Fredi Bobic, Adi Hütter und Bruno Hübner von Eintracht Frankfurt.

Durch den Sieg gegen den VfB Stuttgart springt Eintracht Frankfurt auf Rang vier – und wird vom Jäger zum Gejagten. Für Trainer Adi Hütter macht das keinen Unterschied, für die Stimmungslage eventuell schon.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Jetzt glauben wir wirklich dran"

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Eigentlich fühlt sich Adi Hütter in einer anderen Rolle wohl. In der des Jägers. In den vergangenen Wochen, in denen die Eintracht von Sieg zu Sieg eilte, rückte der magische vierte Platz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, immer näher. Und nun, nach dem 3:0-Erfolg am Sonntag gegen den VfB Stuttgart, ist die Eintracht da. Auf Rang vier. Kein Jäger mehr – sondern Gejagter. Somit haben die Frankfurter im Liga-Endspurt zum ersten Mal auch etwas zu verlieren.

Das sieht Hütter naturgemäß etwas anders. Klar, die Tabelle hat sich verändert, der Eintracht-Coach erklärt aber gelassen: "Ob Jäger oder Gejagter – für mich macht das keinen Unterschied." Wenn sein Team das auch so sieht: super. Wenn der Anhang das auch so sieht: perfekt. Wenn nicht, könnte es am Saisonende aber auch enttäuschte Gesichter geben. Denn eines ist ebenso klar: Die Möglichkeit, in der nächsten Saison in der Königsklasse zu spielen, war noch nie so hoch wie in dieser Spielzeit.

Gladbach trudelt von Misserfolg zu Misserfolg

Für diese These reicht ein kurzer Blick auf die Tabelle: Der Vorsprung auf Werder Bremen auf Rang sechs beträgt bereits sieben Punkte, Verfolger Gladbach liegt einen Punkt hinter den Hessen auf Rang fünf. Das eigentliche Ziel Europa League ist damit zwar noch nicht sicher, aber mehr als realistisch. Oder wie es Hütter ausdrückt, sollten die Hessen dieses Ziel doch noch verpassen: "Das wäre unangenehm." Daher geht der Blick nach hinten eigentlich nur bis auf Rang fünf.

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Genau dort trudelt die Fohlenelf aus Gladbach gerade von Misserfolg zu Misserfolg, hat zudem am nächsten Spieltag die aufstrebenden Bremer zu Gast. Obwohl die Borussia eigentlich ambitionierter in die Saison gestartet ist als die Eintracht: Gemessen an der momentanen Form können die Fohlen den Hessen derzeit nicht das Wasser reichen.

Hütter: "Der Druck liegt bei den anderen Vereinen"

Hütter betont daher auch: "Wir sehen die Situation nicht als Gefahr, sondern positiv. Wir haben nicht den Druck, in die Champions League zu müssen. Dieser Druck liegt bei den anderen Vereinen." Besonders gemeint: Gladbach. Der aktuelle Tabellenfünfte kommt aus anderen Sphären, war zum Ende des vergangenen Jahres noch leiser Titelkandidat. Für die Eintracht war zu Beginn der Rückrunde noch die Europa League ein absolutes Traumziel. Die Positionen haben sich seit Sonntag verschoben. Und wer etwas zu verlieren hat damit auch.