Filip Kostic André Silva Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt fegt in der Bundesliga aktuell beinahe jeden Gegner weg. Das weckt Erinnerungen an die Büffelherden-Saison. Doch einen Störfaktor müssen die Hessen für die großen Träume noch beiseite schieben.

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Leeres heimspiel-Studio. Text: DIE SGE nimmt Kurs auf den Europacup.
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Eintracht Frankfurt ist, das würde auch jeder außerhalb Hessens bestätigen, in der Bundesliga aktuell das Team der Stunde. Ohne Frage. Mit welcher Konstanz das Team von Trainer Adi Hütter aktuell seine Spiele gewinnt, sorgt bei der Konkurrenz einerseits für reichlich Zittern und lässt andererseits die hessische Brust weiter anschwillen. Die Frage ist: Wann hört dieser Höhenflug auf? Oder: Hört er überhaupt auf? Die Antwort darauf könnte die Tabelle bieten - und ein Rückblick ins Jahr der Büffelherde.

Dereinst, Sébastien Haller, Ante Rebic und ein damals zum internationalen Top-Star werdender Luka Jovic fegten durch den Stadtwald, beeindruckte die Eintracht schon einmal mit schier endloser Konstanz. Kaum kam ein Gegner aus der unteren Tabellenhälfte an den Main, wurde dieser ohne mit der hessischen Wimper zu zucken mit einer Niederlage nach Hause geschickt. Auch auswärts funktionierte dieses Modell. Erst am Saisonende brach die Büffelherde auch aufgrund der Doppelbelastung ein.

Der aktuelle Höhenflug reicht noch nicht

Europa-Reisen und Pokal-Stress sind den Frankfurtern in dieser Saison jedoch spätestens seit Anfang Januar fremd. Bis zum Saisonende im Mai steht nur die Liga an - ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Kann die Eintracht anno 2021 also die Büffelherde überflügeln?

Um diese Frage am Ende der Spielzeit zu bejahen, reicht jedoch der aktuelle Höhenflug nicht. Siege gegen Mainz, Schalke oder Bielefeld sind schön, gut und wichtig, aber: Die Eintracht muss in der Bundesliga noch ein Manko beheben.

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Nur Leverkusen geschlagen

Denn wer nach 20 Spieltagen, einem Wert, der eine gewisse Gültigkeit besitzt, auf die Tabelle blickt, dem fällt - neben dem anschaulichen Tabellenplatz der Hütter-Elf - auf: Bis auf Bayer Leverkusen am 14. Spieltag haben die Frankfurter noch kein einziges (!) Team aus der oberen Tabellenhäfte besiegt.

Wenn man es genau nimmt, geht diese Rangliste sogar bis runter auf Platz elf. Erst ab Rang zwölf, dort befindet sich die TSG Hoffenheim, geht die Frankfurter Siegesserrie los. Ab hier hat die Eintracht nur am ersten Spieltag gegen Bielefeld und gegen Köln bei zwei Remis Punkte liegen gelassen.

"Die Brocken" warten auf die Eintracht

Und sonst? Gab es nur Siege. Die Eintracht gewinnt gegen die "Kleinen" in der Tabelle mit einer Stärke, die beeindruckt. Das erfuhr am vergangenen Wochenende exemplarisch die TSG Hoffenheim. Ob das am Ende aber reicht für die großen Träume und Ziele im Stadtwald, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen.

Am Sonntag (15.30 Uhr) geht es nun aber erst einmal wieder gegen ein Team aus dem Tabellenkeller. Der eben schon erwähnte 1. FC Köln wartet auf die euphorisierte Eintracht. Spätestens dann kommen aber, wie es Trainer Adi Hütter ausdrückt, "die Brocken" in der Liga auf die Hessen zu.

Die Büffelherde kennt das Szenario

Als erstes direkt der FC Bayern München. Bleibt die Eintracht auch in diesen Partien, gegen die tabellarisch "Großen", im Büffelherden-Modus, ist Europa - und vielleicht sogar die Champions League - drin, wenn nicht, könnte der Höhenflug doch noch ein Ende finden. Auch dieses Szenario ist der Eintracht aus dem Jahr 2019 noch leidlich in Erinnerung.