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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Frankfurts Europa-Traum platzt in Köln

Frust bei Eintracht-Stürmer Silva

Eintracht Frankfurt hat keine Chance mehr auf die Europa League. Eine Niederlage in Köln können die Hessen zwar noch abwenden, die Konkurrenz zieht aber uneinholbar davon.

Eintracht Frankfurt hat keine Chance mehr, den siebten Platz in der Bundesliga zu erreichen. Die Hessen kamen am Samstag nicht über ein 1:1 (0:1) beim 1. FC Köln hinaus und können den Rückstand nach den Siegen der TSG Hoffenheim (4:0 gegen Union) und des VfL Wolfsburg (4:1 auf Schalke) nicht mehr aufholen. Florian Kainz nutzte ein Elfmeter-Geschenk von Sebastian Rode zur Führung (45.), Bas Dost gelang noch der Ausgleich (72.).

Trainer Adi Hütter hatte schon vor Anpfiff Präsente verteilt und Trainings-Weltmeister Frederik Rönnow mit einem Platz in der Startelf belohnt. Außerdem neu dabei: Dost, Martin Hinteregger, Timothy Chandler, Lucas Torro und Djibril Sow. Im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Schalke rotierten dafür David Abraham, Danny da Costa, Dominik Kohr, Makoto Hasebe und Kevin Trapp auf die Bank, Daichi Kamada fehlte gelbgesperrt.

Kainz bestraft die Eintracht

Auf dem Rasen entwickelte sich schnell eine muntere Partie ohne die ganz großen Höhepunkte. Die Eintracht präsentierte sich dank der Ideengeber Rode und Sow nach vorne durchaus gefällig und bestimmte die Partie, trotz Überlegenheit sprangen jedoch nur wenige Torchancen heraus. Die beste vergab Dost (5.) nach schöner Vorarbeit von Silva, Sow scheiterte zudem mit einem Distanzschuss (31.).

Insgesamt knüpften die Hessen an die guten Leistungen im zweiten Durchgang gegen die Hertha (4:1) oder in der ersten Hälfte gegen Schalke (2:1) an und brachten sich dann selbst um den Lohn. Nach einem Blackout von Kapitän Rode, der am eigenen Strafraum den Ball verstolperte und dann Kölns Stürmer Uth elfmeterwürdig von den Beinen holte, hieß es plötzlich 0:1. Kainz verwandelte den Strafstoß sicher.

Hinteregger-Tor zählt nicht

Trotz der Halbzeit-Führungen der Konkurrenten aus Hoffenheim und Wolfsburg sowie dem späten Nackenschlag änderte sich an der Frankfurter Herangehensweise auch nach dem Seitenwechsel zunächst nichts. Obwohl die ohnehin geringe Chance auf Europa gen Null sank, mühte sich die Eintracht weiter redlich und bejubelte nach rund einer Stunde den vermeintlichen Ausgleich durch Neu-Kapitän Hinteregger.

Da Ilsanker der Ball jedoch kurz vorher an den Arm gesprungen war, erkannte Schiedsrichter Christian Dingert das Tor gemäß der Regel korrekterweise nicht an. Bei einer ähnlichen Aktion auf Kölner Seite hatte der Unparteiische zu Beginn der Partie einen Strafstoß verweigert. Zumindest diskutabel.

Dost trifft zum verdienten Ausgleich

Dass die Hessen am Ende noch den Ausgleich bejubeln durften, verdankten sie dem Torriecher von Dost und einem schönen Doppelpass. Sow und Joker Da Costa leiteten über rechts sehenswert ein, der Niederländer vollstreckte und sicherte den Hessen damit zumindest einen Punkt.

Einen Spieltag vor Schluss steht die Eintracht mit 42 Punkten auf Rang neun, der Rückstand zu den Europa-League-Rängen beträgt uneinholbare sieben Punkte.

Theoretisch kann sich die Eintracht noch mit dem Europa-League-Titel für eine weitere Saison mit internationalen Spielen qualifizieren. Das Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Basel ging im März jedoch mit 0:3 verloren.

Weitere Informationen

1.FC KÖLN - EINTRACHT FRANKFURT 1:1 (1:0)

Köln: Horn - Bornauw, Czichos, Leistner - Ehizibue (87. Schmitz), Skhiri, Kainz (78. Höger), Rexhbecaj (78. Thielmann),  Jakobs - Uth (87. Draxler), Cordoba  (68. Modeste)                          
                                      
Frankfurt: Rönnow - Ilsanker, Hinteregger, Ndicka - Chandler (63. da Costa), Torro, Rode (63. Kohr), Sow (81. de Guzman), Kostic - Silva, Dost  

Tore: 1:0 Kainz (45./FE), 1:1 Dost (72.)  
Gelbe Karten: Kainz/Rode      
                                      
Zuschauer: keine
Schiedsrichter: Dingert (Gries) 

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