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Das Spiel von Eintracht Frankfurt bei RB Salzburg in der Europa League findet am Donnerstagabend nicht statt. Wegen einer Orkanwarnung wurde die Partie auf Freitag verschoben. Das könnte auch Auswirkungen auf den Bundesliga-Spieltag haben.

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Das Rückspiel in der Europa League zwischen RB Salzburg und Eintracht Frankfurt ist wegen einer Orkanwarnung auf Freitagabend (18 Uhr) verlegt worden. Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit und können nach RB-Angaben nicht zurückgegeben weden.

Die Eintracht allerdings kommt ihren eigenen Fans entgegen und teilte via Twitter mit: "Alle Zuschauer, die ihre Eintrittskarte aus dem Auswärtskontingent von Eintracht Frankfurt infolge der Spielverschiebung nicht nutzen konnten, erhalten gegen Einsendung des Tickets an den Zuschauerservice von Eintracht Frankfurt den Eintrittspreis zurück."

Sturmböen bis 120 km/h

Ursprünglich sollte die Begegnung am Donnerstag (21 Uhr) stattfinden. "Die Gesundheit der Zuschauer und der Spieler geht immer vor", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. "Das ist höhere Gewalt, auch wenn es für unsere Planungen und die der Fans mehr Aufwand bedeutet. Sportlich bedeutet es für beide Teams am Freitag dasselbe." Frankfurt hatte das Hinspiel in der Runde der letzten 32 Mannschaften mit 4:1 gewonnen.

Die Entscheidung über die Absage wurde während einer Krisensitzung getroffen, an der neben Vertretern der Europäischen Fußball-Union UEFA auch Verantwortliche der beiden Vereine, der lokalen Behörden sowie der Polizei Salzburg teilnahmen. Erwartet wurden Sturmböen mit Spitzen von bis zu 120 km/h, eine sichere An- sowie Abreise sei deshalb nicht gewährleistet gewesen.

Wird das Bremen-Spiel der Eintracht verlegt?

Für Frankfurt werden damit nun zwischen dem Abpfiff des Spiels in Salzburg und der Bundesliga-Partie bei Werder Bremen am Sonntag (18 Uhr) keine 48 Stunden liegen. Dadurch ergebe sich laut Deutscher Fußball Liga (DFL) "die unglückliche Situation, dass Eintracht Frankfurt (...) nur ein voller Tag zur Regeneration bleibt", hieß es am Donnerstagabend in einer Mitteilung.

"Die DFL steht diesbezüglich in Kontakt mit beiden Clubs und prüft trotz großer Termin-Enge bis zum Saisonende mögliche Alternativen." Über eine eventuelle Neu-Ansetzung des Spiels der Eintracht in Bremen soll am Freitag entschieden werden.

Prall gefüllter Terminkalender

Die Suche nach einem Ausweichtermin dürfte sich allerdings schwierig gestalten. Am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) muss Frankfurt im Viertelfinale des DFB-Pokals erneut gegen Bremen antreten, eine weitere Woche später finden bereits die Achtelfinal-Hinspiele in der Europa League statt. Der Weser-Kurier spekuliert, dass sich der kommende Montag (2. März) anbieten könnte, "um zwischen Abpfiff der Europapokalpartie und dem Anpfiff beim Duell in der Liga den obligatorischen Minimalabstand von 48 Stunden zu gewährleisten".

Mit Blick auf die Verlegung des Salzburg-Spiels heißt es im Regelwerk der UEFA unter Artikel 25.01: "Kann ein Spiel nicht wie geplant beginnen oder nicht zu Ende gespielt werden, werden das vollständige Spiel bzw. die verbleibenden Spielminuten grundsätzlich am folgenden Tag ausgetragen." Und weiter: "Kann das Spiel nicht am nächsten Tag neu angesetzt werden, legt die UEFA-Administration einen neuen Termin an einem Ausweich- oder anderen Datum fest. Die Neuansetzung kann Abweichungen vom regulären Spielkalender nach sich ziehen."

Absagen zuletzt für Mönchengladbach und BVB

Wegen Wetterkapriolen war eine internationale Partie eines Bundesligisten zuletzt am 13. September 2016 abgesagt worden. Das Champions-League-Spiel von Borussia Mönchengladbach bei Manchester City fand wegen Starkregens nicht statt. Nach einem heftigen Gewitter und der Platzbegehung durch Schiedsrichter Björn Kuipers (Niederlande) wurde das Spiel einen Tag später ausgetragen.

Danach wurde zudem die Königsklassen-Partie zwischen Borussia Dortmund und AS Monaco (11. April 2017) abgesagt - allerdings wegen des Anschlags auf die im Mannschaftsbus sitzenden BVB-Spieler und -Betreuer.

Sendung: hessenschau kompakt, 27.2.20, 16:45 Uhr