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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt verliert in Paderborn

Szene aus dem Eintracht-Spiel in Paderborn

Eintracht Frankfurt ist endgültig in einer sportlichen Krise angekommen. Selbst beim Tabellenletzten SC Paderborn reicht es für die Hessen nicht zum ersten Sieg seit fast zwei Monaten.

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat auch das siebte Punktspiel in Folge nicht gewinnen können. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter verlor am Sonntagabend zum Hinrunden-Abschluss beim Tabellenschlusslicht SC Paderborn mit 1:2 (0:2). Abdelhamid Sabiri (9. Spielminute) und Sebastian Schonlau (41.) trafen für den Aufsteiger, Bas Dosts Anschlusstreffer in der zweiten Halbzeit (72.) kam zu spät. Damit bleibt das 5:1 gegen Bayern München Anfang November der bislang letzte Bundesliga-Sieg der Frankfurter.

Schon der Start der Eintracht in die Partie beim SCP verlief alles andere als weihnachtlich gemütlich. Nachdem Saison-Debütant Simon Falette Paderborns ersten Vorstoß durch Kai Pröger noch abfangen konnte (5.), gingen die Hausherren nur vier Minuten später in Führung: Sabiris Sonntagsschuss aus zentraler Position und rund 20 Metern Entfernung segelte über den Kopf von Keeper Felix Wiedwald ins Tor.

Zu viel Platz für Sabiri

Eine Mitschuld am frühen Rückstand traf den Schlussmann aber nicht, dafür aber seine Vorderleute. Weder ein Verteidiger aus der neu formierten Viererkette, noch einer der beiden Doppel-Sechs-Akteure Gelson Fernandes/Dominik Kohr griffen den Torschützen an, geschweige denn waren überhaupt in seiner Nähe.

Anschließend standen die einzelnen Frankfurter Mannschaftsteile zwar dichter und kompakter beieinander, richtigen Zugriff aufs Spielgeschehen gewannen die Hessen dadurch aber nicht automatisch. Stattdessen gab weiter Paderborn den Ton an – und kam deshalb verdientermaßen noch vor der Pause zum 2:0.

Schonlau erhöht per Kopf

Ein Freistoß des sehr aktiven Pröger an den zweiten Pfosten verwertete Schonlau aus kürzester Distanz per Kopf (41.). Auch in dieser Situation war der Eintracht die mangelnde Frische – allen voran im mentalen Bereich – anzumerken. Makoto Hasebe, Danny da Costa, Schlussmann Wiedwald: Niemand von ihnen war nah genug dran am Torschützen, niemand konnte die Situation bereinigen.

Und die Eintracht? Tat sich, wie so oft in dieser Hinrunde, offensiv schwer. Die besten Möglichkeiten vergab Mijat Gacinovic, zunächst aus halbrechter Position (25.), später per Freistoß (45.+3). Einen Elfmeter für die Hessen nahm Video-Assistent Robert Kampka korrekterweise zurück, weil das Handspiel von Luca Kilian außerhalb des Strafraums stattgefunden hatte (19.).

Engagierter Aufsteiger

Nach dem Seitenwechsel bot sich den 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Paderborner Arena zunächst ein ähnliches Bild. Der Aufsteiger lieferte einen mutigen, engagierten und zudem kämpferisch wie spielerisch überzeugenden Auftritt ab und rechtfertigte so den 2:0-Zwischenstand. Streli Mamba (50.), Sabiri (55.) und Ben Zolinski (58.) vergaben gleich drei gute Chancen aufs 3:0. Und damit auf die Vorentscheidung.

Weil das Trio den berühmten Sack aber nicht zumachte, blieb die Eintracht im Spiel – und sie steigerte sich. Dost, der einzige echte Stoßstürmer in der Frankfurter Startelf, sorgte nun für mehrere Möglichkeiten, scheiterte zunächst allerdings an SCP-Keeper Leopold Zingerle (52.).

Eintracht nun auf Rang 13

Mitte der zweiten Halbzeit machte es der Angreifer dann besser, nach einer Flanke von Evan N'Dicka von der linken Seite stand Dost im Zentrum genau richtig und traf – 1:2, der Anschlusstreffer. Mehr war für die Hessen aber nicht drin. Eintracht Frankfurt beendet das Fußball-Jahr 2019 auf Rang 13 der Bundesliga-Tabelle. Der Puffer auf die Abstiegszone beträgt nun nur noch drei Punkte.

Weitere Informationen

SC Paderborn - Eintracht Frankfurt 2:1 (2:0)

Paderborn: Zingerle - Jans, Kilian, Schonlau, Collins - Gjasula, Sabiri - Pröger (86. Hünemeier), Antwi-Adjei - Zolinski (79. Oliveira Souza), Mamba (66. Michel)

Frankfurt: Wiedwald - Chandler, Hasebe, Falette, Ndicka - Fernandes (46. Silva), Kohr (64. Sow) - da Costa, Gacinovic (76. Kamada), Kostic - Dost

Tore: 1:0 Sabiri (9.), 2:0 Schonlau (41.), 2:1 Dost (72.)

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Sabiri, Collins, Michel - Fernandes

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