Amin Younes und Jogi Löw beim Confed Cup 2017

Eintracht Frankfurts Amin Younes ist in der Form seines Lebens. Das ist auch Bundestrainer Joachim Löw nicht verborgen geblieben. Der sagt: "Natürlich spielt Younes in meinen Gedanken eine Rolle."

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Vier Jahre ist es nun her. Deutschland gegen Aserbaidschan, Qualifikation für die WM 2018, Sandro Wagner im Sturm und Bernd Leno im Tor, beim Stand von 5:1 durfte Eintracht Frankfurts Amin Younes, damals noch in Diensten von Ajax Amsterdam, zum letzten Mal bei der Nationalmannschaft mittun, für die letzten 20 Spielminuten. Anschließend war es das mit Younes Nationalelf-Karriere, nach fünf Spielen, zwei Toren und sogar einem Titel, dem Confed-Cup 2017. Vorerst.

Vorerst, schließlich ist Younes vier Jahre später in der Form seines Lebens. "Momentan würde ich schon sagen, dass ich in einer sehr, sehr guten Form bin und gefühlt auch in der bisher besten Form meiner Karriere", sagte Younes unter der Woche im Interview mit dem Pay-TV-Sender Sky. Bester Beweis: Sein Gala-Auftritt gegen den FC Bayern München beim 2:1-Sieg der Hessen. Auf der Tribüne: Bundestrainer Jogi Löw.

"Ich war echt wieder angetan von seiner Leistung"

Dieser fand direkt nach dem Spiel schon lobende Worte. Und legte nun im Interview mit der Sportschau noch einmal nach: "Bei der Eintracht fühlt er sich wohl, sie geben ihm auch das Vertrauen. Ich habe ihn jetzt das ein oder andere mal wieder gesehen und war echt wieder angetan von seiner Leistung", so Löw über den 27-Jährigen.

Das klingt ganz danach, als würde Younes zu den Länderspielen Ende März gegen Island, Rumänien und Nordmazedonien nach vier Jahren mal wieder eine Einladung zur Nationalmannschaft ins Haus flattern. Zumal es nicht viele deutsche Spieler mit seinem Profil auf Top-Level gibt: schnell, wendig, kreativ und torgefährlich.

"Das ist im heutigen Fußball sehr wichtig"

Das weiß auch Löw. "Er ist ein Spieler, der auf engem Raum in der Orientierung sehr gut ist und vor allem Eins-gegen-Eins-Situationen auflöst", so Löw. "Das ist im heutigen Fußball sehr wichtig. Gegen Bayern hat er eine ganz starke erste Hälfte gespielt und natürlich spielt er in meinen Gedanken eine Rolle." Dass Younes bei der 1:2-Niederlage in Bremen ausnahmsweise einmal blass blieb, dürfte daran kaum etwas ändern.

Er selbst bleibt ohnehin gelassen. "Das wäre für mich nach wie vor etwas Großartiges. Das war immer ein Traum, für Deutschland zu spielen", so Younes. Die drei Länderspiele Ende März sind übrigens die letzten vor der Europameisterschaft. Vielleicht wird es ja was mit dem zweiten Nationalmannschaftstitel für Younes.