Martin Hinteregger trifft gegen Augsburg

Eintracht Frankfurt hat einen wichtigen 2:0-Sieg im Kampf um die Champions League errungen. Gegen den FC Augsburg sorgte Rückkehrer Martin Hinteregger gegen seinen Ex-Verein für die Befreiung.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt bezwingt den FC Augsburg

Eintracht Frankfurt freut sich über ein Tor gegen Augsburg
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Eintracht Frankfurt hat mit einem 2:0 (1:0)-Sieg über Augsburg am Dienstag zurück in die Spur gefunden. Martin Hinteregger brachte die Mannschaft per Kopf in Führung (38.), André Silva erhöhte in der 58. Minute auf 2:0. Nach einer zähen Anfangsphase zeigte das Team wieder sein altes Gesicht und schüttelte den Druck der vergangenen Woche ab.

Augsburg im ersten Abschnitt gefährlicher

Die Augsburger hatten gleich acht Wechsel in ihrer Startformation vorgenommen und igelten sich zu Beginn der Partie hinten ein. Die Eintracht brachte Hinteregger und Timothy Chandler neu, sie wollte das Bollwerk mit bewährten Verschiebungen knacken: Im Ballbesitz zog sich Evan N'Dicka links weit vor, Sebastian Rode kippte nach hinten ab und Hinteregger agierte mitunter wie ein Libero.

In der fünften Minute erreichte dann eine N'Dicka-Flanke den Kopf von Silva, der aber zu harmlos abschloss. Die ersten ernsthaften Schussgelegenheiten hatten die Gäste, Laszlo Benes prüfte in der zehnten Minute Kevin Trapp.

Hinteregger kommt mit Gelb glimpflich davon

Die offenen Räume der Eintracht-Defensive boten den Augsburgern immer wieder Gelegenheiten zu gefährlichen Kontern. In der 18. Minute klärte Hinteregger bravourös einen Konter der Gäste im letzten Moment. Der Österreicher feierte sein Comeback ausgerechnet gegen die Augsburger, von denen er sich 2019 durchaus kompromisslos zugunsten der Eintracht losgesagt hatte.

Gegen den FCA hatte Hinteregger wohl offene Rechnungen, sicher aber eine offene Sohle: Bei einem harten Tackling gegen Marco Richter nach einer halben Stunde kam er mit der Gelben Karte glimpflich davon. Davon unbeeindruckt schickte er einige verbale Ansagen in Richtung der Augsburger.

Initialzündung durch Filip Kostic

Am Dienstagabend unterstrich Hinteregger zwar seine Bedeutung für die Verteidigung, doch immer wieder brachen die Augsburger über außen durch und agierten Mitte der ersten Hälfte viel gefährlicher als die Eintracht. Die Mannschaft von Adi Hütter spielte im Angriff ideen- und espritlos gegen die Augsburger Fünferkette.

Den Schlüssel für die Verriegelung besaß wieder Filip Kostic: Bis zur 35. Minute ließ ihn Robert Gumny keinen Raum zur Entfaltung, dann setzte Kostic eine punktgenaue Flanke auf Silva, der fast das 1:0 markierte. Die Chance war die Initialzündung für Frankfurt; nach der folgenden Ecke bekamen die Augsburger den Ball nicht geklärt. Dann fand eine Daichi Kamada-Flanke den Kopf von Hinteregger, der den Ball zum 1:0 einwuchtete (38.). Vor dem Stadion zündeten die Fans, wohl die "Hinti Army", daraufhin Böller und stimmten Gesänge an.

Geniestreich von Kamada, Kopfball von Silva

In der Pause wechselte Hütter den vorbelasteten Hinteregger aber aus und brachte Makoto Hasebe. Chandler probierte es nach der Pause direkt mit einem Kopfball. Und Frankfurt wirkte insgesamt mit der Führung im Rücken deutlich befreiter. In der 58. Minute zeigte das Team wieder seine alt bewährte Spielstärke: Kamada hebelte mit einem Geniestreich im Mittelfeld die Augsburger aus, der unermüdliche Rode spielte überlegt auf Kostic und abermals war dessen gefühlvolle Hereingabe entscheidend.

Silva köpfte anders als zu Beginn des Spiels ins Tor, Frankfurt führte 2:0. In der Folge spielte die Mannschaft die Führung weitgehend ungefährdet herunter. Hasebe ordnete souverän die Defensive, Rode trieb im Mittelfeld an (kassierte aber später die zehnte gelbe Karte) und Kostic war immer wieder ein Unruheherd.

Augsburg verschießt Handelfmeter

Nur zwei Mal musste Frankfurt noch zittern: In der 71. Minute bekam Tuta einen Ball an den Oberarm und Augsburg den vertretbaren Elfmeter zugesprochen. Doch Augsburgs Alfred Finnbogason setzte den Ball zu lässig übers Tor, kurz vor Schluss trafen die Gäste zudem den Pfosten. Insgesamt setzte sich die Frankfurter Qualität durch und war der Sieg aufgrund der Spielanteile verdient. Die Eintracht bleibt damit weiterhin ohne Niederlage im eigenen Stadion. In all den turbulenten Tagen ist in Frankfurt dann doch auf zwei Dinge Verlass: auf die Heimstärke und auf Hinteregger.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt – FC Augsburg 2:0 (1:0)

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger  (46. Hasebe), N'Dicka - Sow (79. Ilsanker), Rode - Chandler (88. Durm), Kamada (83. Barkok), Kostic - Silva, Jovic (79. Younes) 

Augsburg: Gikiewicz - Oxford, Suchy, Uduokhai - Gumny, Gruezo, Moravek (65. Strobl), Pedersen - Richter (65. Jensen), Benes (81. Vargas) – Niederlechner (65. Finnbogason)

Tore: 1:0 Hinteregger (37.), 2:0 Silva (58.) 
Gelbe Karten: Hinteregger, Rode, Jovic – Uduokhai
Bes.Vork.: Finnbogason verschießt HE (73.)

Schiedsrichter: Schröder (Hannover)   

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Sendung: hr1, 20.04.21, 23 Uhr