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Katja Kraus war früher als Pressesprecherin bei der Eintracht tätig. Bild © Imago

Katja Kraus erlebte einst eine Achterbahn der Gefühle bei der Frankfurter Eintracht. Zwei Jahrzehnte später blickt die Ex-Pressesprecherin auf eine emotionale Zeit zurück – und erkennt die Diva vom Main nicht wieder.

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Wenn Katja Kraus die Eintracht von damals mit dem Traditionsclub von heute vergleicht, spricht die 48-Jährige von Fußball-Welten. Sponsoren, Medienlandschaft, Umsätze – alles habe sich komplett verändert. "Vor 20 Jahren hat die Eintracht alle 14 Tage eine Sportveranstaltung angeboten und eine Bratwurst verkauft", erinnert sich Kraus zurück an ihre Zeit beim Fußball-Bundesligisten. Von 1998 bis 2003 war die Ex-Nationaltorhüterin Pressesprecherin der Frankfurter, erlebte vor allem das Wunder von Main 1999 mit dem Last-Minute-Klassenerhalt hautnah mit.

"Das war damals die beste Party meines Lebens und eine emotionale Zeit bei der Eintracht", sagte Kraus im hr-heimspiel! des hr-fernsehens. Damals hätten Kinder noch Sparschweine geschickt. Die wirtschaftlich schlimmen Zeiten, die Kraus am Riederwald vorfand, sind längst passé. Die Eintracht hat sich zu einem seriösen Verein gemausert, der finanziell so gut dasteht wie noch nie und die Zuschauer mit spektakulärem Offensiv-Fußball in den Stadtwald lockt. "Ich finde es großartig, dass es der Eintracht so gut geht", schwärmte Kraus von der Entwicklung des DFB-Pokalsiegers.

"Die Eintracht ist immer noch mein Verein"

Auch wenn die erfolgreiche Gesellschafterin einer Sportmarketing-Agentur beruflich viel um die Ohren hat, ist sie in Sachen Eintracht immer auf der Höhe. Am Wochenende schaue sie bei den Bundesliga-Ergebnissen erst einmal darauf, wie die Eintracht gespielt habe. Dabei erlebte die gebürtige Offenbacherin die längste Zeit als Funktionärin in der Bundesliga von 2003 bis 2011 als Vorstandsmitglied beim Hamburger SV. Ihre Sympathiebekundungen für den aktuellen Tabellenfünften und Europa-League-Teilnehmer kann dies aber nicht schmälern. "Die Eintracht ist immer noch mein Verein."

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Eher macht sich Kraus, die in 220 Bundesliga-Spielen für den FSV Frankfurt (1986 bis 1998) zwischen den Pfosten stand, um den "Ruf" der Eintracht sorgen. "Ich weiß nicht, wie das mit dem Markenkern perspektivisch in Einklang zu bringen ist, wie sie eine Diva bleiben wollen", meinte sie scherzhaft angesichts der Tatsache, dass sich alles so stringent nach oben entwickle. Seinerzeit erlebte Kraus während ihrer Eintracht-Zeit die launische Diva vom Main in allen Facetten. Fast zwei Jahrzehnte später sind die Frankfurter auf dem besten Weg zu einem Spitzenclub.

Werben um Eintracht-Stars "Ausdruck des Erfolgs"

Dass die europäischen Topvereine wie nun angeblich der FC Barcelona bei Toptorjäger Luka Jovic ihre Fühler nach den Offensivstars der Eintracht ausgestreckt haben, ist für Kraus auch ein Zeichen der Wertschätzung. "Das ist immer ein Ausdruck des Erfolgs und ein Beleg dafür, welche exzellente Arbeit die Eintracht macht", würdigte Kraus nun die Entwicklung ihres"Lieblingsvereins".