Evan N'Dicka (Mitte) trifft ins eigene Tor.

Eintracht Frankfurt kommt nach einem besonderen Kunststück von Evan N'Dicka auch gegen die TSG Hoffenheim nicht über ein Remis hinaus und verpasst die perfekte Generalprobe für West Ham. Gute Nachrichten gibt es von Djibril Sow.

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Die komplette Eintracht-PK nach dem Spiel gegen Hoffenheim

Oliver Glasner
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Eintracht Frankfurt hat am Samstag den zweiten Heimsieg in diesem Jahr verpasst. Fünf Tage vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Europa League bei West Ham United drehten die Hessen zwar zwischenzeitlich einen frühen Rückstand, am Ende der 90 Minuten reichte es gegen die TSG Hoffenheim aber nur zu einem 2:2 (1:1). Evan N’Dicka hatte die Gäste mit einem Eigentor in Führung gebracht (12.) und selbst den Ausgleich erzielt (32.). Die weiteren Treffer erzielten Daichi Kamada (66.) und Georginio Rutter (78.).

Glasner bringt Top-Elf

Eintracht-Trainer Oliver Glasner hatte seine Ankündigungen wahrgemacht und die stärkste verfügbare Elf auf den Rasen geschickt. Heißt: Mit dem wiedergenesenen Kevin Trapp, Sebastian Rode, Ansgar Knauff, Daichi Kamada und Rafael Borré kehrten fünf Stammspieler in die Startformation zurück. Jens Grahl, Ajdin Hrustic, Timothy Chandler, Jens Petter Hauge und Goncalo Paciencia nahmen dafür auf der Bank Platz. Djibril Sow, der die vergangenen beiden Partien wegen einer Innenband-Dehnung verpasst hatte, stand zumindest wieder im Kader.

Glasners Plan: Sein Team, das zumindest zu einem großen Teil so auch am Donnerstag (21 Uhr) auf dem Londoner Rasen stehen wird, sollte sich schon mal einspielen und Selbstvertrauen tanken. Zudem galt es, die schlechte Heimbilanz mit gerade einmal vier Siegen aufzubessern. Punkte sammeln statt Kräfte schonen.

N'Dicka trifft für beide Teams

Im Mittelpunkt der ersten Hälfte stand jedoch einer, der das Hinspiel bei West Ham definitiv verpassen wird: Innenverteidiger N’Dicka, der genau wie Mittelfeld-Kollege Kristijan Jakic gesperrt pausieren muss, gelang das Kunststück, an beiden Enden des Spielfelds jeweils einen Treffer zu erzielen. Zunächst köpfte der Franzose eine Flanke von Hoffenheims Andrej Kramaric ins eigene Tor, dann glich er nach einer Ecke von Filip Kostic selbst aus.

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Eintracht spielt Unentschieden gegen Hoffenheim

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Der Rest der ersten 45 Minuten ist schnell erzählt: Die Eintracht brauchte etwas, um ins Spiel und ins Rollen zu kommen, hätte dann aber durch N’Dicka (22.), ebenfalls nach einer Ecke, Kostic (32.), Jesper Lindström (39.) und Borré (40.) weitere Treffer erzielen können. Auf der Gegenseite vereitelte Trapp die beste Gäste-Chance von Munas Dabbur mit einer Klasse-Parade (23.). Die Eintracht zeigte gute Ansätze und einige gute Spielzüge, das Remis zur Pause ging aber in Ordnung.

Rutter kontert Kamada

Nach dem Seitenwechsel machte dann zunächst Hoffenheim mehr fürs Spiel und drückte auf den zweiten Treffer. Da die Kraichgauer sich jedoch erst einmal nur eine Halb-Chance durch Dabbur (53.) erspielten, blieb die Eintracht im Spiel und wurde ähnlich wie im ersten Durchgang mit zunehmender Dauer stärker. Gekrönt wurde die Druckphase in der Mitte der zweiten Hälfte durch Kamada, der die Partie mit einem sehenswerten Schlenzer kurzzeitig drehte.

Ein Treffer, der die Stimmung im Stadion noch einmal verbesserte, das Spiel aber nicht entschied. Joker Rutter verwertete eine punktgenaue Flanke von Nationalspieler David Raum zum Ausgleich und vermasselte den Hessen damit die Generalprobe für West Ham.

Eine gute Nachricht gab es kurz vor Schlusspfiff aber trotzdem noch: Sow feierte nach zweiwöchiger Verletzungspause sein Comeback und könnte damit für Donnerstag eine Option sein. Das Spiel in London ist wohl ohnehin das wichtigere.

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Eintracht Frankfurt - TSG Hoffenheim  2:2 (1:1)

Frankfurt: Trapp, Tuta, Hinteregger, N'Dicka, Jakic, Rode (67. Hrustic), Knauff (6. Paciencia), Lindström (79. Ache), Kamada, (79. Sow), Kostic, Borre (67. Hauge)
Hoffenheim: Baumann, Posch, Vogt, Akpoguma (46. Nordveidt, 89. Adams), Sammassekou (67. Rudy), Stiller, Raum,  Bruun Larsen (67. Rutter), Bebou, Kramaric, Dabbur (86. Skov)  

Tore: 0:1 N'Dicka (12. Eigentor), 1:1 N'Dicka (32.), 2:1 Kamada (66.), 2:2 Rutter (78.)                 
Gelbe Karten: Borré / Posch, Stiller, Skov

Schiedsrichter:
Jablonski (Bremen)    
Zuschauer: 50.000  

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