Eintracht-Coach Adi Hütter.
Eintracht-Coach Adi Hütter warnt vor Donezk: "Sie können uns weh tun." Bild © Imago

Die Ausgangslage? Gut - aber nicht blendend. Bei Eintracht Frankfurt stellt sich vor dem Rückspiel in der Europa League gegen Schachtar Donezk die Frage der Herangehensweise. Trainer Adi Hütter könnte zu einer für ihn untypischen Spielidee greifen.

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Ein schnelles Tor? Oder erst einmal absichern? Defensiv-Taktik? Oder Offensiv-Power? Nach dem 2:2 im Hinspiel in Charkiv ist die Ausgangslage für Eintracht Frankfurt am Donnerstag (18.55 Uhr live im Social Radio) gegen Schachtar Donezk verzwickt. Einerseits würde ein schnelles Tor der Hessen für Beruhigung sorgen, andererseits wäre die Eintracht bei einem einfachen 0:1 ausgeschieden. Welche Taktik darf es daher sein? Adi Hütter, Trainer der Frankfurter, tendiert wohl eher zu einer defensiven Denkweise: "Wir müssen darauf schauen, hinten die Null zu halten."

Neue Situation, neuer Weg

Eine Vorgehensweise, die auch auf das Hinspiel in Charkiv zurück geht. Dort bewies Schachtar, wie gefährlich das Team aus der Ukraine in der Offensive ist – und das in Unterzahl. Bereits nach zehn Minuten sah Taras Stepanenko die Gelb-Rote-Karte. Dennoch erzielte das Team von Trainer Paulo Fonseca in der zweiten Hälfte noch den Ausgleich zum 2:2. "Wenn wir Schachtar - mit ihrer Schnelligkeit und Dynamik - Räume anbieten, können sie uns weh tun", hat Hütter daher aus dem Hinspiel gelernt.

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hs

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Und genau das will der Eintracht-Coach in Frankfurt verhindern. Der sonst so offensiv denkende Hütter dürfte damit ein wenig von seiner eigenen Spielidee abweichen, die in dieser Saison schon zu dem einen oder anderen Offensiv-Feuerwerk geführt hat. Neue Situationen erfordern eben neue Wege. "Es geht in erster Linie darum, das Ergebnis zu verteidigen", gesteht der 49-Jährige: "Wir können nicht nur nach vorne laufen."

Hütter: "Schachtar muss auf Sieg spielen"

Pragmatismus statt Power-Fußball. Neue Töne von Hütter. Ganz kann und will der Eintracht-Coach aber doch nicht von der eigenen Spielidee abweichen. "Schachtar muss auf Sieg spielen", weiß er und erklärt daher auch: "Das gibt uns die Möglichkeit, nach vorne zu spielen. Wir müssen selbst aktiv sein und vorne Nadelstiche setzen." Dennoch ist es wahrscheinlich, dass der Frankfurter Trainer ein Drittel seines Tor-Trios zu Beginn auf der Bank lässt. Gut möglich, dass es dieses Mal Ante Rebic erwischt.

Daher könnte es bei Nadelstichen bleiben. Auch deswegen, da die Eintracht im zentralen Mittelfeld reichlich Personalsorgen plagen. Gelson Fernandes fällt wohl sicher aus, ein Einsatz von Sebastian Rode und David Abraham ist äußerst fraglich. Hütter wird improvisieren müssen, hat dafür in Jetro Willems, Mijat Gacinovic oder Jonathan de Guzman mehrere Alternativen. Auch Makoto Hasebe ist eine Option auf der verwaisten Fernandes-Position.

Egal wie: Eingespielt wird diese Elf jedoch nicht sein. Daher erklärt der Eintracht-Coach schon jetzt: "Wir müssen morgen kein wunderschönes Spiel machen." Eine Einschränkung gibt es dann aber dennoch: "Wenn es so sein sollte, dass wir auch nach vorne spielen und Tore schießen – warum nicht?"

So könnte die Eintracht spielen

Eintracht-Aufstellung gegen Donezk.
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