Oliver Glasner gegen Sandhausen

Nach der Pleite gegen Drittligist Wiesbaden schafft Eintracht Frankfurt den ersten Testsieg. Oliver Glasner sieht Fortschritte, das Team setzt schon viel mehr von seinen Ideen um. Der Trainer sieht aber auch noch allerhand Handlungsbedarf.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Oliver Glasner nach dem Testspiel gegen Sandhausen

Eintracht-Trainer Oliver Glasner war gegen Wehen Wiesbaden nicht zufrieden.
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Ein 1:0 gegen den SV Sandhausen hört sich nicht gerade spektakulär an, doch der zweite Test von Eintracht Frankfurt hatte mehr Wert als das pure Ergebnis. "Es war viel besser als in der vergangenen Woche", bilanzierte Trainer Oliver Glasner den Auftritt. Nach dem 1:3 gegen Wehen Wiesbaden vor Wochenfrist zeigte seine Mannschaft schon die Ansätze des intensiven Glasner-Fußballs, dabei vor allem im Angriffspressing. Dem Trainer gefiel die gute Positionierung, Variabilität im Angriff und die Ballsicherheit seiner Mannschaft. Er ließ wiederum mit einer Dreierkette beginnen.

"Im ersten Abschnitt haben wir gefühlt eine halbe Stunde nur in ihrer Hälfte gespielt", so Glasner nach der Partie. Die Dominanz ist auch deswegen bemerkenswert, weil der Gegner bereits in der kommenden Woche in die Saison startet und dementsprechend in der Vorbereitung viel weiter ist als die Eintracht. Glasners Mannschaft hatte noch am Vormittag vor dem Spiel trainiert. Und: Der SGE fehlen noch Leistungsträger wie Tuta, Christopher Lenz, Sebastian Rode oder Amin Younes. Einen Großteil davon erwartet der Trainer am Montag bereits wieder im Training zurück, einzig die Schweizer Nationalspieler haben noch länger Pause.

Oliver Glasner: Luft nach oben im Strafraum

An Arbeit mangelt es dem Coach in der nächsten Zeit nicht. Glasner skizzierte am Samstag bereits, wo die Elf noch "Luft nach oben" habe: "Wir müssen unsere Präsenz im Strafraum noch verbessern. In der einen oder anderen Situation hatten wir noch hinten zu viel Absicherung." Heißt: Beim Umschalten und hohem Pressing sollen die Akteure aufrücken, Glasner will mehr Anspielstationen im Sechzehner sehen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht gewinnt Test gegen Sandhausen knapp

Eintracht Frankfurt Sandhausen Fabio Blanco
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In vorderster Linie startete gegen Sandhausen Neuzugang Jesper Lindström, dahinter agierten Daichi Kamda und Aymen Barkok. "Jesper hat wie die anderen einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, er bewegt sich gern zwischen den Linien." In der zweiten Halbzeit übernahmen dann viele Jungspunde das Feld, unter anderem erstmals das Talent Fabio Blanco. Mittendrin unter den "Jungen Wilden" tummelte sich dann auch der eingewechselte Rückkehrer Danny da Costa.

Da Costa: "Eintracht war immer mein erster Ansprechpartner"

"Da fühlt man sich ja fast schon alt", scherzte er. "Im Gegensatz zum Spiel gegen Wiesbaden haben über einen längeren Zeitraum haben die Abstände besser gepasst. Das haben wir uns im Training erarbeitet", sagte da Costa. Er war im vergangenen Halbjahr an Mainz 05 ausgeliehen und hatte großen Anteil an der Aufholjagd der Rheinhessen im Abstiegskampf.

Immer wieder war spekuliert worden, dass da Costa weiter in Mainz spielt oder die Eintracht gar ins Ausland verlassen würde. Am Samstag stellte er nochmals klar: "Ich habe immer gesagt, dass die Eintracht mein erster Ansprechpartner ist." Er habe Spielpraxis und Selbstvertrauen aus dem halben Jahr mitgebracht.

Krösche mit Vertrauensbeweis für da Costa

Der neue Sportvorstand Markus Krösche kennt ihn aus gemeinsamen Tagen in Leverkusen und hat von Beginn an klargemacht, mit da Costa zu planen. "Es ist eine schöne Situation, wenn der Sportvorstand so etwas sagt. Aber es liegt an mir, ich muss Gas geben und dann schauen wir, wie sich die Situation entwickelt." Für Glasners laufintensivem Spiel bringt der einsatzfreudige da Costa beste Voraussetzungen mit.