muss auch mal ein bisschen langsam machen. Er soll diese Leistung noch ein, zwei Jahre kontinuierlich bringen. Und dann geht an ihm kein Weg vorbei."