Eintracht Salzburg Daichi Kamada

Eintracht Frankfurt hat die Tür zum Achtelfinale in der Europa League ganz weit aufgestoßen: Gegen RB Salzburg gewannen die Hessen das Hinspiel deutlich. Mann des Abends war Daichi Kamada.

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Eintracht gegen Salzburg
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Kamada-Show im Stadtwald: Dank eines glänzend aufgelegten Daichi Kamada steht Eintracht Frankfurt mit eineinhalb Beinen im Achtelfinale der Europa League. Gegen RB Salzburg gewannen die bestens aufgelegten Hessen am Donnerstagabend mit 4:1 (2:0) auch in der Höhe verdient. Alleine drei Treffer erzielte der Japaner (12./43./53.), den vierten Treffer steuerte Filip Kostic bei. Für Salzburg traf Hee-Chan Hwang kurz vor Schluss (85.).

Vor der Partie stand nicht das eigentliche Spiel im Vordergrund. Das Stadion gedachte in einer Schweigeminute den Opfern des Anschlags in Hanau, beide Mannschaften trugen zudem einen Trauerflor. Mit dem Anpfiff war die Ruhe aber vorbei. Die Eintracht, die mit Makoto Hasebe und Kamada in der Startelf begann, setzte die Gäste direkt unter Druck - und wurde früh belohnt.

Kamada trifft zweimal vor der Pause

In der 12. Minute schalteten Kostic und Almamy Touré nach einem Einwurf schnell und setzten Kamada in Szene, der sich aus halbrechter Position im Strafraum nicht zweimal bitten ließ und zur frühen Eintracht-Führung einschob. In der Folgezeit entwickelte sich eine Partie, die zwar nicht hochklassig war, aber durchaus flott. Die nächste Chance der Hessen vergab der präsente Kamada aus spitzem Winkel (21.).

Die Gäste aus Salzburg präsentierten im Verlauf der ersten Halbzeit zwar phasenweise einen ansehnlichen Spielaufbau, richtig gute Chancen sprangen dabei aber nicht heraus. Auch deswegen, weil Stefan Ilsanker (28.) und David Abraham (35.) zweimal mit einer beherzten Grätsche einen möglichen Einschlag verhinderten. Die Eintracht war da in der Offensive konsequenter. Kostic vergab zwar eine gute Möglichkeit (32.), nach einem schnell und sehenswert vorgetragenen Konter über Hasebe und Djibril Sow erzielte erneut Kamada aber noch vor dem Pausenpfiff die 2:0-Führung (43.).

Schnelle zwei Tore nach Wiederanpfiff

Nach der Halbzeit begann dann endlich die Kamada-Show im Stadtwald. Nach einer Flanke von Evan N'Dicka traf der Japaner per Kopf zum 3:0 (53.). Nur drei Minuten schickte der Mann des Abends Offensiv-Kollege André Silva auf die Reise, der danach Kostic bediente, der wiederum zum 4:0 traf (56.). Silva stand beim Zuspiel von Kamada jedoch im Abseits, trotz Einsatz des VAR behielt der Treffer jedoch seine Gültigkeit.

Das Spiel war nach dieser ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte gelaufen, das merkte man den nun völlig neben sich stehenden Salzburgern, aber auch den nun aufdrehenden Frankfurtern an. Nur fünf Minuten nach dem 4:0 hätte Sebastian Rode eigentlich erneut erhöhen müssen, verfehlte das Tor aus elf Metern aber knapp. Weitere fünf Minuten später war es Kostic, der nach einem sensationellen Solo ebenfalls vorbeischoss (66.).

Hwang trifft per Elfmeter

Die Eintracht hatte die Partie, die nun endgültig entschieden war, danach komplett im Griff - und konnte ein paar Kabinettstückchen präsentieren. Silva versuchte es in der 74. Minute artistisch. Sein Fallrückzieher landete aber in den Händen von RB-Keeper Cican Stankovic. Auch der eingewechselte Goncalo Paciencia vergab eine gute Chance zum fünften Treffer, sein Schuss wurde abgeblockt (78.).

Kurz vor Schluss erzielte der Gast aus Salzburg dann doch seinen Treffer. Nach einem vermeintlichen Foul von Sow an Andreas Ulmer traf Hwang per Elfmeter zum schmeichelhaften 1:4 aus Sicht der Österreicher (85.). Bei diesem Ergebnis blieb es bis zum Schluss.

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EINTRACHT FRANKFURT - FC SALZBURG 4:1 (2:0)

Frankfurt: Trapp - Toure, Arbaham, Ilsanker (86. Durm), Ndicka - Rode, Hasebe, Sow - Kamada (81. Da Costa), Kostic - Silva (75. Paciencia)

Salzburg: Stankovic - Farkas, Onguene, Wöber - Ulmer, Mwepu, Junuzovic, Okugawa (46. Adeyemi), Szoboszlai (71. Camara) - Daka (46. Koita), Hwang

Tore: 1:0 Kamada (12.), 2:0 Kamada (43.), 3:0 Kamada (53.), 4:0 Kostic (56.), 4:1 Hwang (85., FE)
Gelbe Karten: Sow/Adeyemi

Schiedsrichter: Palabiyik (Türkei)
Zuschauer: 47.000 (ausverkauft)

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