Evan N'Dicka und die Teamkollegen brauchen gegen Marcel Sabitzer und Co. eine Topleistung.

Die Frankfurter Eintracht hat durch den Sieg gegen die TSG Hoffenheim dringend benötigtes Selbstvertrauen getankt. Doch die nächste Aufgabe hat es sogleich in sich: Herbstmeister und Spitzenreiter RB Leipzig reist an. Trainer Adi Hütter befindet sich auf der Suche nach der richtigen Balance.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die komplette Pressekonferenz vor dem Spiel der Eintracht gegen Leipzig

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Daten gefällig über RB Leipzig? Die beste Sturmreihe der Bundesliga mit 51 Toren, die zweitbeste Defensive mit 21 Gegentreffern, aus acht der vergangenen neun Partien 25 von 27 Punkte geholt, dabei im Schnitt 3,8 Tore erzielt und laut transfermarkt.de einen Gesamtwert von 559,6 Millionen Euro. Die Sachsen beeindrucken unter Trainer Julian Nagelsmann auf allen Ebenen.

"Brauchen mehr als ein perfektes Spiel"

Eintracht-Coach Adi Hütter hat vor dem Spiel gegen RB am Samstag (15.30 Uhr) daher allerhöchsten Respekt: "Leipzig hat viele Spieler, die in der Lage sind, Tore zu erzielen. Sie haben viele Qualitäten. RB ist die Mannschaft der Stunde." Der Österreicher traut den Leipzigern in dieser Saison den großen Wurf zu: "Sie sind eine hervorragende Mannschaft. RB hat in den letzten neun Spielen sieben Punkte mehr als der FC Bayern München geholt. Für mich sind sie ein Meisterschaftskandidat."

Zwei Niederlagen hat der Tabellenführer erst kassiert, nur der FC Schalke 04 (3:1) und der SC Freiburg (2:1) konnten das Nagelsmann-Team besiegen. Doch wie lautet das richtige Rezept gegen RB? "Meine Mannschaft braucht mehr als ein perfektes Spiel", forderte Hütter eine Steigerung. Der 2:1-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim war zwar erleichternd, doch gegen Leipzig "müssen wir uns prozentual steigern, weil der Gegner noch stärker ist".

Eintracht soll nicht zu defensiv agieren

Hütter befindet sich dabei auf der Suche nach der richtigen Balance: "Wir spielen zuhause und wollen auch die Möglichkeiten suchen. Ich schaue jetzt nicht nur darauf, dass wir die Leipziger aus dem Spiel nehmen und gar nichts nach vorne machen." Es gehe bei der Eintracht darum, in der Ordnung zu bleiben, dem Gegner kaum Raum zu lassen und nach Ballgewinn schnell umzuschalten. Wenn die Offensivreihe mit Timo Werner, Patrik Schick, Christopher Nkunku oder Emil Forsberg ins Rollen kommt, ist es meist schon zu spät.

So könnte Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig auflaufen.

In welcher Formation Hütter antwortet und seine Mannschaft auf das Feld schickt, ließ er offen: "Ich habe einige Möglichkeiten." Eine Rückkehr von der Vierer- zur Dreierkette sei ebenso möglich wie eine Aufstellung mit zwei Spitzen. Personell können die Frankfurter bei dieser Herkulesaufgabe aus dem Vollen schöpfen, Daichi Kamada steht rund zwei Wochen nach seinem Bänderriss möglicherweise schon wieder im Kader.

Hütter hat beide Tabellenhälften im Blick

Auch wenn die Favoritenrolle gegen Leipzig klar verteilt ist, hat die Eintracht mit Blick auf die Tabelle weiterhin Druck. Der von Werder Bremen belegte Relegationsrang 16 liegt weiterhin nur vier Zähler entfernt. Doch Hütter richtet den Blick dennoch nicht ausschließlich nach unten: "Wir müssen so viele Punkte wie möglich sammeln und schauen, in welche Richtung es geht.“