Eintracht-Keeper Kevin Trapp in Florida

Eintracht Frankfurt will beim Rückrunden-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim gleich zwei Negativ-Serien stoppen. Größter Hoffnungsträger ist ausgerechnet der Gegner.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Das passt mir überhaupt nicht"

Eintracht-Coach Adi Hütter im Trainingslager in Florida
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Neues Jahr, neues Glück? Für Eintracht Frankfurt geht es beim Bundesliga-Rückrundenauftakt auswärts bei der TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr) darum, endlich wieder in die Erfolgsspur zu finden - und die Horror-Wochen vor dem Jahreswechsel endgültig zu vergessen. Und das gleich im doppelten Sinn: Nach zuletzt sieben Spielen ohne Sieg und dem Abrutschen bis an die Abstiegszone, soll mit einem Sieg die Angst um den Klassenerhalt erstmal vertrieben werden. Zudem wollen die Hessen den letzten Platz der Auswärtstabelle schnell verlassen.

"Es beginnt ein neues Jahr. Wir können noch mal neu ansetzen. Und das wollen wir in Hoffenheim tun", sagte Eintracht-Coach Adi Hütter am Freitag. "Wir wollen an unserer klaren Auswärtsschwäche arbeiten." Nach der Hinrunde standen sieben Niederlagen auf fremden Platz zu Buche. Sie trugen zum Abrutschen auf den 13. Tabellenrang bei - nur drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt.

System? "Nicht so wichtig"

Um die Wende zu schaffen, hat Hütter mit seinen Spielern im Trainingslager in Florida die Viererkette einstudiert, um in der Abwehr wieder kompakter zu werden. Ob sie schon als neue taktische Variante im Kraichgau Premiere feiern wird und dann zum Standard werden soll, ließ er offen. "Unser genaues System ist nicht so wichtig", urteilte Hütter.

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Eintracht Adi Hütter HR still
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"Ob Dreier-, Vierer- oder Fünferkette: Wichtig ist, dass es uns gelingt, defensiv besser zu stehen, damit wir wieder punkten." Für ihn ging es auch darum, "neue Lösungsansätze" für das Eintracht-Spiel zu finden. Denn die Bundesliga-Gegner haben "uns alle schon durchschaut".

Trapp und Abraham sind zurück

Aus einer stabilen Abwehr wieder zum Erfolg zu finden, ist sein Ziel, bei dem ihm zwei Rückkehrer helfen könnten. Nach langer Verletzungspause wird Nationaltorwart Kevin Trapp zwischen die Pfosten zurückkehren. Der 29 Jahre alte Schlussmann hatte sich Anfang Oktober eine schwerwiegende Schulterverletzung zugezogen. Auch Kapitän David Abraham, der für sechs Spiele gesperrt war, weil er Freiburgs Coach Christian Streich rabiat umgerannt hatte, dürfte in die Startelf zurückkehren.

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Kevin Trapp im Interview
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"Ich kann den Samstag kaum erwarten", sagte Verteidiger Abraham. Dabei ist für ihn nicht wichtig, ob er Teil einer Dreier- oder Viererkette wird. "Im Endeffekt ist das System gar nicht mal vorrangig", befand Abraham. "Es geht darum, den Platz wieder als Sieger zu verlassen und drei Punkte einzufahren."

"Hoffenheim ist eine spielstarke Mannschaft"

Zuletzt konnte die Eintracht unter Hütter alle drei Spiele gegen Hoffenheim gewinnen. Insgesamt ist Frankfurt sogar schon seit fünf Partien gegen die TSG ohne Niederlage. Bemüht man die Statistik, sieht man aber auch, dass von bisher zehn Gastspielen im Kraichgau nur zwei gewonnen wurden.

"Hoffenheim hatte unterschiedliche Phasen in der Hinrunde", sagte Hütter. "Sowohl schwächere als auch sehr gute. Klar ist, dass wir auf eine spielstarke Mannschaft mit einer sehr guten Offensive treffen."