Evan N'Dicka im Training von Eintracht Frankfurt

Trainer Adi Hütter stehen in der Defensive von Eintracht Frankfurt wieder mehr Alternativen zur Verfügung. Evan N'Dicka und David Abraham haben ihre Verletzungen überwunden, Herausforderer Tuta gibt sich angriffslustig.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Evan N'Dicka ist zurück im Training von Eintracht Frankfurt

Evan N'Dicka
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Pünktlich zum Start in die Trainingswoche füllte sich am Mittwoch der Kader von Eintracht Frankfurt wieder merklich an. Die zurückgekehrten Nationalspieler um Kevin Trapp, Djibril Sow und Steven Zuber trainierten zwar nur individuell in den gut gewärmten Katakomben. Mit David Abraham und Evan N'Dicka kehrten aber gleich zwei zuletzt unpässliche Defensivakteure ins Teamtraining zurück. 17 Feldspieler konnte Trainer Adi Hütter so auf dem Rasen vor der Arena begrüßen, Personalsorgen gibt es vor allem in der Defensive vorerst nicht mehr.

N'Dicka und Abraham gehen vorneweg

Ob N'Dicka, der sich im DFB-Pokal bei 1860 München am 12. September (2:1) eine Verletzung am Syndesmoseband zugezogen und folglich knapp vier Wochen pausierte hatte, schon eine Option für die Auswärtspartie am Sonntag (15.30 Uhr) in Köln ist, ist offen. Im Abschlussspiel wirkte der junge Franzose aber topfit. N'Dicka scheute keinen Zweikampf und überzeugte durch Ruhe und Übersicht. Ein Blitz-Comeback scheint zumindest nicht ausgeschlossen.

Einen Schritt weiter, das ist angesichts der deutlich kürzeren Ausfallszeit kein Wunder, ist Kapitän Abraham. Der Argentinier hat seine Oberschenkelprobleme, die ihn im Heimspiel gegen Hoffenheim (2:1) zum verfrühten Feierabend zwangen, überwunden und ist sicher wieder eine Option für die Startelf. Im Trainingsspiel, das er an der Seite von N’Dicka und Youngster Yannick Brugger in einer Dreierkette bestritt, langte die Kraft selbst für zwei Harakiri-Offensiv-Ausflüge im besten Lucio-Stil. Klares Zeichen: Abraham ist wieder da.

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Die Abwehr steht, Tuta lauert

Da zudem Makoto Hasebe dank beendeter Nationalelf-Karriere in den vergangenen Tagen etwas durchschnaufen konnte und auch Martin Hinteregger am Donnerstag wieder in Frankfurt erwartet wird, hat Hütter hinten wieder alle Mann an Bord. Die kurzfristig aufgetretenen Sorgenfalten wegen des Ausfalls von gleich zwei Innenverteidigern sind rechtzeitig wieder verschwunden. Gegen die bislang doch eher harmlose Offensive des 1. FC Köln, der nach drei Spielen noch ohne Punktgewinn dasteht, sollte im Normalfall nicht allzu viel anbrennen.

Und dann wäre da ja auch noch Tuta. Der junge Brasilianer, der sich nach seiner Verpflichtung im vergangenen Sommer noch sehr grünschnäblig präsentierte und zu Ausbildungs- und Reifungs-Zwecken für ein Jahr an den belgischen Erstligisten KV Kortrijk verliehen wurde, ist inzwischen zum festen Bestandteil des Kaders gereift. Nachdem er in Belgien nach rund vier Monaten Anlaufzeit zum Stammspieler avanciert war und dann jäh von Corona gestoppt wurde, ist er nun auch in Frankfurt richtig angekommen.

Tuta in der Rolle des Herausforderers

Am vergangenen Spieltag feierte der 21-Jährige, der beim FC Sao Paulo ausgebildet wurde, ein durchaus gelungenes Bundesliga-Debüt. Der verletzte Abraham raus, der frische Tuta rein. Leistungsunterschied? Fehlanzeige. Und damit die Erkenntnis: Selbst bei einem Ausfall von Abraham, dessen Körper schon in den vergangenen Jahren regelmäßig streikte, muss der Eintracht nicht angst und bange werden. "Jetzt gilt es, weiter zu arbeiten und die nächste Chance zu bekommen und zu nutzen", sagte Tuta am Mittwoch.

Nun ist zwar sicher nicht zu erwarten, dass Tuta seinem Kapitän und Vorbild Abraham schon in den kommenden Spielen den Rang streitig machen wird, auf Dauer ist er aber sicher eine Option. Die Zukunft scheint gesichert. "Wir haben viele gute Spieler, aber ich kämpfe um meinen Platz", so Tuta. Die nächste Möglichkeit dazu hat er bereits am Donnerstag: Dann bittet Hütter sein Team gleich zweimal auf den Platz.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! bundesliga, 18.10.20, 22.05 Uhr