Eintracht-Fans in Rom zünden Pyrotechnik
Die UEFA hat die Eintracht für den Auftritt ihrer Fans in Rom bestraft. Bild © Imago

Die UEFA hat Eintracht Frankfurt nach den Vorfällen beim Europa-League-Spiel in Rom eine Geldstrafe aufgebrummt. Sollte der hessische Anhang in den kommenden beiden Jahren erneut unangenehm auffallen, muss er beim nächsten Auswärtsspiel zu Hause bleiben.

Die Frankfurter Eintracht muss für die Verfehlungen ihrer Fans im Europa-League-Spiel bei Lazio Rom 80.000 Euro zahlen. Das urteilte die UEFA-Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer am Donnerstag. Zudem schaut die europäische Fußballassoziation den Frankfurter Fans in den kommenden beiden Jahren ganz genau auf die Finger. Sollte es in dieser Zeit erneut Ärger geben, werden die Hessen obendrein noch mit einer Ausschlussstrafe für das nächste Auswärtsspiel in einem UEFA-Pflichtwettbewerb belegt. Der Bundesligist müsste auf fremdem Platz dann ohne Support bestehen.

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Die Vorwürfe

Die UEFA hat insgesamt vier Verfehlungen von Eintracht-Fans in Rom bestraft: das Zünden von Pyrotechnik, das Stürmen des Innenraums, das Werfen von Gegenständen und Sachbeschädigung.

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"Es ist die erwartet harte Strafe und gleichzeitig eine letzte Chance, die man uns gibt", sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann in einer ersten Stellungnahme. Strafverschärfend mit eingeflossen in das UEFA-Urteil seien auch die Pyro-Vergehen der Eintracht-Fans in den übrigen Gruppenspielen der Europa League.

Appell an die Fans

Der Verein will in den kommenden Tagen die Entscheidungsgründe der Kommission prüfen und über das weitere Vorgehen beraten. Dass die Eintracht Berufung einlegt, ist laut Hellmann allerdings "eher unwahrscheinlich".

Das Vorstandsmitglied appellierte an die Fans, dass sich Vorfälle wie in Rom nicht mehr wiederholen dürfen. "Wenn wir in den kommenden Wochen und der näheren Zukunft wieder Fußballfeste auf europäischem Boden mit all unserer Reiselust, Begeisterung und Kreativität feiern wollen, dürfen wir uns nichts mehr erlauben", stellte Hellmann klar. Wem das nach dem Rom-Spiel noch nicht klar gewesen sei, habe es nun in Form des UEFA-Urteils "schwarz auf weiß".

Sendung: hr-iNFO, 10.1.2019, 19 Uhr

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27 Kommentare

  • Diese Strafe ist noch viel zu wenig. Wer sich so im Ausland verhält wie diese "sogenannten Fans" hätte eine Strafe von 500 000 Euro verdient.
    Es ist meines Erachtens nicht mehr verständlich was sich in den Stadien abspielt.
    Auch bei uns in Deutschland ist es erschreckend wie es hier zu geht.

  • Durch die Strafe fühlen sich die wenigen Vollidioten doch noch bestärkt, weil sie sich in Szene setzen konnten.
    Wenn Herr Hellmann sagt, "wir" dürften uns nach den Vorfällen in Rom nichts mehr erlauben, verkennt er die Lage total.
    Ich war auch bei dem Spiel in Rom und ich habe mir , wie die allermeisten anderen " nichts erlaubt".
    Solange der Verein diese gestörten Typen nicht ausschließt, werden sich die Vorfälle mit Sicherheit verschlimmern.

  • NEIN aber es müssten die bezahlen, die es verzapft haben.

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