Voller Einsatz: Lucas Torró beim Spiel in Wolfsburg
Lucas Torró beim Spiel in Wolfsburg Bild © Imago Images

Nach dem Unentschieden in Wolfsburg hat die Eintracht die Qualifikation zur Champions League noch immer in der eigenen Hand. Rückkehrer Lucas Torró gibt sich kämpferisch und setzt vor allem auf die Heimspiele.

Obwohl nach dem späten Ausgleich der Wolfsburger keinem Eintrachtler wirklich zum Feiern zumute war, war das Spiel für einen Akteur persönlich doch ein gefühlter Sieg: Mittelfeldspieler Lucas Torró, der zum ersten Mal seit über sechs Monaten nach einer langwierigen Adduktorenverletzung wieder über 90 Minuten auf dem Platz gestanden hatte.

"Der Sieg war zum Greifen nah"

"Ein solches Spiel gegen einen Gegner wie Wolfsburg, der über das Physische kommt, das ist schon happig", gab der Spanier zu. "Ich habe dafür gut trainiert, ich wollte die Chance nutzen, wieder zum Einsatz zu kommen." Eine Chance, die ihm Teamkollege Gelson Fernandes durch seine Sperre unfreiwillig bescherte.

Doch auch bei Teamplayer Torró überwog natürlich die Enttäuschung über das Ergebnis. "Der Sieg war zum Greifen nah. Schade, dass es nicht gereicht hat und wir dieses Tor noch kassieren. Aber es ist ein leichtungsgerechtes Ergebnis."

Das alles in einem "schwierigen Spiel" und mit einem "komischen Gefühl", weil die Fans nach der lauten Europapokal-Nacht gegen Benfica dieses Mal aus Protest gegen Montagsspiele in der ersten Halbzeit stumm blieben. "Die Stimmung war schon anders, aber das muss man ausblenden, da muss man drüberstehen."

Kämpfen bis zum Ende

Was dem 24-Jährigen für den Saisonendspurt Mut macht? "Trotz der vielen Spiele und trotz der großen Belastung hat die Mannschaft mal wieder gezeigt, dass sie bis zum Ende kämpfen kann", sagt er. "Wir haben es immer noch in der eigenen Hand. Das ist das Gute: dass wir bestimmen, wo es lang geht." Zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf den Tabellenfünften Gladbach, auf Hoffenheim sind es drei Punkte.

Die Zeiten, in denen Eintracht-Spieler die Worte "Champions League" nicht in den Mund nehmen wollen, sind jedenfalls lange vorbei. Und so gibt Torró die Marschroute für die restlichen vier Spiele in der Bundesliga (gegen Hertha, in Leverkusen, gegen Mainz und bei Bayern München) vor: "Wir müssen versuchen, die zwei Heimspiele für uns zu entscheiden und dann möglichst viel auswärts noch mitnehmen, um die Champions League klarzumachen." Und dabei kann der Spanier nach seiner langen Leidenszeit endlich auch wieder aktiv mithelfen.