Trainer Adi Hütter feiert mit seiner Mannschaft den Klassenerhalt.

Vor dem Saisonfinale gegen den SC Paderborn richtet Eintracht-Coach Adi Hütter den Blick bereits in die Zukunft. Und verrät: Personell wird sich bei den Frankfurtern nicht allzu viel tun.

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zum hr-fernsehen.de Video Ein Jahr ohne Europa – tut das der Eintracht gut?

Volle Tribüne der Eintracht Frankfurt Fans.
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Wenn am Samstag gegen 17.20 Uhr das Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen den SC Paderborn abgepfiffen wird, wird wohl auch Cheftrainer Adi Hütter einmal kräftig durchschnaufen. Seit zwei Jahren ist der 50-Jährige nun Trainer bei den Hessen, das Spiel gegen Paderborn wird sein 103. Pflichtspiel in nur zwei Jahren. 68 Bundesligapartien, eine Europacup-Quali, je ein Halbfinale in Europa League und DFB-Pokal: So etwas nennt man wohl Mammutprogramm.

Im Saisonfinale geht es für die Eintracht um nicht mehr allzu viel, irgendwo zwischen dem achten und zehnten Platz werden die Hessen ins Ziel gehen. Weswegen Hütter den Blick bereits in die Zukunft wirft. Eine Saison ohne Europa League sei zwar schade, aber "aus Trainersicht und um die Mannschaft weiter zu entwickeln vielleicht ganz gut", so Hütter im Interview mit der Frankfurter Rundschau. "Ich will die Mannschaft weiter bringen, will ihr eine eigene Handschrift geben. Sie soll im nächsten Jahr eingespielter sein."

"Einen so großen Kader wie dieses Jahr werden wir nicht brauchen"

Freilich wird der entspanntere Terminplan auch Einfluss auf die Kaderplanung haben. "Einen so großen Kader wie dieses Jahr werden wir nicht brauchen", so Hütter. Das Gerüst für die kommende Runde steht größtenteils, viele Spieler haben längerfristige Verträge, größere Personalrochaden sind auf dem aktuell sowieso schwierigen Markt eher nicht angedacht. "Ein Fundament ist da, ohnehin kommen einige Leihspieler zurück. Von denen will ich mir zunächst ein Bild machen", sagte der Coach. "Sicher ist: Routine haben wir genug. Große personelle Veränderungen im Kader wird es nicht geben."

Eher steht den Hessen eine Verschlankung und Verjüngung ihres 33 Mann umfassenden Kaders bevor. Mit Gelson Fernandes, Jonathan de Guzmán und wohl auch Marco Russ verlassen ein paar alte Recken die Eintracht, die eine oder andere Kaderstelle wird dadurch für junge, talentierte Spieler frei. Darunter dürfe gern ein Außenspieler sein, so Hütter zum Wiesbadener Kurier. "Einen, der links und rechts spielen kann, einen, der ein gutes Dribbling hat, einen mit viel Spielverständnis. Wir haben uns umgeschaut, es gibt hochinteressante Spieler."

"Wir werden bis zum Schluss ums Weiterkommen kämpfen"

Dieser darf dann mithelfen, die Ziele in der kommenden Saison zu erreichen. Oder sogar noch jene in dieser? Nach dem Paderborn-Spiel hat Hütter seinen Spielern erst einmal vier Wochen Urlaub gegeben. Anfang August aber steht noch das verschobene Europa-League-Rückspiel gegen Basel an. "Wir werden auch gegen den FC Basel bis zum Schluss ums Weiterkommen kämpfen", so Hütter. Und wer weiß, vielleicht gibt es dann, nach dem 104. Pflichtspiel Hütters in zwei Saisons, ja doch noch ein paar Zugaben.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel!, 22.06.20, 23:15 Uhr