Das Stadion von Eintracht Frankfurt

Nach dem mutmaßlich rassistisch motivierten Anschlag in Hanau wird Eintracht Frankfurt am Abend im Europa-League-Spiel gegen RB Salzburg den Opfern gedenken.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Nach Gewalttat von Hanau: Eintracht mit Trauerflor und Schweigeminute

Eintracht Frankfurt
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Nach der Gewalttat in Hanau mit insgesamt elf Toten herrscht auch bei Eintracht Frankfurt Schockzustand. "Die schrecklichen Vorkommnisse in Hanau in der letzten Nacht sorgen für Trauer und Entsetzen im gesamten Bundesgebiet und speziell in der Rhein-Main-Region. Eintracht Frankfurt ist aufgrund dieser Vorfälle geschockt und in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer", hieß es in einer offiziellen Mitteilung der Hessen.

Entsprechend werde man am Abend vor und während des Europa-League-Spiels gegen RB Salzburg der Opfer gedenken. "In Gedenken an die Betroffenen und als klares Zeichen gegen jegliche Form von Rassismus und Extremismus wird heute Abend vor dem UEFA Europa League-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Salzburg eine Schweigeminute durchgeführt. Zudem werden beide Mannschaften in Trauerflor spielen", so die Eintracht weiter. Anpfiff in der Commerzbank Arena ist um 18:55 Uhr, das Spiel ist mit 47.000 Zuschauern ausverkauft.

"Verdacht einer terroristischen Gewalttat"

In Gedenken an die Opfer werden auch die Mannschaften der Bundesliga und 2. Liga am Wochenende mit Trauerflor auflaufen. Das teilte die Deutsche Fußball Liga am Donnerstag mit. Außerdem wird es vor den Spielen ebenfalls eine Schweigeminute geben. "Die Morde von Hanau sind ein entsetzliches Verbrechen. Die Tat lässt uns geschockt und verständnislos zurück", sagte DFL-Boss Christian Seifert: "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und deren Angehörigen."

Durch Schüsse in zwei Hanauer Shisha-Bars sind am späten Mittwochabend insgesamt neun Menschen getötet worden, weitere wurden teils schwer verletzt. Später wurde auch der mutmaßliche Täter und eine weitere Person tot in der Wohnung des Mannes aufgefunden. Laut Hessens Innenminister Peter Beuth habe die Bundesanwaltschaft den "Verdacht einer terroristischen Gewalttat". Erste Ermittlungen deuten demnach auf ein fremdenfeindliches Motiv hin.