Friedhelm Funkel

Eintracht Frankfurt gewinnt in Fürth, doch das Umfeld bleibt weiter kritisch. Ex-Coach Friedhelm Funkel sieht die Mannschaft zwar schlechter aufgestellt als zuletzt - den aktuellen Trainer der Hessen nimmt er aber ausdrücklich in Schutz.

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Ex-Trainer Friedhelm Funkel sieht in der Kaderzusammenstellung einen Grund für den schwachen Bundesliga-Saisonstart von Eintracht Frankfurt. "Die Eintracht war in den letzten Jahren etwas verwöhnt - durch eine Mannschaft, die personell besser bestückt war als die, die im Moment auf dem Platz steht", sagte Funkel in der hr-Sendung heimspiel!. Der heute 67-Jährige trainierte die Frankfurter zwischen 2004 und 2009.

Allen voran der Abgang von Top-Torjäger André Silva (28 Treffer in der vergangenen Saison) zu Ligakonkurrent Leipzig sei laut Funkel ein "herber Verlust" gewesen. "Und die, die neu gekommen sind, müssen sich erst einmal an die Bundesliga gewöhnen. Dass der Fan und Beobachter da ungeduldig wird, verstehe ich", so Funkel.

Funkel sieht Eintracht auf einstelligem Tabellenplatz

Die Eintracht ist mit zwei Siegen und zwölf Punkten aus den ersten elf Spielen in die Saison gestartet, in der Tabelle rangiert sie aktuell auf dem 14. Platz. Ex-Coach Funkel ist sich einerseits sicher: Das wird sich noch einpendeln.

"Ich bin davon überzeugt, dass am Ende der Saison ein einstelliger Tabellenplatz herausspringen sollte." Andererseits befürchtet er auch: "Mehr als Rang acht oder neun ist mit dieser Mannschaft nicht möglich - da können sie tun und machen, was sie wollen. So realistisch muss man sein: Sechs, sieben Mannschaften sind deutlich besser aufgestellt als Eintracht Frankfurt."

Auch Hütter habe "am Anfang ein bisschen gebraucht"

In der zuletzt aufgekommenen Diskussion über Frankfurts aktuellen Trainer Oliver Glasner warb Funkel für mehr Geduld. Glasners Vorgänger Adi Hütter habe "am Anfang auch ein bisschen gebraucht, um den Fußball spielen zu lassen, der hinterher alle in Frankfurt begeistert hat". Zudem habe Glasner bereits bei seiner letzten Station in Wolfsburg "fast eine Halbserie gebraucht, um die Mannschaft dahin zu bringen, wo er sie hingebracht hat: Tabellenplatz vier - das darf man nicht vergessen".

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