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Audioseite Last-Minute-Elfmeter beschert Eintracht den ersten Sieg

Goncalo Paciencia Eintracht Frankfurt

Es geht doch! Eintracht Frankfurt hat endlich den ersten Pflichtspiel-Sieg unter Trainer Oliver Glasner eingefahren. Gegen Antwerpen in der Europa League brauchte es dafür aber einen Elfmeter in der Nachspielzeit.

Ein spätes Elfmeter-Tor hat Eintracht Frankfurt am Donnerstagabend den ersten Pflichtspiel-Sieg der Saison beschert. Nach 90 mehr als dürftigen Minuten traf Goncalo Paciencia in der ersten Minute der Nachspielzeit zum umjubelten 1:0 (0:0)-Endstand beim Europa-League-Auswärtsspiel in Antwerpen. Die Hessen haben dadurch nun vier Punkte in der Gruppe und können etwas durchatmen.

Die Eintracht, bei der Makoto Hasebe als Libero ein Comeback feierte, war zu Beginn die agilere Mannschaft - ohne dabei effektiv zu sein. Martin Hinteregger probierte es als erstes mit einem Gewalt-Freistoß, scheiterte aber an Antwerpens Schlussmann Jean Butez (3.). Nur wenige Minuten später scheiterte auch Sam Lammers, jedoch nicht an Butez, sondern an sich selbst, als er ein formidables Luftloch schlug (8.).

Trapp bekommt Böller zwischen die Beine

In einer intensiven und sehr umkämpften ersten Hälfte kamen im Anschluss auch die Gäste in die Partie. In der 18. Minute musste erstmals Kevin Trapp zeigen, dass er Bälle halten kann. Wer dachte, diese Anfangsphase sei nun der Startschuss zu einer munteren Partie, wurde im Anschluss aber schwer enttäuscht. Viel Leerlauf prägte den weiteren ersten Abschnitt. Kostic probierte es zweimal, scheiterte einmal an Butez (18.) und stand einmal im Abseits (23.). Richtige Torchancen bot der erste Durchgang nicht.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Kracher. Leider mit einem der absolut geschmacklosesten Sorte. Ein Böller flog aus dem Block der Royal-Fans und explodierte direkt zwischen den Beinen von Eintracht-Keeper Trapp. Der ging sofort zu Boden, konnte aber weiterspielen. Auch die restlichen Akteure auf dem Feld spielten im Anschluss weiter, viel Fußball kam aber immer noch nicht dabei heraus. Das Niveau blieb auf beiden Seiten überschaubar.

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Samatta vergibt beste Chance

Selbst wenn die Eintracht mal die Möglichkeit hatte, schnell umzuschalten und eine Überzahl zu erzeugen, vertendelten die Hessen meistens die Kugel. Besonders der glücklose Stoßstürmer Lammers verhedderte sich oft bei seinen Aktionen. Antwerpen war in diesem Abschnitt der Partie nicht wirklich besser, hatte aber wenigstens ein paar gute Möglichkeiten.

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zum Video Die Eintracht-Pressekonferenz nach dem Spiel in Antwerpen

glasnerPK
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Dinis Almeida versuchte es in der 61. Minute per Kopf, Trapp war aber zur Stelle. Kurz darauf tauchte dann Mbwana Samatta frei vor dem Eintracht-Gehäuse auf, vergab die zu diesem Zeitpunkt beste Chance der Partie jedoch kläglich. Und die Frankfurter? Rackerten, taten, machten - heraus sprang aber lange nichts.

Paciencia trifft sicher vom Punkt

Rafael Borré hatte die nächste Möglichkeit der Hessen, konnte aber den Ball nicht im Tor unterbringen (76.). Auch der eingewechselte Daichi Kamada probierte es zweimal, seine Abschlüsse waren jedoch harmlos. Es brauchte schon ein mehr als unnötiges Foul an Jesper Lindström in der 90. Minute und einen coolen Paciencia vom Elfmeterpunkt, damit die Hessen doch noch die nicht für möglich gehaltenen, aber extrem wichtigen drei Punkte einfahren konnten.

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Royal Antwerpen – Eintracht Frankfurt 0:1 (0:0)

Antwerpen: Butez - Buta, Verstraete, Dinis Almeida, de Laet, Dessoleil - Samatta (67. Gerkens), Manuel (77. Miyoshi), Nainggolan, Fischer - Eggestein (46. Frey)     

Frankfurt: Trapp - Toure, Hasebe (72. Ilsanker) , Hinteregger - Chandler, Sow (90. Tuta), Jakic, Kostic, Hrustic (46. Kamada) - Borré (86. Paciencia), Lammers (72. Lindström)     

Tore: 0:1 Paciencia (90./FE)
Gelbe Karten: Nainggolan, Frey, Verstraete - Paciencia                                     
Schiedsrichter: Kehlet (Dänemark)                 

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