Fredi Bobic beim Eintracht-Trainingslager in Florida

Eintracht Frankfurt geht nach der Negativ-Serie zum Hinrunden-Abschluss mit Sorgen in die Rückrunde. Dennoch vertraut Sportvorstand Fredi Bobic der Mannschaft - und sieht in Sachen Transfers keinen dringenden Handlungsbedarf.

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Nein, es ist nicht so, als würde in Frankfurt alles in Frage gestellt. Aber: Die Eintracht hat nach dem furiosen Sieg gegen den FC Bayern im November kein einziges Bundesliga-Spiel mehr gewonnen und nur ein mickriges Pünktchen geholt, dabei erschreckende Pleiten gegen Köln und Paderborn kassiert. Da kam manch einem Anhänger der Hessen dann doch die leise Frage: Reicht die personelle Qualität der Eintracht in diesem Jahr? Sorgen, die Sportvorstand Fredi Bobic absolut nicht teilt. Seine Antwort: "Wir sind sehr zufrieden mit der Struktur und Qualität des Kaders."

Dabei ist seit dem Neujahrstag das Winter-Transferfenster offen, die Möglichkeit zur Nachjustierung somit vorhanden. Mehr Qualität in der löchrigen Abwehr? Mehr Durchschlagskraft für die Offensive? Mehr Kreativität für das Mittelfeld? Geht es nach Bobic, ist das alles nicht notwendig. "Wir haben den Kader alle so zusammengebaut und sind sehr zufrieden", so der Eintracht-Sportvorstand im Trainingslager in Florida.

Bobic: "Das macht keinen Sinn"

Die Schlussfolgerung des 48-Jährigen: "Wenn die Jungs alle gesund und fit sind, werden sie performen. Das ist sicher. Einfach zu sagen, wir holen jetzt noch drei, vier Spieler – und das auch noch im Winter -, macht aus meiner Sicht keinen Sinn." Bobic glaubt an seine Elf und appeliert deswegen: "Diese Mannschaft hat Vertrauen verdient."

Ein Hintertürchen bleibt freilich offen. Die Eintracht wäre nicht die Eintracht, sollte nicht doch noch etwas auf der Zugangsseite passieren. In diesem Sommer kam André Silva für Ante Rebic auf den letzten Drücker, im vergangenen Winter kamen am letzten Januartag auf einen Schlag Martin Hinteregger, Almamy Touré und der mittlerweile bereits wieder verliehen Tuta an den Main.

Geht das Fenster doch noch auf?

So erklärt auch Bobic: "Wenn ein Fenster irgendwo aufgeht, dann schlagen wir vielleicht nochmal zu. Es ist aber kein Muss mehr." Manch einer in Frankfurt könnte das anders sehen. Die Eintracht-Hoffnung aber beruht darauf, dass die Rückkehr von Leistungsträgern wie dem langzeitverletzten Kevin Trapp, dem in der Bundesliga gesperrten David Abraham und den oft angeschlagenen Sebastian Rode, André Silva und Bas Dost die Wende zum Guten bringt.

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Wenn das nicht der Fall ist, könnte es für die Hessen in der Rückrunde aber auch sehr schnell sehr ungemütlich werden. Die ersten Gegner in der Liga heißen Hoffenheim und Leipzig. "Es liegt an uns. Wenn wir bereit und fit sind, haben wir eine gute Mannschaft", so Bobic. "Und dann muss man uns erst einmal jemand schlagen."