Filip Kostic

Seitdem Filip Kostic wieder trifft und vorbereitet, nimmt Eintracht Frankfurt mehr denn je Kurs auf den Europapokal. Seine Leistungsexplosion hängt durchaus mit der Rückkehr von Luka Jovic zusammen – aber nicht nur.

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Leeres heimspiel-Studio. Text: DIE SGE nimmt Kurs auf den Europacup.
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Filip Kostic denkt offenbar gar nicht erst daran, lange um den heißen Brei zu reden. "Ich würde sagen, dass die aktuelle Phase meine beste ist", antwortete der Flügelspieler zu Wochenbeginn in einem vereinseigenen Interview der Frankfurter Eintracht auf die Frage, wie er selbst seine sportliche Entwicklung der vergangenen Spieltage bewertet. Eine selbstbewusste Antwort, und eine berechtigte noch dazu.

Denn diese beste Phase, in der sich Kostic zu befinden glaubt, sie lässt sich mit eindeutigen Statistiken belegen. Bestes Beispiel: Der 3:1-Auswärtssieg der Hessen bei der TSG Hoffenheim, bei dem der Offensivmotor von der linken Außenbahn mit einem Treffer und zwei Vorlagen an allen drei Frankfurter Toren direkt beteiligt war.

Filip Kostic: unfassbar wichtig für Auftritt und Ergebnisse

Fünf Torschussvorlagen, 64 Ballkontakte sowie eine Passquote von 78 Prozent runden Kostics brillanten Auftritt im Kraichgau ab. Und verdeutlichen die Leistungsexplosion, die der 28-Jährige bereits am Ende der Hinrunde gezündet hat.

Seit dem 3:1-Heimsieg gegen den FC Schalke agiert Kostic endlich wieder so, wie ihn die Fangemeinde der Eintracht liebgewonnen hat: als unfassbar wichtig für Frankfurter Aufritt und Ergebnisse. Kam Kostic in der ersten Saisonphase nur zu einem einzigen Assist, sind es seit dem 16. Spieltag derer sieben (!) sowie zwei Tore.

Kurzum: Die Auszeichnung "Maschine", mit der der Mittelfeldspieler seit geraumer Zeit vor allem von der Social-Media-Abteilung seines Clubs gerne versehen wird, scheint zumindest in den ersten Wochen des neuen Jahres wieder zu passen.

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"Ich möchte mich nicht ausruhen"

"Darauf möchte ich mich aber nicht ausruhen und noch besser werden, um Trainer und Mannschaft dabei zu unterstützen, weiter erfolgreich zu bleiben und möglichst eine noch bessere Saison als die vorangegangenen Spielzeiten zu absolvieren", sagt die "Maschine" völlig menschlich. Der Höhenflug der Adler, die seit neun Ligaspielen nicht mehr verloren haben, er ist durchaus eng mit dem wiedererstarkten Serben verbunden.

Doch der wälzt den Ruhm umgehend auf den Rest des Teams ab: "Ich kann für mich wie die Kollegen sagen, dass wir sowohl vor als auch nach dem Mannschaftstraining viel investieren. So verdienen wir uns den derzeitigen Erfolg und ich werde mir Mühe geben, dass dies bis zum Ende so bleibt."

Fragt man nach den Gründen für Kostics wiedererlangtes Leistungvermögen, gibt es in nicht wenigen Antworten einen Bezug zu Luka Jovic. Rein faktisch mag die Sache klar sein: Das bereits angesprochene Schalke-Spiel, die erste der jüngsten Kostic-Galas, war zugleich das erste Spiel nach Jovics Rückkehr aus Madrid.

Auch Luka Jovic hat seinen Anteil

Kaum sind die beiden Serben wieder vereint, zelebrieren sie den erfolgreichen Fußball, zu dem sie in der Lage sind. Doch ist die Erklärung wirklich so einfach? Kostic selbst sagt: nein und ja.

"Dennnoch möchte ich anmerken, dass ich im vergangenen Jahr mit einer sehr ungünstigen Verletzung zu kämpfen hatte, die Gott sei Dank der Vergangenheit angehört. Ich hatte mir ehrlich gesagt gedacht, dass es mir leichter und schneller gelingt, meine Topform zurückzuerlangen", verweist er auf einen Innenbandanriss, der ihn zu Saisonbeginn für vier Spiele außer Gefecht und auch danach noch lange aus dem Tritt gebracht hatte. "Dafür hat es aber dann doch ein paar Spiele benötigt, um wieder reinzukommen und der Alte zu werden."

Nichtsdestotrotz sei Jovics Anwsesenheit "nicht komplett losgelöst davon zu betrachten, weil wir auch außerhalb des Platzes viel Zeit miteinander verbringen. Das ist ein wunderschönes Gefühl. Ich fühle mich in Frankfurt generell sehr wohl, es ist wie mein zweites Zuhause." Wie gesagt: Filip Kostic denkt offenbar gar nicht erst daran, lange um den heißen Brei zu reden.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel!, 08.02.21, 23.45 Uhr