Erik Durm (ganz rechts) und Sebastian Rode (links) engagieren sich beim Spendenmarathon.

Joshua Kimmich und Leon Goretzka haben vorgelegt, die Eintracht-Spieler Sebastian Rode und Erik Durm schlossen sich wie viele andere Profis ebenfalls an: In Zeiten der Coronakrise rückt die Sportwelt zusammen und zeigt sich solidarisch. #WEKICKCORONA heißt die Initiative.

Die Corona-Pandemie hat die Sportwelt zusammenrücken lassen. Mittlerweile gibt es einen regelrechten Spendenmarathon. So riefen Joshua Kimmich und Leon Goretzka vom FC Bayern München mit einer Starthilfe von einer Million Euro die Aktion "We Kick Corona" ins Leben und bewiesen damit stellvertretend, dass viele Sportstars ein feines Gespür für die kritische Situation entwickelt haben.

Welle der Solidarität im deutschen Fußball

Den Startschuss für die anfangs zögerliche Welle der Solidarität im deutschen Fußball hatte am Mittwoch das DFB-Team gegeben. Die Nationalspieler um Kapitän Manuel Neuer gingen mit gutem Beispiel voran, spendeten 2,5 Millionen Euro für soziale Zwecke und forderten die Gesellschaft auf, ebenfalls für die gute Sache einzustehen. "Wir allen merken, dass wir uns in einer absoluten Ausnahmesituation befinden. Jeder von uns ist betroffen", sagte Kimmich, der kurz darauf gemeinsam mit Goretzka ein eigenes Projekt startete, das karitativen, sozialen oder medizinischen Einrichtungen sofort helfen soll. 

Der Aktion der beiden Spieler von Bayern München schlossen sich umgehend viele andere Profifußballer an. "Sehr geile Aktion! Wir als Fußballer wollen versuchen, unserer Vorbildfunktion gerecht zu werden, und vorleben, wie wir Solidarität verstehen", schrieb Mats Hummels bei Twitter. Nach nur wenigen Stunden hatten sich unter anderem die Nationalspieler Leroy Sane, Julian Draxler, Jonas Hector, Lukas Klostermann und Julian Brandt der Initiative angeschlossen.

Rode und Durm unterstützen Initiative

Am Samstag folgte auch der erste Profi von Eintracht Frankfurt. Sebastian Rode twitterte: "Nur gemeinsam können wir gegen Corona ankämpfen. Für mich daher eine Selbstverständlichkeit die Initiative #WEKICKCORONA zu unterstützen. Alle gespendeten Beiträge kommen denjenigen in der Gesellschaft zugute, die es in der Zeit besonders schwer trifft." Erik Durm schloss sich seinem Teamkameraden am Sonntag an und unterstützt die Initiative ebenfalls.

Nur gemeinsam können wir gegen #Corona ankämpfen. Für mich daher eine Selbstverständlichkeit die Initiative #WEKICKCORONA zu unterstützen. Alle gespendeten Beiträge kommen denjenigen in der Gesellschaft zugute, die es in dieser Zeit besonders schwer trifft. #allezusammen

[zum Tweet mit Bild]

Bis Sonntagmittag waren bereits weitere 1,5 Million Euro, also insgesamt 2,5 Millionen Euro, eingesammelt. Nach der Verschiebung der EM befasst sich nun auch die Europäische Fußball-Union (UEFA) mit einer möglichen Spendenaktion. "Wir wollen die wirtschaftliche Kraft, die der Fußball trotz der Krise hat, nutzen, um etwas Gutes zu tun", sagte UEFA-Boss Aleksander Ceferin in der Welt am Sonntag: "In der aktuellen Situation sind alle, die in der Branche ihr Geld verdienen, gefordert." Der Weltverband FIFA hatte bereits zuvor zehn Millionen Dollar an die Weltgesundheitsorganisation WHO gespendet.

Andere Sportarten zeigen ebenfalls Solidarität

Aber nicht nur im Fußball wurden besondere Aktionen gestartet. Die Handballprofis der Bundesliga setzten ein klares Zeichen und verzichten auf Gehälter. Und: im US-Sport spendeten unter anderem die Basketball-Stars Giannis Antetokounmpo, Zion Williamson und Steph Curry sowie Atlanta-Falcons-Besitzer Arthur Blank (5,4 Millionen Dollar) hohe Beträge. Die Sportwelt zeigt Solidarität.