Trainer Oliver Glasner, die Torschützen Filip Kostic und Jesper Lindström feiern (v.l.).

Mit enorm hohem Einsatzwillen gewinnt die Eintracht beim SC Freiburg, dem Überraschungsteam der Saison. Ein oft gescholtener Neuzugang zeigt sich beim Auswärtssieg in prächtiger Form.

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Eintracht Frankfurt hat den zweiten Auswärtssieg in Serie gefeiert und beim SC Freiburg mit 2:0 (2:0) gewonnen. Jesper Lindström erzielte in der 34. Minute das 1:0 für die Frankfurter, Filip Kostic erhöhte vor der Pause mit einem direkt verwandelten Freistoß (43.).

Die Eintracht musste auf Abwehrmann Martin Hinteregger verzichten, nachdem dieser einen Schlag abbekommen hatte und für die Partie geschont wurde. Makoto Hasebe bildete daher mit Evan N'Dicka und Tuta die Dreierkette. Vorne erhielt Lindström abermals die Chance mit Rafael Borré. Die Eintracht agierte vom Start weg engagiert, spielte aber die Kontersituationen zu schlampig aus.

Trapp pariert drei Mal stark

Nach zwanzig Minuten wurde Freiburg griffiger, als Eintracht-Keeper Kevin Trapp nacheinander gegen Vincenzo Grifo (18., 25.) und Lucas Höler (19.) gut parierte. Mit dem agiler werdenden Daichi Kamada fanden die Frankfurter allerdings zurück in die Partie und wurden durch Lindströms Tor belohnt (34.). Der Däne spielte sich mit Kristijan Jakic in den Sechzehner, profitierte dann von einem Abpraller in den Lauf und legte den Ball überlegt mit dem Außenrist ins lange Eck.

Kurz vor der Pause segelte ein Freistoß von Kostic an allen vorbei ins Tor zum 2:0 (43.). Die Eintracht-Spieler feierten an der Bank mit Trainer Oliver Glasner und bejubelten zwei Wirkungstreffer zur richtigen Zeit in einer eigentlich ausgeglichenen ersten Halbzeit. "In Europa kennt euch keine Sau", sangen die SGE-Fans höhnisch im Gästeblock des Europa-Park-Stadions.

Offener Schlagabtausch in Hälfte zwei

Direkt nach der Pause scheiterte Borré mit einem Schussversuch (46.). Bei Freiburg wirbelte nun das deutsche Nachwuchstalent Kevin Schade in der Offensive und schuf viele Räume. Nicolas Höfler traf den Pfosten (51.).

Die Partie wurde richtig flott - auf der Gegenseite prüfte der nun sichtlich selbstbewusste Lindström Freiburgs Keeper Mark Flekken. Kurz darauf rettete Tuta auf der Linie für die Eintracht, bevor Kamada mit einem Flachschuss scheiterte (56./57./58.). Frankfurt verlagerte sich nun aufs Kontern und hielt gegen den Ball die Gastgeber durch enorm hohe Laufbereitschaft in Schach.

Jakic ein Symbol für die Frankfurter Arbeit

Neben Lindström und Kamada verdiente sich Jakic ein Sonderlob für seinen Einsatz, schon nach 75 Minuten hatte er als einziger Mann auf dem Feld über zehn Kilometer Laufdistanz abgerissen.

Auch die Dreierkette um Hasebe verteidigte konzentriert das Zu-Null nach Hause. Freiburg kam nicht mehr zu klaren Gelegenheiten. So erarbeitete sich die Eintracht den Überraschungserfolg beim bisherigen Überraschungsteam der Saison. Die Mannschaft von Trainer Glasner sprang mit den drei Punkten vorübergehend rauf auf Platz elf.

Weitere Informationen

SC Freiburg – Eintracht Frankfurt 0:2 (0:2)

Freiburg: Flekken - Gulde, Lienhart, Schlotterbeck (46. Schade) - Kübler (85. Weißhaupt) , Eggestein (69. Haberer), Höfler, Günter, Jeong (69. Sallai), Grifo (90. Demirovic) - Höler

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hasebe, Ndicka - Chandler (65. Toure), Sow (74. Rode), Jakic, Kostic - Kamada - Borré (85. Ilsanker), Lindström (74. Ache)

Tore: 0:1 Lindström (34.), 0:2 Kostic (43.)
Gelbe Karten: - / Trapp, Tuta, Chandler, Toure

Schiedsrichter: Badstübner (Windsbach)
Zuschauer: 32.500

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