Hütter Mainz neu

Eintracht Frankfurt rutscht in der Tabelle immer weiter ab und der Trainer erzürnt die Fans. Nun fordern nicht wenige den sofortigen Rauswurf von Adi Hütter, um die Champions League zu retten. Ein Kommentar, warum das die richtige Entscheidung sein könnte.

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Audioseite Hütter: "Haben teilweise über unsere Verhältnisse gespielt"

Adi Hütter
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Adi Hütter tut der Eintracht nicht mehr gut. Seit sein Abgang zu Borussia Mönchengladbach offiziell ist, hat Hütter praktisch aufgehört Eintracht-Trainer zu sein. Die 0:4-Schlappe in Gladbach und das komplett unsensible Interview danach ("Schönes Stadion hier", "nur die Farben ändern sich") waren nur die Vorboten der jetzigen Krise. Natürlich hat Hütter bei der Eintracht Großes geleistet. Er versteht es wie kein anderer, eine Erfolgswelle zu reiten. Doch Krise kann er nicht. Sein neuerliches Interview nach dem mauen 1:1 gegen Mainz treibt die Fans zurecht auf die Barrikaden.

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Hütter sagte: "Ich will nicht von einer Enttäuschung sprechen. Es liegt nicht am Trainer, es liegt nicht am Team. Was die Leute reden, ist mir egal." Sätze wie Messerstiche in die Herzen der Fans. Hütter kann zum Beispiel deshalb keine Krise, weil ihm Selbstkritik komplett fremd ist. Zudem stellt er sein Ego über den Erfolg des Teams.

Hütter und das Younes-Debakel

Zwischen Hütter und seinem spielstärksten Profi, Amin Younes, steht etwas Menschliches. "Verbrieft ist ein lautstarker Disput in der Halbzeitpause des Dortmund-Spiels", schreibt etwa die Frankfurter Rundschau. Es spricht vieles dafür, dass Hütter deshalb Younes nicht mehr in die Startelf stellt. Hütter nimmt Kritik sofort persönlich und gefährdet dadurch den sportlichen Erfolg. Selbst die Mainzer Spieler schüttelten nach dem 1:1 in Frankfurt ungläubig den Kopf. Keiner von ihnen verstand, warum Hütter Younes nicht von Anfang an brachte. Schließlich hatten sie vor ihm die meiste Angst.

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Portrait von Carsten Schellhorn, daneben das Wort "Meinung".

Carsten Schellhorn
hr-sport

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Und jetzt noch dieser Hütter-Satz. "Vielleicht haben wir auch über unsere Verhältnisse gespielt." Mehr Demotivation geht nicht. Hütter, der in den Presse-Konferenzen zu sportlichen Fragen immer sehr auf seine Wortwahl achtet und selten etwas preisgibt, schwenkt schon mal die weiße Flagge. Natürlich kann sich die Eintracht in den letzten beiden Spielen den Champions-League-Platz noch furios zurückerobern. Das ist möglich. Und natürlich werden die Eintracht-Verantwortlichen Hütter nicht entlassen, weil sie wissen, dass das noch viel mehr Unruhe schaffen würde.

Doch verdient hätte er es trotzdem. Weil Hütter seit dem Beginn seiner Verhandlungen mit Gladbach seine Belange über die der Eintracht stellt. Er tut der Eintracht nicht mehr gut. Nicht den Spielern und schon gar nicht den Fans. Und die schreiben seit Wochen einen Satz in die Spalten der sozialen Netzwerke: "Niemand, kein Spieler und kein Trainer ist größer als der Verein."