Axel Hellmann

Zwischen Eintracht-Vorstand Axel Hellmann und Ex-Trainer Adi Hütter herrscht Sendepause. Am Mittwoch gibt es ein Wiedersehen. Hellmann sieht das Duell in Gladbach als Schlüsselspiel. Auch, um den hohen Corona-Verlusten etwas entgegensetzen zu können.

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heimspiel! mit Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt

Portrait von Vorstandssprecher Axel Hellmann im Stadion. Text: Heimspiel: Eintracht-Boss steht Rede und Antwort! Logo: Eintracht Frankfurt.
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Natürlich wurde Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann im hr-heimspiel! auf Adi Hütter angesprochen. Auf Adi Hütter und dessen nicht ganz harmonischen Wechsel von Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach. Das Thema kocht dieser Tage natürlich wieder auf. Denn am Mittwoch (18.30 Uhr) spielt die Eintracht bei ihrem alten Trainer bei dessen neuem Klub in Gladbach in der Bundesliga.

Und was sollte Hellmann anderes sagen als das, was auf der Hand liegt: "Die Trennung von Hütter lief auf verschiedenen Ebenen, auf der Vorstands- aber auch auf der Spieler-Ebene, nicht ganz geräuschlos."

Dabei gehe es gar nicht um das so oft zitierte "Ich bleibe" von Hütter, als vielmehr darum, "wie er danach umgegangen ist mit dem nicht mehr optimalen Leistungsniveau". Hellmann sprach über die Schlussphase der vergangenen Saison, als die Eintracht unter Hütter - trotz sieben Punkten Vorsprung - die Champions-League-Teilnahme verspielte. "Da spielt und schwingt einiges mit Blick auf den Mittwoch mit." Kontakt habe er zu Hütter nicht mehr: "Mit Adi habe ich nichts zu schreiben."

Denn für Hellmann zählt etwas anderes viel mehr. Das Sportliche: "Für uns geht es in Gladbach um die Fahrkarte nach oben." Für den Verlauf der Saison sei das ein entscheidendes Spiel. Durch einen Sieg könnte sich die Eintracht in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. "Wir müssen spielen wie beim 5:2-Sieg gegen Leverkusen, und es muss weh tun. Dann können wir den Gladbacher Spielfluss unterbinden und haben eine gute Chance, zu gewinnen", so Hellmann.

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Highlights: Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen

Heimspiel_Highlights_Eintracht_Leverkusen
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Der Blick geht wieder Richtung Europapokal-Plätze

Nach den Leistungsschwankungen der vergangenen Wochen glaubt Hellmann, dass sich die Mannschaft stabilisiert hat. Die Mischung stimme. "Unsere Mannschaft hat eine gute Lockerheit, das hast du schon auf der Europa-League-Reise nach Istanbul gemerkt, das Miteinander stimmt wie schon in der ganzen Saison." Diese Lockerheit und diese Fokussierung seien eine erfolgversprechende Mischung. "Wir haben es selbst in der Hand, uns aus diesem engen Tabellenmittelfeld einmal abzusetzen. "Das können wir jetzt auf der Zielgeraden der Hinrunde noch ausbauen." Die Richtung ist klar: Europapokal.

Doch wie kann die Eintracht noch besser werden? Glaubt man den Journalisten, die über die Eintracht berichten, und den Wortmeldungen der Fans in den sozialen Netzwerken, muss im Winter unbedingt ein neuer Mittelstürmer her. Bislang konnte Sommer-Neuzugang Sam Lammers der Eintracht noch nicht weiterhelfen. Hellmann: "Natürlich hat er noch nicht gezeigt, was wir glauben, was er draufhat."

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Video mit Radio-Kommentar: So drehte die Eintracht das Spiel gegen Leverkusen

Szene aus dem Spiel zwischen Eintracht und Leverkusen
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Aber aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre sei es ratsam, den neuen Spielern Zeit zu lassen. Auch über spätere Top-Stürmer wie Sébastien Haller sei anfangs von den Medien sehr negativ berichtet worden. Außerdem sei die Situation komplexer. "Unser Problem war ja nicht, dass die Stürmer nicht getroffen haben, sondern weil unser Spielsystem noch nicht so weit war, dass diese auch in Szene gesetzt werden konnten. Da haben wir immer noch Luft nach oben." Hellmanns Appell: "Gebt den Leuten mal Zeit."

Hellmann hat Sorge vor abermaligem Corona-Effekt

So positiv die sportlichen Aussichten sind, so negativ könnte die aktuelle Corona-Situation finanziell zu Buche schlagen. "Wir laufen auch in diesem Jahr in eine kritische Situation hinein. Wir können wieder nur wenige Zuschauer willkommen heißen. Das wird für uns ein ganz heißer Ritt bis zum Saison-Ende." Aktuell sieht der Hygiene-Plan der Behörden 15.000 Zuschauerinnen und Zuschauer im Frankfurter Stadion vor. In einem Stadion, in das insgesamt 51.500 Fans passen.

"Neben den 60 bis 70 Millionen Euro, die wir in den zurückliegenden knapp zwei Jahren verloren haben, könnte nochmal ein Verlust von 20 Millionen Euro dazukommen. Dann ist unser Eigenkapital, das wir in den Jahren davor aufgebaut haben, fast vollständig aufgebraucht." Doch existenzbedrohend sei die Lage nicht, weil die Eintracht in den vergangenen Wochen gespart habe.

Weitere Europapokal-Einnahmen auch in der kommenden Saison würden da helfen. Ein Sieg am Mittwoch bei Borussia Mönchengladbach wäre dafür sehr sachdienlich. Und beim alten Trainer Adi Hütter würde es zudem besonders viel Spaß machen. Sicher auch Eintracht-Boss Axel Hellmann.

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