Die Eintracht jubelt in München.

Bei Rekordmeister Bayern München verteidigt Eintracht Frankfurt lange mit großer Leidenschaft - und schlägt dann eiskalt zu. Damit enden gleich mehrere Serien.

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Eintracht Frankfurt hat die große Überraschung geschafft: Das Team siegte beim Meister Bayern München mit 2:1 (1:1). Leon Goretzka brachte die Bayern in Führung (29. Minute), Martin Hinteregger glich für die Frankfurter aus (32.). In der 83. Minute gelang Filip Kostic der umjubelte Siegtreffer.

Ilsanker ersetzt Hasebe

Die Eintracht ging mit Fünferkette ins Spiel - Stefan Ilsanker ersetzte in der defensiven Zentrale den verletzten Makoto Hasebe, zudem kam Tuta zu seinem ersten Startelf-Einsatz in der laufenden Saison. Erwartungsgemäß konzentrierten sich die Frankfurter zunächst auf die Abwehrarbeit, während die Bayern von Anfang an Druck machten. Die erste große Chance hatte Robert Lewandowski, der nach vier Minuten knapp über das Tor von Kevin Trapp köpfte.

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Die Eintracht jubelt um Filip Kostic
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Der Meister erspielte sich in der Folge zahlreiche Möglichkeiten: Einen Abpraller von Kristijan Jakic konnte Trapp über den Kasten lenken (13. Minute), nach der anschließenden Ecke hielt der Keeper auch den Schuss von Thomas Müller fest. In der 25. Minute zielte der aufgerückte Niklas Süle auf Zuspiel von Müller nur knapp am kurzen Pfosten vorbei. In der 29. Minute klingelte es fast folgerichtig: Hinteregger verspielte den Ball im Vorwärtsgang, die Bayern schalteten schnell und Goretzka schloss zum 1:0 ab.

Touré hat die Führung auf dem Fuß

Doch die Eintracht, die bis dahin mit eigenem Ballbesitz kaum etwas anfangen konnte, ließ sich nicht beirren: Jakic erkämpfte gegen Dayot Upamecano den Ball, die auf den Zweikampf folgende Ecke von Kostic köpfte Hinteregger zum 1:1 ein. Für die mutiger werdenden Frankfurter hatte Almamy Touré in der 42. Minute gar die Führung auf dem Fuß, brachte den Ball aber nicht an Nationalkeeper Manuel Neuer vorbei. Auf der Gegenseite hätte Serge Gnabry nach einer Hereingabe von Leroy Sané die Hausherren wieder in Front bringen müssen, traf aber nur den Außenpfosten (44.).

Nach Wiederanpfiff blieb die Eintracht mutig und verteidigte das eigene Tor leidenschaftlich. In der 56. Minute hatte Trapp einen weiteren großen Auftritt, als er mit dem langen Bein einen Kopfball von Lewandowski aus kurzer Distanz abwehren konnte. Ansonsten hielt das hessische Abwehr-Bollwerk den bayerischen Angriffen lange stand - eben weil Trapp immer dann zur Stelle war, wenn seine Verteidiger doch mal überspielt wurden, wie beispielsweise beim Schuss aus spitzem Winkel von Gnabry (64.).

Kostic lässt die Eintracht jubeln

In der Folge wurden die Angriffe der Bayern wütender. Dadurch ergaben sich Räume zum Kontern, die die Eintracht zunächst aber nicht ordentlich ausspielen konnte. In der 84. Minute änderte sich das jedoch, als Kostic auf der linken Seite an den Ball kam ihn beherzt ins Tor drosch - 2:1 für die Eintracht, die dieses schmeichelhafte aber leidenschaftlich erkämpfte Ergebnis über die Zeit brachte.

Für die Eintracht endeten damit gleich mehrere Serien: Es war der erste Sieg in der laufenden Bundesliga-Saison nach sechs Unentschieden in Folge und zugleich der erste Erfolg der Hessen beim FC Bayern München seit über 20 Jahren.

Weitere Informationen

Bayern München – Eintracht Frankfurt 1:2 (1:1)

München: Neuer - Süle (75. Sabitzer), Upamecano, Hernandez, Davies - Kimmich, Goretzka, Gnabry (70. Musiala), T. Müller, Sané (81. Chupo-Moting) - Lewandowski                           
Frankfurt: Trapp - Tuta (84. Hrustic), Ilsanker, Hinteregger - Toure (61. da Costa), Sow, Jakic, Chandler, Lindström (61. Hauge),  Kostic – Borré (78. Lammers)             

Tore: 1:0 Goretzka (29.), 1:1 Hinteregger (32.), 1:2 Kostic (83.)   
Gelbe Karten: Upamecano, Davies - Hauge            

Schiedsrichter: Badstübner (Windsbach)
Zuschauer: 25.000 (ausverkauft)       

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