Sebastian Rode und Djibril Sow haben gegen die TSG Hoffenheim stark gespielt.

Sebastian Rode und Djibril Sow sind gegen die TSG Hoffenheim kaum aufgefallen – und waren bei der neu formierten Eintracht trotzdem der Schlüssel für die Kompaktheit. Das Duo könnte nach dem Erfolg die Rufe nach Neuzugängen im zentralen Mittelfeld verstummen lassen.

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Adi Hütter
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Als Adi Hütter auf der Pressekonferenz vor der Partie in Hoffenheim auf seine Hinrundenerkenntnisse angesprochen wurde, verwies der Trainer von Eintracht Frankfurt auf die "fehlende Kompaktheit" und erklärte, wie diese hergestellt werden sollte: "Wir müssen zurück zu den Wurzeln." Was das bedeutet? "Wir müssen wieder die nötigen Laufwege gehen und über harte Arbeit unsere Ergebnisse erzielen", forderte Hütter. Back to the roots: So lautete das Motto im Trainingslager in den USA.

Eintracht in Hoffenheim lauf- und zweikampfstark

Das Einstudieren der Viererkette war daher auch der der Schwerpunkt in der Vorbereitung an der Ostküste in Florida. Mit neuem System sollte die "unangenehme Phase" mit nur einem Punkt aus sieben Bundesligapartien beendet und diese Kompaktheit hergestellt werden. Doch eine veränderte Formation alleine hilft nicht, wenn die Spieler ihre Aufgaben nur unzureichend ausfüllen. Die Lust am Laufen und die Gier nach Zweikämpfen musste also geweckt werden.

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Die Bundesliga ist in die Rückrunde gestartet - mit dabei: die Eintracht gegen Hoffenheim. Wie haben sich die Frankfurter geschlagen? Und - wie läuft die Transferperiode? Die Antworten im heimspiel! am Montag ab 23:15 Uhr.

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Der Blick auf die Statistik zeigt, wie gut der Österreicher seine Mannschaft auf die Begegnung im Kraichgau vorbereitet hat: Die Hessen konnten 59 Prozent ihrer Zweikämpfe gewinnen und waren der TSG auch in Sachen Laufleistung (119,23 zu 118,89 Kilometer) überlegen. Hauptverantwortlich für diese Dominanz war das fleißige Zentrum, das sich komplett in den Dienst der Mannschaft stellte.

Sow und Rode unauffällig, aber wichtig

Djibril Sow und Sebastian Rode bildeten eine Doppelsechs, die dem Gegner keinerlei Raum ließ und die Lücken gnadenlos zulief. Sow kam in der Endabrechnung auf herausragende 12,8 Kilometer, Rode musste sich mit 12,5 Kilometer Laufleistung ebenfalls nicht verstecken. Auch in den direkten Duellen ließ sich das Duo nicht abkochen: Sow gewann 62 Prozent der Zweikämpfe, Rode immerhin noch 50 Prozent.

"Die Mannschaft hat taktisch diszipliniert gespielt und wenig zugelassen", lobte Hütter nach dem ganz wichtigen Sieg zum Rückrundenauftakt. Sow und Rode, der sich nur bei einer Ecke offensiv einschaltete und den Ball vor Filip Kostic‘ Lattenkracher durchsteckte, zeigten ihre Defensivqualitäten und waren so Schlüsselfiguren bei der neu formierten Eintracht. Was sich in der Hinrunde phasenweise bereits andeutete, könnte sich im Jahr 2020 bestätigen: Sow und Rode harmonieren durchaus im Zusammenspiel. Unauffällig, aber doch so wichtig.

Verstummen die Rufe nach Neuzugängen im Zentrum?

"Es ist wie mit einer Freundin. Man muss sich und die Vorlieben kennenlernen", sagte Sow bereits im Herbst. Dabei waren die Sorgen nach den Ausfällen von Gelson Fernandes (Hüfte) und Daichi Kamada (Bänderverletzung) groß, Hütter forderte im Trainingslager noch Neuzugänge für das zentrale Mittelfeld. Diese Rufe könnten nach der starken Leistung, die vom ebenfalls gut performenden Mijat Gacinovic abgerundet wurde, verstummen – vor allem auch mit Blick auf Kamada, der schnell zurückkehren will. Sow und Rode haben zudem den Nachweis erbracht, dass sie hart arbeiten und für die nötige Kompaktheit im Eintracht-Spiel sorgen können.

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Eintracht Adi Hütter HR still
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