Ajdin Hrustic hofft auf seinen Durchbruch im zweiten Jahr.

Ajdin Hrustic steht vor seiner zweiten Saison bei Eintracht Frankfurt. Der Australier will sich unter Trainer Oliver Glasner durchsetzen. Auf welcher Position? Der Mittelfeldspieler zeigt sich flexibel.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ajdin Hrustic äußert sich zu seinen Wunschpositionen

Hrustic Tor
Ende des Audiobeitrags

Und plötzlich musste der bis dahin sehr auskunftsfreudige Ajdin Hrustic kurz innehalten und nachdenken. "Schwierig zu beantworten", gab der Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt bei einer Presserunde kurz vor Beginn der Trainingseinheit am Donnerstagnachmittag zu. Auf welcher Position er sich denn am besten aufgehoben fühle, lautete die Frage "Es kommt darauf an, wo der Trainer mich sieht und wie er spielen lassen will", lautete die diplomatische Antwort.

Hrustic zeigt sich angetan von Trainer Glasner

Der 25-Jährige kam erst am vergangenen Montag aus seinem verlängerten Urlaub, den er in Griechenland und Spanien verbracht hatte, zurück. Mit Australien absolvierte Hrustic noch vier Länderspiele, fiel dabei mit einem Traumtor auf. Glasner und der er müssen sich aber noch beschnuppern.

Die ersten Eindrücke von Hrustic sind positiv: "Ich mag den neuen Trainer. Ich genieße es, wie offen er mit uns redet. Er sieht Details, die er sofort aufzeigt und erklärt." Der Linksfuß, der in den Einheiten mit seiner tollen Schusstechnik auffällt, legt sich auf keine Wunschposition fest: "Ob im Zentrum, als Spielmacher oder auf dem Flügel - ich bin da!"

Hrustic ordnet seine erste Bundesligasaison ein

Sehen die Eintracht-Fans Hrustic etwa in einer Rolle á la Arjen Robben? Vom rechten Flügel in die Mitte ziehend und mit links abschließend? Da musste Hrustic schmunzeln: "Das ist einfacher gesagt, als es ist. Was Robben in der Bundesliga gezeigt hat, ist etwas anderes. Aber ich probiere alles."

In seiner zweiten Saison soll ihm ein weiterer Schritt nach vorne gelingen. 264 Bundesligaminuten bei einem Startelfeinsatz standen am Ende auf dem Papier. Hrustic ordnete ein: "Es hat etwas gedauert, bis ich wusste, wie das Team spielt und was der Trainer will. Aber ich habe mir die Zeit genommen, mich zu entwickeln und alles zu verstehen."

Große Konkurrenz im Mittelfeld der Eintracht

Der Endspurt mit drei Einsätzen an den letzten drei Spieltagen macht dem Nationalspieler Mut. Doch die Konkurrenz im Mittelfeld der Hessen ist groß. Amin Younes, Daichi Kamada, Jesper Lindström, Sebastian Rode (musste das Training abbrechen, wurde am Oberschenkel behandelt), Djibril Sow, Rodrigo Zalazar, Aymen Barkok oder Fabio Blanco heißen die Konkurrenten im Zentrum und auf den Flügeln.

Glasner hat die Qual der Wahl, doch Hrustic möchte auf sich aufmerksam machen: "Ich will spielen. Jeder Spieler will natürlich so viele Minuten wie möglich auf dem Platz stehen, Tore schießen und Vorlagen geben." Der Einzug in die Europa League und die daraus resultierende "Dreifach-Belohnung" (O-Ton Glasner) haben die Chancen darauf deutlich erhöht.