Kevin Trapp von Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt plant weiter mit Kevin Trapp und legt dem Torhüter ein langfristiges Angebot vor. Der Nationalkeeper müsste dafür zwar beim Grundgehalt Einbußen hinnehmen, selbst die Zeit nach seiner Karriere wäre aber gesichert.

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Eintracht will mit Trapp verlängern

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Es ist gerade etwas mehr als zwei Monate her, da flirtete Manchester United mit Kevin Trapp. Die Red Devils, die den Saisonstart in der Premier League verkorkst hatten, waren auf der Suche nach einem neuen Torhüter und versuchten Trapp mit den ganz großen Scheinen auf die Insel zu locken. "Das ist ein Weltverein. Dass ich mich mit so einem Angebot auseinandersetze, kann hoffentlich jeder verstehen", verkündete Trapp damals selbst bei Instagram, um dann seine Entscheidung pro Eintracht bekanntzugeben. "Ich habe hier Unvergessliches erlebt." Das war Ende August.

Anfang November kann man sagen: Alles richtig gemacht, Kevin. Denn während Manchester United weiterhin in der Europa League unterwegs ist und am Donnerstag in San Sebastian nur Außenseiter-Chancen auf den Gruppensieg hat, steht die Eintracht seit Dienstag im Achtelfinale der Champions League. Wer war noch mal der Weltverein?

Eintracht plant langfristig mit Trapp

Der Einzug in die K.o.-Phase ist also eingetütet, jetzt geht es an die Planung der Zukunft. Und auch in dieser soll Trapp eine entscheidende Rolle spielen. Sportvorstand Markus Krösche will den Nationalkeeper unbedingt halten und hat Trapp nach Informationen des hr-sport bereits ein Angebot zur Verlängerung seines 2024 auslaufenden Vertrags vorgelegt. Entscheidend dabei: Geht es nach Krösche und der Eintracht, wird Trapp die Hessen nie wieder verlassen.

Trapp, der im Juli 2024 34 Jahre alt wird, soll seine Karriere, so der Plan von Krösche, möglichst bei der Eintracht beenden und auch danach an den Club gebunden werden. Wie genau seine Aufgabe dann aussehen könnte, ist aktuell noch nicht ganz klar. Dass Trapp, der Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch spricht, auch abseits des Rasens eine brauchbare Figur abgeben kann, steht aber außer Frage.

Trapps Grundgehalt wäre geringer

Bis es so weit ist, soll der gebürtige Saarländer aber noch mindestens bis 2027 das Frankfurter Tor hüten und weitere Erfolge mit der Eintracht einfahren. Die Bereitschaft dazu hat Trapp bereits signalisiert, in Zukunft müsste er sich allerdings an ein anderes Gehaltsmodell gewöhnen. Sportvorstand Krösche, der bereits Makoto Hasebe und Timothy Chandler mit ähnlichen Verträgen ausgestattet hat, ist trotz des Achtelfinal-Einzugs zum Sparen gezwungen und setzt bei älteren Profis deshalb auf leistungsbezogene Entlohnung.

Heißt: Trapps Grundgehalt, das aktuell bei rund 3,5 Millionen Euro liegen soll, wäre künftig niedriger. Dafür würden die Erfolgs- und Auflauf-Prämien aber deutlich ansteigen. Bedeutet: Solange Trapp seine Leistungen zeigt und die Eintracht performt, gehört der Nationaltorwart auch nach dem Sommer 2024 zu den Topverdienern im Team. Etwas weniger Sicherheit, im besten Fall gleiches Geld.

Wie und wann sich Trapp entscheidet, ist aktuell noch offen. Klar ist aber, dass die Eintracht am Dienstagabend in Lissabon ein weiteres Argument für eine Vertragsverlängerung gesammelt hat.