Eintracht-Fans dürfen das Rückspiel gegen Inter nur im gekennzeichneten Gästebereich verfolgen.
Eintracht-Fans dürfen das Rückspiel gegen Inter nur im gekennzeichneten Gästebereich verfolgen. Bild © picture-alliance/dpa

13.500 Fans dürfen die Eintracht in den Gästefanblock nach Mailand begleiten. Wer sich darüber hinaus Tickets sichert, wird wohl nur bis zum Stadioneingang kommen. Aus Sicherheitsgründen dürfen keine Frankfurter in den neutralen Bereich.

Dass der Auswärts-Fanrekord in der Europa League gebrochen wird, gilt als sicher: Nachdem 12.000 Fußballbegeisterte die Eintracht vor rund fünf Jahren nach Bordeaux begleitet hatten, dürfen nun 13.500 Frankfurter den Auswärtsblock beim Europa-League-Spiel in Mailand bevölkern. Mehr geht. Und mehr darf vor allem nicht.

Deutsche Fans bekommen keinen Zutritt zum neutralen Bereich des Giuseppe-Meazza-Stadions, wenn Inter Mailand und die Eintracht am Donnerstag (21 Uhr, live im Social Radio) um den Einzug ins Viertelfinale des Wettbewerbs spielen. Das machten die Italiener im Vorfeld deutlich.

Zugang nur zum Frankfurter Fanblock

Auf der Homepage des Clubs heißt es: "Fans von Eintracht Frankfurt erhalten aus Sicherheitsgründen keinen Zugang zum Stadion, wenn sie Tickets außerhalb der für sie bestimmten Bereiche besitzen." Das über 80.000 Zuschauer fassende Stadion war zuletzt beim Europa-League-Spiel von Inter gegen Rapid Wien mit etwa 50.000 Besuchern besetzt gewesen.

In der 24-stündigen Verkaufsphase des Bundesligisten waren rund 20.000 Ticketbestellungen für das Spiel eingegangen. Auch die Eintracht warnt auf der eigenen Homepage "ausdrücklich vor Angeboten von Tickethändlern auf nicht autorisierten Ticketzweitmarkt-Plattformen und vor dem Kartenkauf über die offizielle Ticketseite des FC Internazionale Milano".

Fanrivalitäten beschäftigen italienische Behörden

Als Schikane will man das Verbot auf beiden Seiten nicht missverstanden wissen. Die Partie zwischen Mailand und Frankfurt gilt als Hochrisikospiel. Für die italienischen Behörden ist sie durch "hohe Risikoprofile gekennzeichnet", wie die Zeitung La Gazetta dello Sport berichtet. Kopfzerbrechen bereiten den Ordnungshütern die Rivalitäten und Allianzen beider Fan-Lager.

Die Eintracht-Ultras pflegen eine Fanfreundschaft mit den Anhängern von Atalanta Bergamo, die wiederum bei den Inter-Ultras verhasst sind. Die Mailänder Fans können in der Serie A besonders gut mit den Ultras von Lazio Rom, die aber ein Problem mit den Eintracht-Fans haben. Die Antipathie beruht auf Gegenseitigkeit. Beim Europacup-Spiel der Hessen im Dezember in Rom war es zu Ausschreitungen im Stadion gekommen. Die Polizei rechnet damit, dass sowohl Bergamo- als auch Lazio-Fans nach Mailand fahren.

Die Eintracht erwartet nach eigenen Angaben aber keinen Ärger mit Fans, die ohne Eintrittskarte anreisen. "Es gibt keinen Anlass zu Befürchtungen", sagte Jan Strasheim, Mediendirektor des Bundesligisten, am Dienstag.