Die Eintracht-Spieler jubeln mit Daichi Kamada.

Eintracht Frankfurt hat in der Europa League wieder alle Chancen auf die K.o.-Phase. Dank einer Energieleistung in der zweiten Halbzeit und Doppelpacker Daichi Kamada drehten die Hessen am Donnerstag das Spiel beim FC Arsenal.

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nama
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Und plötzlich ist alles wieder möglich: Eintracht Frankfurt hat nach einem 2:1-Erfolg beim FC Arsenal alle Chancen, in der Europa League zu überwintern. Mit einem Sieg im abschließenden Heimspiel gegen Guimaraes (12. Dezember) wären die Hessen sicher in der K.o.-Phase. Dazu wird es aber eine ähnliche Leistung wie in der zweiten Halbzeit in London brauchen, in der die Frankfurter dank zweier Tore von Daichi Kamada (55. / 64.) die Führung durch Pierre-Emerick Aubameyang (45.) drehte. Die Stimmen zum Spiel finden Sie hier.

Erste Halbzeit wie gegen Wolfsburg

Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte mit der Doppelspitze Goncalo Paciencia / Andre Silva und den zwei offensiven Mittelfeldspielern Kamada und Djibril Sow dahinter eigentlich offensiv aufgestellt, allein im halbleeren Arsenal-Stadion merkte man auf dem Platz davon zunächst wenig. Die Gäste zeigten sich vom Pressing des Premier-League-Clubs beeindruckt, die Frankfurter Abwehr hatte immer wieder Probleme, das Spiel aufzubauen. Das Ergebnis: Ungenaue Pässe und wie schon zuletzt gegen Wolfsburg viele lange Schläge nach vorne.

Lediglich der zurückgekehrte Keeper Frederik Rönnow erwischte von Beginn an einen guten Tag und verhinderte mit Paraden gegen Gabriel Martinelli (16.) und Bukayo Saka (29., 41.) Schlimmeres. Erst Aubameyang konnte den Dänen überwinden (46.). Nach einem schönen Angriff der Gunners über rechts stand der Ex-Dortmund-Star von David Abraham ignoriert alleine im Strafraum und erzielte das 1:0.

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Plötzlich läuft's

Es war die verdiente Führung bis zu diesem Zeitpunkt, doch das sollte sich direkt nach Wiederanpfiff ändern. Denn nach der Pause kam die Eintracht mit Dominik Kohr und Mijat Gacinovic sowie einer neuen Einstellung aus der Kabine. Plötzlich gingen die Gäste aggressiv in die Zweikämpfe – und nutzten ihre Ballgewinne auch mal für flache Pässe. Die Belohnung für diese Änderung kam erstaunlich schnell und in Person von Kamda.

Der Japaner, der bisher bei der Eintracht nicht als Vollstrecker geglänzt hatte, zeigte innerhalb weniger Minuten plötzlich gleich zweimal seinen Torriecher. Erst verschaffte er sich am Arsenal-Strafraum mit einer Körpertäuschung etwas Platz und zirkelte den Ball ins lange Eck (55.), dann stand er nach einem abgewehrten Eckball völlig frei und schoss aus 17 Metern trocken zum 2:1 ein (64.).

Nach dieser kurzen Offensiv-Explosion zogen sich die Frankfurter wieder stärker zurück, Arsenal konnte sich aber kaum noch Chancen erspielen. Und so jubelten am Ende die Gäste und die mehreren hundert Frankfurter Fans, die es trotz Auswärtsverbot ins Stadion geschafft hatten.

Weitere Informationen

Arsenal London - Eintracht Frankfurt 1:2 (1:0) 

Arsenal: Martinez - Mustafi (76. Torreira), Luiz (31. Guendouzi), Mavropanos - Chambers,Tierney, Xhaka, Willock - Martinelli (60. Özil), Saka - Aubameyang
            
Frankfurt: Rönnow - Hinteregger, Hasebe, Abraham - da Costa, Fernandes (46. Kohr) Sow, Kostic - Kamada - Paciencia, Silva (46. Gacinovic)           

Tore: 1:0 Aubameyang (45.+1), 1:1 Kamada (55.), 1:2 Kamada (64.)                 

Gelbe Karten: Mustafi, Xhaka, Martinelli, Guendouzi - Abraham,  Kostic, Paciencia                                      

Schiedsrichter: Buquet (Frankreich)   

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