Sechs Tore fair verteilt: Eintracht Frankfurt kommt nach verschlafener Anfangsphase zurück in die Partie, führt kurz und spielt doch wieder Remis. André Silva und Bas Dost bügeln die Fehler der Defensivkollegen aus, doch der geniale Max Kruse schlägt zurück.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt punktet bei spektakulärem Spiel in Berlin

Es war ein harter Fight um jeden Ball. Hier trifft André Silva zum 2:2.
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Was für eine wilde Partie! Union Berlin und Eintracht Frankfurt trennen sich nach spannenden 90 Minuten 3:3 (2:2). Schon vor der Pause fielen vier Treffer. Robert Andrich (2.) und Max Kruse per Foulelfmeter (6.) brachten die Gastgeber in Führung, André Silva (27./37.) holte die Mannschaft von Trainer Adi Hütter zurück in die Partie. Bas Dost (79.) brachte die Frankfurter erstmals in Führung, doch Kruse fand aus Union-Sicht noch die passende Antwort (82.).

Union überrollt Eintracht in den ersten Minuten

Die im gewohnten System mit Dreierkette und zwei Stürmern auflaufende und auf einer Position veränderte (Bas Dost für den an Corona erkrankten Aymen Barkok) Eintracht erlebte einen Albtraumstart an der Alten Försterei. Die zweite Minute war angebrochen, da nutzte Andrich einen haarsträubenden Fehler von Kevin Trapp und staubte aus kurzer Distanz ab. Nur kurze Zeit später gab es den nächsten Rückschlag für die Hessen: Martin Hinteregger ließ sich von Taiwo Awoniyi austanzen und legte den Stürmer im Sechzehner. Die logische Folge: Strafstoß! Max Kruse ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher (6.).

Die Frankfurter waren geschockt und hatten viel Glück, dass Trapp zweimal mit Glück und Geschick gegen Awoniyi (11./15.) retten konnte. Erst danach kam die Mannschaft von Trainer Adi Hütter in die Partie zurück - und wie. Daichi Kamada wurde auf rechts gut freigespielt und gab hervorragend weiter zu Silva, der den zögerlich herauskommenden Andeas Luthe überwand (27.).

Silva schlägt mit Doppelpack zurück

Und der Portugiese bestätigte zehn Minuten später seine bärenstarke Form der vergangenen Monate. Einen Freistoß von Filip Kostic verlängerte er per Hinterkopf in Weltklassemanier unhaltbar ins lange Eck, wo der Ball Innenpfosten ins Netz rollte. Mit diesem 2:2 ging der wilde Ritt in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit waren die Berliner sofort wieder in der Partie. Erst klärte Djibril Sow in höchster Not, die anschließende Ecke setzte Robin Knoche weiter über das Gehäuse (48.). Trapp musste bei einem abgefälschten Ball von Christopher Trimmel (50.) hellwach sein. Doch die Eintracht fand eine erste Antwort, doch Bas Dost scheiterte nach tollem Flügellauf von Kostic per Kopf an Luthe (52.).

Kruse kontert Dost

Trotz gelegentlicher Ruhephasen blieben beide Teams gefährlich. Die nächste große Möglichkeit gehörte Frankfurt, nach einer Ecke vergab Silva nur äußerst knapp (68.), danach scheiterte der wendige Angreifer noch an Luthe (75.). Die Eintracht blieb aber dran und belohnte sich für den unermüdlichen Einsatz, Dost verwertete einen tollen Querpass von Kamada (79.).

Das Ende der Partie? Nein! Kruse bekam den Ball vom rechten Flügel zugespielt und versenkte aus knapp 20 Metern per traumhafter Direktabnahme zum 3:3 (82.) in den Winkel. Trapp konnte dem verdeckten Schuss nur noch hinterhersehen. Danach passierte in den Schlussminuten aber nichts mehr.

Eintracht bleiben Remis-Könige

Am Ende steht ein Punkt für die Eintracht. Ein gewonnener oder verlorener? Das wird sich zeigen. Tabellarisch treten die Frankfurter aber weiter auf der Stelle und stecken im Mittelfeld der Bundesliga fest. Der letzte Sieg liegt beinahe zwei Monate zurück, es war das vierte Remis in Serie.

Weitere Informationen

FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt 3:3 (2:2) 

Union: Luthe - Trimmel, Friedrich, Knoche, Lenz - Prömel (84. Griesbeck),  Andrich - Becker (73. Gogia), Ingvartsen (84. Bülter), Kruse - Awoniyi
Frankfurt: Trapp - Abraham, Hinteregger, N'dicka - Ilsanker, Sow (87. Rode) - Durm (78. da Costa), Kamada, Kostic - Dost, Silva  

Tore: 1:0 Andrich (2.), 2:0 Kruse (6./FE), 2:1 Silva (27.), 2:2 Silva (37.), 2:3 Dost (79.), 3:3 Kruse (82.)               

Gelbe Karten: Lenz, Prömel, Andrich - Sow, N'dicka, Ilsanker        
Schiedsrichter: Reichel (Stuttgart)   

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