Timothy Chandler freute sich über sein Saisondebüt - trotz Kopfverletzung...

Timothy Chandler durfte gegen den 1. FC Köln sein Startelfdebüt in dieser Saison feiern. Der Defensivallrounder von Eintracht Frankfurt ging dabei keinem Duell aus dem Weg und war das Gesicht einer wilden Partie.

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Acht Minuten Nachspielzeit wurden nach einer wilden ersten Halbzeit zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln angezeigt. Erik Durm und Luca Killian waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselt und auch bei Timothy Chandler gab es nach einem Zusammenprall große Bedenken, ob er noch mitwirken durfte. Das Eigengewächs war gezeichnet, er war ein Symbol eines echten Fights im Frankfurter Stadtwald.

Chandler musste genäht werden

"Es war ein größerer Cut. Ich hätte nicht gedacht, dass es noch weitergehen könnte", gab der US-Amerikaner nach Abpfif erschöpft zu. Der Arzt, so erzählte er lachend, habe ihn "angelogen", als er gesagt habe, dass es nicht so schlimm aussehe: "Erst ging es mit einem Turban weiter und dann wurde ich in den 15 Minuten Halbzeitpause genäht." Die Narbe wird Chandler wohl noch lange begleiten.

Doch die Freude über den ersten Einsatz in dieser Saison überwog die Schmerzen: "Es hat mir sehr viel Spaß gemacht." Trainer Oliver Glasner habe ihn am Freitag informiert und in gewisser Art und Weise für sein Engagement belohnt. "Der Trainer hat mir gesagt, dass ich gute Trainingsleistungen gezeigt und hart gearbeitet habe", erklärte Chandler.

"Die Moral hat auf jeden Fall gestimmt"

Glasner zog ihn auf die linke Abwehrseite - und der gebürtige Frankfurter biss sich in die Partie hinein. Obwohl seine Pass- (56 Prozent) und Zweikampfquote (18 Prozent gewonnen) kein Ruhmesblatt darstellten, wurde Chandler zum Gesicht des Spiels. Er ließ sich von der Körperlichkeit der Kölner nicht beeindrucken und hielt bis zuletzt dagegen.

"Die Moral hat auf jeden Fall gestimmt", erkannte Chandler nach dem Remis und fasste zusammen: "Wenn du das Spiel nicht gewinnen kannst, dann ist es wichtig, nicht zu verlieren." Dass die Eintracht nach sechs Pflichtspiel-Unentschieden in Serie weiter auf der Stelle tritt, war sicherlich nicht am Kämpfer auf der linken Abwehrseite festzumachen.