Djibril Sow im Hinspiel der Eintracht gegen Fenerbahce

Eintracht Frankfurt will in Istanbul den Einzug ins Achtelfinale der Europa League klarmachen. Klappen soll das dank der richtigen Mentalität und dem Deutschland-Trauma von Fenerbahce.

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Die komplette Eintracht-PK vor dem Spiel in Istanbul

Kevin Trapp und Oliver Glasner auf der Pressekonferenz
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Eintracht Frankfurt tritt am Donnerstag (18.45 Uhr, live im Audiostream bei hr-iNFO) zum Gruppenfinale der Europa League bei Fenerbahce Istanbul an. Die Hessen stehen bereits sicher in der K.o.-Phase, spielen in der Türkei aber um den Gruppensieg. Auf Unterstützung der Fans muss die Eintracht verzichten, Auswärts-Anhänger sind nicht zugelassen. In der Türkei sind Ticketkontingente für Gastvereine aufgrund der Corona-Pandemie noch verboten.

Die Ausgangslage

Schon vor dem letzten Spieltag in der Gruppe D ist Eintracht Frankfurt mindestens Platz zwei und damit der Einzug die nächste Runde sicher. Im Gastspiel bei Fenerbahce Istanbul geht es für die Hessen "nur" noch darum, ob sie als Gruppensieger direkt ins Achtelfinale einziehen oder noch den Umweg über die Playoffs nehmen müssen. Schon ein Remis würde der Eintracht sicher zu Platz eins reichen. Sollte Konkurrent Olympiakos Piräus im Parallelspiel gegen Antwerpen nicht gewinnen, dürfte das Team von Trainer Oliver Glasner sogar verlieren.

Was zudem aus hessischer Sicht für einen runden Abend spricht: Für die Türken, die als Dritter einen Startplatz in der neuen Europa Conference League erhalten, geht es gegen die Eintracht um nichts mehr. Auf Platz vier können sie wegen des besseren direkten Vergleichs mit Antwerpen ebenso wenig zurückfallen wie auf Platz zwei hochspringen. Von einem befreiten Auftritt mit Spaß-Fußball bis zu einem gelangweilten Herbst-Gekicke ist also alles drin.

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Livestream

Europa League live: Fenerbahce Istanbul - Eintracht Frankfurt

Daicha Kamada und Rafael Borré bei einem Freistoß in der Europa League
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Das Personal

Nach vier Spielen in Folge mit der gleichen Aufstellung wird es gegen Fenerbahce wieder Änderungen in der Startelf der Eintracht geben. Weil Jesper Lindström der Oberschenkel zwickt, ist er vorsichtshalber gar nicht erst mitgereist in die Türkei. Jens Petter Hauge könnte den 21-Jährigen ersetzen. Als weiterer Kandidat für einen Platz in der ersten Elf gilt Co-Kapitän und Co-Abwehrchef Martin Hinteregger. Der Österreicher brennt nach zwei Spielen auf der Bank auf einen Einsatz und könnte Makoto Hasebe zu einer Verschnaufpause verhelfen. Auch Timothy Chandler und Rafael Borré könnte es erwischen.

Die mögliche Aufstellung der Eintracht in Istanbul

Bei Fenerbahce hat zuletzt Ex-Lilien-Stürmer Serdar Dursun mit einem Hattrick in der Liga von sich reden gemacht. Das Gute für die Eintracht: Dursun ist für die Europa League nicht gemeldet. Und weil Enner Valencia verletzt ist, wird Mergim Berisha wohl als einzige Istanbuler Sturmspitze agieren.

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So könnte Fenerbahce spielen

Özer - Tisserand, Kim, Szalai - Kadioglu, Crespo, Luiz Gustavo, Osayi-Samuel - Rossi, Özil - Berisha

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Das sagt der Trainer

Oliver Glasner: "Wir werden nicht abwartend agieren und sagen, ein Punkt reicht uns, wir schauen mal was rauskommt. Wir werden ganz klar auf Sieg spielen.“

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Eintracht-Torwart Kevin Trapp spielt bislang eine gute Runde für die Hessen. In der Partie gegen Fenerbahce kann er sich einmal mehr auszeichnen. Die Rechnung in Istanbul ist eigentlich ganz einfach: Gelingt es Trapp, seinen Kasten sauber zu halten, steht die Eintracht sicher im Achtelfinale.

Auf der Gegenseite kommt Ex-Nationalspieler Mesut Özil immer besser in Tritt. Nach durchwachsenem Saisonstart ist der begnadete Techniker zuletzt eine echte Konstante in der Istanbuler Mannschaft geworden. Im Derby-Sieg gegen Galatasaray erzielte er den wichtigen 1:1-Ausgleich. Und auch bei der Eintracht ist man spätestens seit dem 1:1-Hinspiel gewarnt. Da schoss Özil sein bislang einziges Europa-League-Tor in dieser Saison.

Die Statistik des Spiels

Fenerbahce Istanbul hat in seiner langen Vereinsgeschichte noch nie im heimischen Stadion gegen eine deutsche Mannschaft gewonnen - auch im Dezember 2006 nicht gegen die Eintracht. Von insgesamt sechs Duellen gingen vier verloren, das vorerst letzte in der Saison 2012/13 mit 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Angst vor diesem Spiel muss in Frankfurt also wohl wirklich niemand haben.

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