Jesper Lindström im Training

Frankfurts Neuzugang Jesper Lindström freut sich auf die Frankfurter Fans im Europapokal. Seine besondere Spielweise verdankt er auch der Konsole. Eine dänische Legende vegleicht ihn bereits mit Kai Havertz.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Jesper Lindström: "Ich möchte Gewicht zulegen"

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Diesen Satz hört man im Alltag eher selten: "Ich möchte noch etwas Gewicht zulegen." Frankfurts neuer Stürmer Jesper Lindström allerdings hat genau das angekündigt, als er am Dienstag auf einer Pressekonferenz vorgestellt wurde. In der Tat wirkt der Däne noch etwas schmal, nach eigenen Angaben bringt er 66 oder 67 Kilogramm auf die Waage. "Ich will mich mit mehr Kraft besser behaupten in den Zwischenräumen und mich gegen die Gegenspieler so durchsetzen." Ein Vorteil: Mit Bröndby befand er sich bereits seit drei Wochen in der Vorbereitung.

Nationaltrainer beglückwunscht zum Wechsel

Ein Leichtgewicht im übertragenen Sinne will der dänische U21-Nationalspieler aber nicht sein. "Ich hoffe, dass der Trainer mich in den ersten Spielen aufstellt, damit ich mich in den Vordergrund bringen kann." Noch spricht er auf dänisch, deutsch hatte er nur in der Grundschule.

Nicht nur bei der Eintracht, sondern auch bei der dänischen Nationalmannschaft halten sie große Stücke auf Lindström. Trainer Kasper Hjulmand habe in Interviews den Schritt zur Eintracht begrüßt, erzählt der Stürmer. "Das ist ein guter Weg für das dänische Nationalteam."

Erster Kontakt mit Krösche

Vorbereitet wurde der Wechsel von Vorstand Markus Krösche, der sich vor anderthalb Monaten bei Lindströms Berater gemeldet hatte. Danach sei alles sehr schnell gegangen. Lindström hatte da schon vom legendären Europapokalspiel der Frankfurter bei seinem alten Verein Bröndby im Jahr 2006 gehört.

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zum Video Das ist Eintrachts Neuer: Jesper Lindstrøm

Jesper Lindström
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"Damals haben die Frankfurter die Fans von Bröndby niedergesungen - und dafür muss man schon Gas geben. Ich weiß auch, dass 15.000 Eintracht-Fans beim Spiel in Mailand dabei waren." Nun freue er sich riesig, mit der Eintracht selbst europäisch zu spielen und die besondere Stimmung zu erleben.

Lindström: "Brauche den Ball in den Zwischenräumen"

Lindström skizzierte am Dienstag ebenso seine präferierte Spielweise: Er brauche Leute hinter sich, die ihm den Rücken frei hielten und ihn dann in den Zwischenräumen bedienten. "Ich brauche dort den Ball, ich bin bei Kombinationen in der Box gut und habe einen guten Schuss", gab sich der 21-Jährige selbstbewusst. Er spiele gerne im vorderen Bereich, aber auch auf dem Flügel.

An der Bundesliga mag er vor allem die Umschaltmomente von der Abwehr in den Angriff. Genau darauf setzt auch die Eintracht unter Trainer Oliver Glasner. Dessen Intensität in den Trainingseinheiten lobte Lindström auch gleich ausdrücklich.

Povlsen: Er erinnert an Kai Havertz

Den ehemaligen dänischen Nationalstürmer Flemming Povlsen erinnert der Frankfurter Neuzugang von seiner Spielweise her an einen deutschen Nationalspieler. "Er entgeht vielen direkten Duellen, weil er sich gut im Raum bewegt. Vom Spielstil erinnert er an Kai Havertz, aber anders als er freut sich Lindström über seine Tore", sagte Povlsen mit einem Lachen dem hr-sport.

Lindström sei ein intelligenter Spieler, schnell und mit guter Technik ausgestattet. "Wenn es gut bei ihm läuft, merkt man das. Er ist einer, der sich reinhaut und den die Fans mögen. Er hatte großen Anteil an der Meisterschaft mit Bröndby letztes Jahr, war zuletzt aber leicht verletzt", so Povlsen.

Inspiration an der Konsole

Inspiration für die intelligente Spielweise könnte sich der Däne ausgerechnet an der Konsole geholt haben. Der leidenschaftliche Fifa-Zocker erklärte bei seiner Vorstellung: "Da kriegt man vielleicht einen guten Überblick über das Spielfeld und lernt die Spieler etwas kennen."