Eintracht-Vorstand Axel Hellmann freut sich über den Deal mit der Deutschen Bank.

Eintracht Frankfurt hat inmitten der Coronavirus-Krise ein Ausrufezeichen gesetzt und mit der Deutschen Bank einen neuen Namens-Sponsor präsentiert. Vorstand Axel Hellmann lobt vor allem Offenheit und Verlässlichkeit des zukünftigen Partners.

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Die Vereinsfarben schwarz, rot und weiß statt blau und gelb werden in Zukunft das Stadion von Eintracht Frankfurt im Deutsche Bank Park schmücken. Die Hessen haben am Mittwoch den Sieben-Jahres-Vertrag, der insgesamt rund 38 Millionen Euro einbringen soll, mit dem neuen Namens-Sponsoren präsentiert. Deutsche Bank statt Commerzbank, die 2005 einstieg und bis zum Ende der Verhandlungen im Rennen war, heißt es somit ab Juli 2020.

Hellmann hebt "starkes Bekenntnis" der Deutschen Bank hervor

Inmitten der Coronavirus-Pandemie, in der viele Fragen offen sind und einige Profivereine um die Existenz bangen, setzt die Eintracht ein Ausrufezeichen. "Gerade der Zeitpunkt dieses Bekenntnisses ist unfassbar stark. Diese Verbindlichkeit und Verlässlichkeit während der Coronakrise ist für uns Ausdruck einer klaren Haltung des Managements", sagte Vorstand Axel Hellmann auf einer "Geister-Pressekonferenz", in der er vorher eingeschickte Fragen der Journalisten beantwortete.

Die Vereinbarung mit der Deutschen Bank sei ein wichtiges "Signal" dafür, "dass es auch nach einer solchen Krise weitergeht". Der Kontrakt beinhalte drei "wesentliche" Bereiche, die in Zukunft angegangen werden sollen. "Zum einen geht es um das Namenspatronat des Frankfurter Sportparks, den es schon seit 1925 gibt." Im Mittelpunkt stehe natürlich das "Stadion mit Konzerten, Business-Veranstaltungen und ganz besonders den Heimspielen von Eintracht Frankfurt". Die Trainingsplätze, das im Neubau befindliche 35 Millionen Euro teure ProfiCamp und das Digitalzentrum "Arena of IoT" werden auch den Namen Deutsche Bank Park tragen.

Partnerschaft basiert auf drei Säulen

Der Breitensport wird im Zuge dessen nicht in Vergessenheit geraten. Der zweite Kernbereich umfasst daher die "Erweiterung zu anderen Sportarten" des Vereins. So sollen nicht nur der Fußballspiele und Konzerte, "sondern auch diverse Aktivitäten hier auf dem Gelände" stattfinden. Drittens gehe es um die "Umsetzung gemeinsamer digitaler Geschäftsmodelle".

Die "Umrüstung" des Stadions und Vereinsgeländes "beginnt in einzelnen Teilen schon in diesem Sommer". So werden kurzfristig neue Buchstaben auf dem Stadiondach angebracht werden müssen. "Viele Dinge", so Hellmann weiter, "werden aber plangemäß erst in den nächsten zweieinhalb Jahren dazukommen." Die Malereien im Stadion etwa machen erst im Zuge des von der Stadt finanzierte Umbaus, in dem bis zur Fertigstellung 2023/24 60.000 statt 51.500 Zuschauer Platz finden werden, Sinn.

Hellmann treibt Digitalisierung voran

Schneller will Hellmann die digitalen Veränderungen vorantreiben. Das "digitale Ticketing" ist ein wichtiger Schritt für den Juristen: "In dem Moment, in dem es in unserem Stadion wieder Publikum geben wird, wird eine Bezahlfunktion verfügbar sein, die weit über das Stadion hinausreicht." Kontaktlos statt Bargeld, noch digitaler und vernetzter - die Hessen haben mit diesem Coup die Weichen auf vielen Ebenen für die kommenden Jahre gestellt.